Dienstag, 24. Dezember 2013

Frohe und besinnliche Weihnachtstage ...

..wünsche ich allen meinen lieben Blogleserinnen und Bloglesern.

Habt eine besinnliche und frohe Zeit mit euren Lieben und macht es euch bei Kerzenschein gemütlich
 
 Vielen Dank für eure vielen Wortgeschenke - Kommentare- und das nicht nur zur Weihnachtszeit ;-)  Ganz herzliche Grüße !

Montag, 23. Dezember 2013

Kreis- Strickjacke handgesponnen, mit Indigo und Walnuss gefärbt

So noch schnell das letzte Geschenk, diesmal für mich, jetzt kann Weihnachten kommen. Für alle diejenigen von euch die mitgeraten haben: Es ist eine wilde Kreis- Strickjacke geworden. Wild meint hier aus vielen wilden gemischten Resten und Pflanzengefärbtem. Gestern nun noch der letzte Knopf -fertig. 

Begonnen in meinem Frankreich Urlaub im Oktober, wurde sie meist in wärmeren Gefilden gestrickt. Die Jacke wiegt 1200 gramm -dick und kuschelig. Ich brauchte so eine richtig warme Jacke, da ich in meiner Strickjacke vom Ostfriesischen Milchschaf, die ich wirklich täglich trage, doch manchmal wenn es so nasskalt ist, friere. Sie begann mit der Magic Loop Technik, von der ich erst nicht wußte was sie meinten in ihrer Anleitung, es dann aber sehr schnell klar war. 

Das handgesponnene Garn ist aus Wolle vom Leineschaf, von Katjas Merinofleischschafen, vom Ostfriesischen Milchschaf und aus Wolle vom Kerry Hill Schaf. Auch Wollreste von meinem Deckenprojekt sind dabei. Die Wolle ist mit Walnusschalen und Indigo ( wilde Färberei -->winke mal auf die Insel ;-) gefärbt und überfärbt. Teilweise ist die Wolle verzwirnt und teilweise habe ich sie als Dochtwolle verstrickt. So nach und nach verarbeite ich nun viel Vorratswolle zu Kleidungsstücken.
Die Anleitung der Kreisjacke von hier habe ich auf meine Körpermaße verändert und unten für die Länge noch mit verkürzten Reihen etwas angestrickt.  Ausserdem ist die Jacke mit 3 Holzknöpfen zu schliessen, so kann auch der Kragen oben, ganz um meinen Hals geschlungen und mit einem Knpf befestigt werden. 

Zudem wollte ich eine Jacke mit Taschen. Also habe ich noch Taschen mit festen Maschen gehäkelt. Die Taschen sollten so groß sein, dass meine Hände bei Kälte ganz darin verschwinden können. Für einen festen Halt , habe ich die Taschen dann an der inneren unteren Kante der Jacke noch festgenäht.Ein Zusatz -Bändchen innen sorgt dafür, dass die Jacke vorne zusätzlich zu den Knöpfen gut geschlossen werden kann.

 
Voll gemütlich und kuschelig für alle Temperaturen des Restwinters. Nun wünsche ich euch mit dieser Winterjasminblüte die gerade draussen vor meiner Werksatt blüht eine gute Weihnachtszeit mit gemütlichen warmen Stunden im Kreise eurer Familie und eurer Lieben.

 

Sonntag, 1. Dezember 2013

Stricken beibringen statt Pullover

Falls ihr noch nach einer Idee für Weihnachten sucht und ihr euch gerade mit dem Gedanken beschäftigt, was soll ich bloß schenken ? Den 6. Schal, das 3. Tuch den 5. Pullover ? Wie wäre es dieses Jahr mal mit einem einzigartigen Geschenk ? 


Die Idee: Zeit statt Zeug stammt von Scholz & Volkmer. Verschenkt wird gemeinsame Zeit, die Gutscheine dazu gibt es hier: z.B. der Geschenkgutsschein: Stricken beibringen statt Pullover?. Oder Vorlesen statt Buch, oder Nackenmassage statt Schal. Kochabend statt Kochbuch. Unser Konsum bestimmt was und wie es hergestellt wird und welche Rohstoffe verbraucht werden. Fakt ist einfach, dass vieles gekauft wird, ohne es wirklich zu brauchen. Sehr gut nachzulesen sind Fakten zu Textilien in dem Artikel " Textil der Stoff aus dem die Alpträume sind". Da heisst es z.B. dass wir Pro Kopf durchschnittlich 11 bis 15 Kilogramm Kleidung verbrauchen, dass wir mit anderen Textilien auf 28 Kilogramm kommen und dass das Weltspitze sei ! Baumwolle ist unheimlich billig bei uns. Wenn wir sie kaufen, dann müssen wir auch wissen, dass wir dann dazu beitragen, dass   Arbeiterinnen und Arbeiter auf den Baumwollplantagen für diesen niedrigen Preis mit einer 77-Stunden-Woche, einer miserablen Gesundheitsvorsorge und einer enormen Belastung durch Pestizide, die bei den empfindlichen Baumwollpflanzen massenhaft zum Einsatz kommen, bezahlen. 


