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Freitag, 2. Februar 2024

Bunter Schal aus Resten

Ich bin gerade dabei meine Vorräte aufzubrauchen. Vorräte von meinen Kursen und diversen ...

 

 ....Schafschuren. Begonnen hat das Ganze als ich mal von meiner Mutter einen Schal geschenkt bekam. Er war so bunt, dass ich dachte sowas trage ich nie. Doch mittlerweile war es zu einem meiner Lieblingsschals geworden, besonders an grauen Tagen. Problem war nur, dass er mir im Winter nicht warm genug war. Also...

 

...durchforstete ich meine Vorräte ( die ich dieses Jahr mal für mich auflisten möchte---->HIER Klick), da ja dieses Jahr unter dem Motto : Reduktion, Upycling steht. So entstand mal hier ein Schal für mich. 


 

Gestrickt aus Handgesponnener Wolle vom Schaf und einem Garn Norowolle aus meinen Vorräten. Stricknadel Stärke 10, damit das Ganze schön dehnbar wurde und ganz einfach nur rechts gestrickt. Immer am Ende der Reihe nahm ich eine Masche zu, indem ich aus der vorletzten Masche zwei strickte (eine vorne raus und eine hinten raus). Der ganze Schal ist 210 cm breit und bis zur Spitze 68 cm und bei mir heistt das nicht Filmtauglich, sondern Enkeltauglich :-), da ich ab und zu stricke, wenn die beiden Enkelkinder ihre Holzklötzerburgen u.a. bauen.

Mittwoch, 25. September 2013

Herbstschal Indigo

Das Geschenk ist verschenkt, kann also hier gezeigt werden. Es ist ein Herbstschal gestrickt aus handgesponnenem Leinengarn, Coburger Fuchsschaf mit Indigo gefärbt und mit Indigo gefärbtem Merinogarn. 


Anleitung wie bei dem Sommerschal aus Brennesselgarn.: 10 Maschen anschlagen, dann im Wechsel mit Nadelstärke 10 Leinengarn (doppelt genommen) , Coburger Fuchsschaf und Merinowolle , rechte Maschen und Reihen mit Fallmaschen wechseln sich ab. Fallmaschen : 1 MA rechts 1 Umschlag, 1 MA rechts. in der nächsten Reihe alle Maschen rechts und dabei die Umschläge fallen lassen.
 

Der Schal ist 150 cm x 17 cm lang und wiegt gerade mal 37 gramm. Leicht, warm und weich, ideal als "Männer-Schal- Geschenk" ;-). Euch einen guten Herbsttag

Dienstag, 9. Oktober 2012

Herbst - Tuch aus Alpaka, Angora und Leineschafwolle in Krapp und Cochenille

Ihr erinnert euch vielleicht, dass ich eine lange "ostfriesische Milchschafphase" hatte, da überlegte ich schon ob ich zuerst die Krappwolle oder die Ostfriesische nehme und nun ist mal die Krappwolle dran, die schon solange geduldig in meiner Draussen Werkstatt auf ihren Einsatz wartete.  

Herbst - Tuch aus Alpaka, Angora, Leineschafwolle in Krapp und Cochenille
 Als Langsamstrickerin brauche ich Strickmuster die einfach gehen oder dicke Wolle damit mal etwas fertig wird. Als nun draussen die ersten Blätter fielen, startete ich mit diesem Tuch für die Herbst und Winterstürme und strickte es zügig fertig.

Alpaka und Angoraanteil sorgen für Kuscheligkeit
Ich nahm Dochtwolle und auch dick verzwirnte Wolle und vermischte alle mit Krapp und Cochenille gefärbten Wollexperimente von Angora, Alpaka und Leineschafwolle und strickte einfach drauf los. Entsprechend dem Landlusttuch nahm ich eine Dicke Stricknadel Nr. 12 und eine Stricknadel Nr. 4,5 und strickte im Wechsel. Eine Reihe mit der dicken und die Rückreihe mit der dünneren Nadel immer rechts. Begann mit 3 Maschen und nahm dann einfach in jeder Reihe 2 Maschen zu, immer ein Umschlag nach der ersten Masche und 1 Umschlag vor der letzten Masche. Das Tuch ist 210 cm x 50 cm.

Im Wechsel gestrickt mit dicker Stricknadel Nr. 12 und Stricknadel Nr. 4,5
Zum Schluss umhäkelte ich den Rand noch, befestigte 3 Quasten an den Rändern und es ist wunderbar kuschelig durch den Angora und Alpakaanteil. Warmer Hals auch bei Herbststurm also !

Freitag, 7. September 2012

Tuch "Torcido" aus Perlengarn handgesponnen und pflanzengefärbt

So nun wurde also mein 3. Tuch fertig. Aus dem vielen gefärbten Material muss ja, selbst bei einer Langsam-Strickerin wie mir, auch mal was fertig werden. Das Tuch ist aus Leineschaf - und Milchschafwolle  gesponnen und mit einer Mischung aus Cochenille, Krapp und Zwiebelschalen gefärbt. Es ist 220 cm x 88 cm geworden und wiegt 210 gramm.