Nun hängen die Läden vor Weihnachten wieder voll mit diesen billigen Textil- Angeboten, von wertvollen Kaschmirschschals für wenig Geld bin hin zu billiger Winterbaumwolle. Das ist für mich schlichtweg einfach nur gruselig! Was also tun ? In dem Artikel gibt es dazu einige Tips:
  • Reduzieren Sie Ihren Durchsatz im Kleiderschrank! Kaufen Sie weniger und dafür bessere Qualität.
  • Vertrauen Sie Ihrer Nase und kaufen Sie keine chemisch riechenden Textilien, denn die sind häufig mit Formaldehyd belastet.
  • Bevorzugen Sie Kleidung, die nicht chemisch gereinigt werden muss.
  • Zeigen Sie dem Handel, dass Sie auf umwelt- und sozialverträgliche Kleidung Wert legen. Vor allem Versandhäuser verkaufen Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau.
 Ich denke wir Textilfrauen, die wir hier weitestgehend auf Selbstproduktion umgestellt haben, haben ein Bewußtsein dafür oder ? Ich wünschte diese Bewegung und dieses Bewußtsein würde noch schneller anwachsen. An dieser Stelle hätte ich mal nichts gegen immer schneller - höher - weiter ;-). In diesem Sinne wünsche ich euch auch, dass ihr eure selbstproduzierten Textilien auf den Weihnachtsmärkten gut und zu einem angemessenen Preis verkaufen könnt und euch nicht anhören müßt, dass es das aber bei Al...& Li.. & co. billiger gibt. Vielen Dank für eure vielen Kommentare zum letzten Eintrag. Die schimmeligen Pilze habe ich nun weggeworfen. Ich wünsche euch noch einen schönen 1. Advent und eine gute Adventswoche.

Dienstag, 26. November 2013

Pflanzenfarben sind eine Macht, die....

 ..direkt auf die Seele wirken. Das Orginalzitat von Wassily Kandinsky dazu heisst : Farbe ist eine Macht, die direkt auf die Seele wirkt. 


Immer wieder neu bin ich fasziniert von der herrlichen Ausstrahlung von pflanzengefärbter Wolle. Nun zeigten sich hier letztes Wochenende auch mal einige Sonnenstrahlen, sodass ich die gesammlten Werke des Projekts " Pflanzenfarben 2013" das hier in einem Paket schon eine Weile liegt, mal fotografieren konnte. Angekommen ist diese herrliche Farbkombination von allen Färbe- Beteiligten :


18 unterschiedliche Farbproben, gewickelt bzw. im Strang, liebevoll beschriftet und von Anne der Organisatorin in einem Kraftakt an alle verschickt. Danke an Alle Beteiligten und besonders an dich Anne für die Logistik. Mein Anteil an dem Projekt ist die mit Waid und Indigo und Cochenille überfärbte Wolle. Auch an diese Färberei an einem unheimlich heissen Tag, habe ich wunderbare Erinnerungen. Da winke ich mal Richtung Insel ;-)

 

Die Farbproben ergänzen meine bisherige Farbsammlung. Diejenigen Farbproben, die ich nun doppelt habe an Gelbtönen und anderen Farben, werde ich dann z.B. mit Indigo überfärben. 

 
 
  
Die Sammlung hängt hier nun in meiner Werkstatt und begleitet mich durch die blassere Jahreszeit. Erinnert daran wie herrlich der Sommer war und läßt mich schon auf den nächsten Sommer freuen. Danke für eure Kommentare zum letzten Eintrag. Die schimmeligen Pilze habe ich nun weggeworfen. Inzwischen bekam ich neue getrocknete ohne Schimmel, diese hängen nun trocken im Keller und warten geduldig auf ihren Färbeeinsatz ;-) . Danke Liselotte ! Euch noch eine gute Woche.

Donnerstag, 7. November 2013

Stricken mit der Magic Loop Technik - Die Wunderschlinge-

In meinem jetzigen Projekt hiess es zu Beginn der Anleitung, Stricke den Anfang mit Hilfe der Technik des Magic Loop. 

 

Mhm was meinen sie jetzt damit ? Das große weltweite Lexikon half mir das zu entschlüsseln. Es handelt sich um eine Technik, die ich schon jahrelang anwende, nur nicht wußte dass sie so heisst ;-)).Sie sieht so aus, dass man statt eines Nadelspiels, für Mützen, Socken etc eben eine Rundstricknadel nimmt und sie dann immer durchzieht, eben eine Wunderschlinge macht ;-). .

 
 

Wer es noch nicht kennt, hier noch eine Anleitung dazu. So kann man z.b. auch zwei Socken gleichzeitig stricken,das ist hier sehr schön beschrieben. Mit Magic Loop Socken stricken ist hier schön zusehen. Wie handhabt ihr das ? Lieber mit Nadelspiel oder mit der Wunderschlinge ? Vielen Dank für eure vielen schönen Kommentare zu den Reiseimpressionen. Danke auch für die Kommentare zu Fassungslos. Aus dem Erstarrungsschock tauche ich jetzt so langsam raus. Euch einen schönen Tag.

Montag, 4. November 2013

Krypta und Natur

Passend zu dem Thema Tod, Allerheiligen, Samhein und Abschiednehmen, und auf euren Wunsch nach ein paar Impressionen der Reise, fange ich mal mit der Krypta und der Kirche von Saintes Maries de la Mer, der Haupstadt der Camargue - Naturschutzgebiet- an, dies war mein südlichster Punkt der Reise.
 Die Krypta ist der Verehrung der schwarzen Sara gewidmet, der Patronin der Sinti und Roma.  Der Legende nach war die Schwarze Sarah Dienerin der drei Marien, die von Südfrankreich aus die Camargue missionierten. Nach ihrer Flucht aus dem Heiligen Land, so erzählt die Sage, wurde die Barke von Marie-Jacobe, der Schwester der Mutter Gottes (Maria), und Marie-Salome, der Mutter von Johannes dem Täufer, im heutigen Saintes-Maries angespült. Die beiden Heiligen wurden von Sarah, ihrer Dienerin, begleitet. Dargestellt als Schwarze Madonna wurde sie zur Schutzpatronin der Roma.


Seit dem 14. Jahrhundert findet alljährlich in Saintes-Maries-de-la-Mer die Wallfahrt der Sinti und Roma zur Heiligen Sarah statt. Mehrere Tausende Roma nehmen jedes Jahr daran teil. Während der Pilgerzüge am 24. Mai wird die Ikone der Schwarzen Sarah in einer feierlichen Prozession zum Meer getragen und dort mit Meerwasser benetzt. Dann wird die Schutzpatronin in einer Heiligen Barke ins Meer gebracht. Die Träger sind in weiße Gewänder gehüllt. Am darauf folgenden Tag werden die beiden Marien geehrt.
Zu den Festlichkeiten reisen Roma aus allen Teilen Europas nach Saintes-Maries-de-la-Mer.Textquelle

 

Seit 1998 gehört Saintes-Maries-de-la-Mer zum Weltkulturerbe der UNESCO. Das Stadtbild ist durch die imposante Erscheinung der Wehrkirche Notre Dame de la Mere geprägt und die engen Gassen laden zu ausgiebigen Spaziergängen durch die Stadt ein. Die Natur in der Camargue,  gelegen im größten Flussdeltas Europas, dem Rhonedelta, ist von einem mystischen Zauber umgeben und einzigartig mit ihrem Wechselspiel des Lichts ....

 

...und ihrer ganzen Urwüchsigkeit. Jeden Tag ging es also dort in die Natur.


Die fast 1000 m² große Region ist auch bekannt für seine weißen Camargue-Wildpferde,

...die Camargue-Stiere ....

....und als größte freie Brutstätte der Flamingos.

...auch als Salzland und durch seine Salinen ist die Camargue recht bekannt. Inzwischen wird dort auch Reis angebaut. Auf den Strassen soll es manchmal auch nicht ungefährlich zugehen ;-) .


Und: am Strand wohnen seltsame Wesen ;-) 
 
Ist schon ein besonderes mystisches Stückchen Erde, besonders in der Nachsaison. Euch einen guten Wochenstart und danke für alle eure mitfühlenden Worte und virtuellen Umarmungen.

Donnerstag, 26. September 2013

Solarfärbeergebnisse 2013

Meine Solarfärbegläser standen nun 3 Monate in der Sonne und jetzt mit Herbstbeginn habe ich sie geleert. 

von links : gefärbt wurde mit : Bluthaselblättern, Rosenblättern, Roten Zwiebelschalen, Johanniskraut, Pfingstrosenblättern, Mohnblütenblättern und braunen Zwiebelschalen.