Tuch Torcido
 Wie unschwer zu erkennen ist, ist das Tuch schief, wobei ich nicht genau weiss, wo überall die Fehler liegen. Daher habe ich das Tuch "Torcido " genannt aus dem Spanischen für Schief und krumm.

Tuch Torcido
Das erste Mal als ich merkte, dass das Tuch schief wird machte ich es nach einem Drittel wieder auf. Dann wurde es wieder schief und ich dachte erst wieder aufmachen, als ich es merkte, doch dann meinte eine Kollegin, es sieht doch gerade schön aus und so ist es jetzt eben ein schiefes Tuch  und ich hatte bei der Anprobe den Eindruck, dass es o.k. ist.
Perlengarn
 Das Tuch hat eine lange Geschichte hinter sich. Es war einmal ein Spinntreffen in Berlin, da konnte ich bei einem handgefärbtem Akzente Garn von Anita, nicht widerstehen und so wurde es zu einem herrlichen Garn versponnen. Daraus erstellte ich dann ein Perlengarn  und begann damit ein Tuch zu stricken, das Muster bekam ich geschickt aus Österreich, vielen Dank dafür, liebe Anneli.

Perlengarn

Da das Tuch so leicht war, begleitete es mich auf meiner Wanderung auf dem Malerweg im Elbsandsteingebirge. So strickte ich vor mich hin und dachte dass es nach der Wanderung fertig sein würde. Doch dann drohte mir diese herrliche Wolle auszugehen und so traf ich ein Glück auf dem 9. Wollfest in Bad Schandau Anita wieder an ihrem schönen Stand ( manchmal ist die Welt ein Dorf) und erzählte ihr von meinem Problem. Nun sie hätte von dieser Spezialfärbung vermutlich noch ein wenig zu Hause und würde es mir zu schicken. Also strickte ich mit meinem Rest noch weiter und am nächsten Tag ging es zu einer richtig heftigen Wandertour von 6 Stunden mit Aussicht auf die Schrammsteine und als ich dann bei einer Pause mein Strickzeug herausholte, sah ich, dass ich mich wohl vermutlich auf die Nadel gekniet hatte, jedenfalls war nichts mit Stricken und es gab eine Zwangspause.


Schiefes Tuch noch ohne Quasten

Zu Hause kam dann etwas Wolle von Anita, die auch sehr schnell verstrickt war und das Tuch war immer noch nicht groß genug. Also ging ich in meine Werkstatt und da beschwerte sich schon meine Ganze rot gefärbte Wolle, dass ich sie solange links liegen gelassen hatte und immer nur am Neufärben war. Also nahm ich Wolle die mit Zwiebelschalen, welche die mit Krapp gefärbt war und welche mit Cochenille und versuchte mühsam die gleiche Mischung wie Anita hinzubekommen.

Mit Krapp gefärbte Wolle
 Der erste Versuch misslang und erst der zweite führte zum gewünschten Ergebnis. Also wurde weitergestrickt und das Tuch wanderte nochmal mit auf die Insel, wo es dann fertig gestrickt werden konnte.

Schiefes Muster

Das Muster ist einfach : Anfangen mit 3 Maschen und dann immer am Rand mit einem Umschlag beginnen. Wenn es 11 Maschen sind strickt ihr: 2 MA rechts zusammen, 1 Umschlag 1 Masche rechts, 1 Umschlag, 2 MA rechts verschränkt zusammenstricken und dann ergibt sich das weitere Muster von alleine, d.h. immer wenn es dann in der Mitte 11 rechte Maschen sind, dann geht der Rapport von vorne los. Also laufen die Reihen/ Rapport dann so: *4 Maschen rechts 2 Maschen rechts zusammen stricken, 1 Umschlag*  bis zur Mitte und nach der Mitte ist der Rapport dann: *1 Umschlag, dann 2 Maschen rechts verschränkt zusammen stricken, 4 Maschen  rechts* auf der Rückseite werden alle Maschen links gestrickt. Abketten war noch einmal ein Extra Thema ! Zuerst probierte ich das Abketten wie bei meinem filigranen Tuch aus Milchschafwolle, das wurde zu locker und wellig. Dann kettete ich mit zusammengestickten Maschen ab, siehe unten, und das gibt einen guten Rand. Elastisch und Fest.

Oberer Rand angekettet: *2 Maschen wurden rechts zusammen gestrickt, diese nahm ich dann wieder auf die linke Nadel zurück, strickte wieder 2 Maschen zusammen, nahm diese wieder auf die linken Nadel zurück*
Wie ich das Perlengarn versponnen habe ist hier beschrieben. Die Anleitung für die Quasten habe ich von hier.

Quasten
Quasten mit Rocailleperlen

Gefärbt ist die Wolle wie gesagt mit einer Mischung aus Zwiebelschalen, Cochenille und Krapp. Um die Mischung allerdings so hinzubekommen muss man schon eine Weile an der Kardiermaschine Geduld haben. Nachmachen von Farbpartien ist echt nicht so einfach !