Die Gläser standen nicht etwa solange in der Sonne, da sie solange brauchen bis die Farbe in die Wolle zieht, da reichen oft schon 6-8 Wochen, sondern weil ich immer etwas anderes zuerst zu tun hatte und dachte na die Gläser können ja nicht schlecht werden und ich kann die Wolle immer noch rausholen.

 

Die Vorfreude auf die Farben konnte ich also lange auskosten und bin wieder mal ganz begeistert von den Farben, die alle zueinander passen. Das ist auch einer der Gründe warum ich es so liebe mit Pflanzenfarben zu färben. Die Gläser waren schon fast zugewuchert vor meinem Hochbeet, in dem der Waid noch ganz kräftig gewachsen ist.

Diesmal hatte ich auch einige neue Farbexperimente dabei wie z.B. die Pfingstrosenblätter und Mohnblütenblättern. Danke Michaela für die unglaubliche Sammelei von einem großen Glas Mohnblütenblättern. Aber der Reihe nach. Das 1. Glas war gefüllt mit Bluthaselblättern und einem Strang Merinowolle: 


Das 2. Glas: Rosenblütenblätter und Merinowolle


Das 3. Glas: rote Zwiebelschalen mit Merinowolle


Das 4. Glas: Johanniskraut mit Mohair- und Merinowolle


Im 5. Glas hatte ich mal als Experiment Pfingstrosenblütenblätter, sie ergaben einen zarten Ton, im Vergleich zu den anderen Tönen die diesmal relativ kräftig ausfielen.

 

Im 6. Glas hatte Manuela ganz fleissig für mich massenweise Mohnblütenblätter gesammelt. Das ergab einen fantastisch beeindruckenden Fliederton und auch auf Seide ebenfalss einen sehr schönen zarten Fliederton.


Im 7. Glas wieder alt bewährt braune Zwiebelschalen mit Wolle-Seide Garn und Seidentüchern


Das war die Färbesaison 2013, nun wird es stiller und aus meiner Färbeküche gibt es erst mal nichts zu berichten. Gestern waren es wieder fast 1000 Seitenaufrufe an nur einem Tag und ich danke euch allen für eure vielen und zahlreichen Kommentare und Anregungen, über die ich dann wieder schreiben kann. Herzlich willkommen auch ihr vielen neuen Leserinnen. Neben Schreiben gehören auch die Farben und das Färben zu meiner großen Leidenschaft. Jetzt am 5. internationalen Spinntreffen habt ihr mich wieder nach einem Kurs dazu gefragt. Wer sich für meinen Pflanzefärbekurs " Färben mit Pflanzenfarben tut der Seele gut"  interessiert, ab November plane ich die neuen Termine für 2014, dann könnt ihr euch auch dafür anmelden.

Färben tut der Seele gut
Hier bei mir und hier bei Katja könnt ihr was zum letzten Kurs lesen. Der Kurs wird neben Färben mit allen Farbtönen, auch wieder eine Färbefibel und ein individuelles farbpsychologisches Testbild beinhalten. Meine Färbewerkstatt befindet sich nur 40 Minuten mit der Regional Bahn 3 Stationen Richtung Norden ab Berlin Hauptbahnhof in Gransee, eine der schönsten Städte Brandenburgs mit historischem Altstadtkern .....

 

und dem Tor zum Ruppiner Land. Foto von Wolfgang Mauersberger. Nun bin ich allerdings erstmal mit einem anderen neuen Projekt beschäftigt und so macht euch also keine Gedanken wenn es hier ein wenig stiller wird. Ich werde berichten. Euch eine schöne goldene Herbstzeit !

Mittwoch, 25. September 2013

Herbstschal Indigo

Das Geschenk ist verschenkt, kann also hier gezeigt werden. Es ist ein Herbstschal gestrickt aus handgesponnenem Leinengarn, Coburger Fuchsschaf mit Indigo gefärbt und mit Indigo gefärbtem Merinogarn. 


Anleitung wie bei dem Sommerschal aus Brennesselgarn.: 10 Maschen anschlagen, dann im Wechsel mit Nadelstärke 10 Leinengarn (doppelt genommen) , Coburger Fuchsschaf und Merinowolle , rechte Maschen und Reihen mit Fallmaschen wechseln sich ab. Fallmaschen : 1 MA rechts 1 Umschlag, 1 MA rechts. in der nächsten Reihe alle Maschen rechts und dabei die Umschläge fallen lassen.
 

Der Schal ist 150 cm x 17 cm lang und wiegt gerade mal 37 gramm. Leicht, warm und weich, ideal als "Männer-Schal- Geschenk" ;-). Euch einen guten Herbsttag