Also ihr seht nicht nur das Tuch ist schief und krumm, auch der Weg dahin war "schief und krumm", so freue ich mich nun, dass es rechtzeitig vor der Zeit der Herbststürme fertig wurde.Euch einen schönen Tag !

Sonntag, 29. Januar 2012

Filigranes Tuch aus handgesponnener melierter Ostfriesischer Milchschafwolle 2

Mein zweites Tuch. Heute bei herrlichstem Sonnenschein und Schnee hatte ich Glück, sodass ich das Tuch, aufgespannt auf unserem Pfirsichbaum, gut fotografieren konnte. Allerdings ist die natur-braun melierte Wolle natürlich bei Schnee nicht so gut zu erkennen, ist eher wie ein Tarntuch, so ohne Grün dahinter. Daher habe ich es dann nochmal vor Holz fotographiert.

"Tarn-Tuch" vor Schneehintergrund
Tuch vor Holzhintergrund

 Ich bin ja eigentlich gerade beim Sockenstricken, aber wieder hat eine Freundin Geburtstag und wieder gibt es etwas Gestricktes, nämlich dieses noch von Wollfett weiche Tuch. Diesmal ist das Tuch mit Quasten an den 3 Ecken versehen. 
 
Mein erstes Tuch wurde ja schon verschenkt Das nächste wird dann für mich ( falls nicht wieder ein Freundinnen Geburtstag dazwischen kommt :-).  Das Tuch wiegt inclusive Quasten  120 gramm und ist 240 cm in der gesamten Länge und  65cm an der Spitze. Es läßt sich wunderbar in nur jeder erdenklichen Form um den Hals und / oder um die Schultern wickeln, da es so filigran und leicht ist. Die Wolle habe ich gleich meliert und unkardiert versponnen und einfädig verstrickt. Sie ist unheimlich weich.





Anleitung: Ich fing an mit  3 Maschen und Nadelstärke 12 und dann immer nur rechts gestrickt und jeweils am Anfang der Reihe nahm ich mit einem Umschlag 1 Masche zu bis es insgesamt 111 Maschen waren. Diese wurden dann locker abgehäkelt, sodass sich der Rand schön dehnt und locker ist. Anschließend noch 3 Quasten hergestellt, hier eine superausführliche Anleitung dazu, und mit den 3 Ecken verbunden fertig.

Lockeres Abhäkeln des Randes, immer 1 Luftmasche dazwischen extra

Ich wünsche euch einen guten Wochenstart !

Donnerstag, 26. Januar 2012

Mein handgewebter Lieblingsschal

Jedes Jahr im Winter, wenn es wieder unter 0 Grad geht  ...


... kommt mein gewebter Schal zum Einsatz.

Gewebt habe ich ihn...
 

... in Köperbindung mit der Kette aus Wolle NM 6/2 und
dem Schuss aus Wolle im Mohairstyle....


... das Gewebte rauhte ich ich dann, noch auf dem Webstuhl
von beiden Seiten mit einer Drahtbürste auf.
Gewebt wurde der breite Schal auf diesem Webstuhl...


..der inzwischen in andere liebevolle Hände kam. Ich staune jeden Winter neu und das nun schon seit 22 Jahren, so alt ist nämlich mein Lieblingswinterschal, ich staune dass sich Handgewebtes so lange so schön und kuschelig halten kann.  Auch wenn ich die große Weberei leider aufgeben mußte, so gibt es doch schöne gewebte Erinnnerungsteile.

Die Samen der Vergangenheit sind die Früchte der Zukunft. 
(Weisheit von Buddha)

Dienstag, 11. Oktober 2011

Filigranes Tuch aus handgesponnener melierter Ostfriesischer Milchschafwolle...2

Mein erstes gestricktes Tuch ist jetzt fertig. Es ist kuschelweich und noch voll Lanolin, genau wie ich es liebe.
 
Es wiegt 150 gramm und ist 240 cm in der gesamten Länge und  65cm an der Spitze. Es läßt sich wunderbar in nur jeder erdenklichen Form um den Hals und / oder um die Schultern wickeln, da es so filigran und leicht ist. 


Die Wolle habe ich gleich meliert und unkardiert versponnen und einfädig verstrickt.

Für meine  Strickjacke verstrickte ich das Garn etwas dicker und für das Tuch dünner.


Die Anleitung ist ganz einfach: Ich fing an mit  3 Maschen und Nadelstärke 12 und dann immer nur rechts gestrickt und jeweils am Anfang der Reihe nahm ich mit einem Umschlag 1 Masche zu.


Vielen Dank Michi, du wunderbares ostfriesisches Milchschaf für deine herrliche Wolle. 
 

 Das Tuch ging als Geschenk an meinen Liebsten, so weiß ich ihn nun auch mit Heilwolle um den Hals gut versorgt, denn bei Halsschmerzen soll sie auch helfen !