Hier eine Auswahl meiner Reiseerlebnisse. Wenn ich unterwegs bin halte ich auch meist Ausschau nach einem textilen Museum und/ oder interessiere mich für die Kultur des Landes. Ausserdem auch eine Auflistung für mich, damit ich mich erinnere, was ich auf welcher Reise gestrickt habe.
Die Größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt - sieh sie dir an. - Kurt Tucholsky
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1980: Wollmarkt in Marokko: Anderer Länder andere Sitten ----> Hier (klick)
2011: Thailand: Textile Impressionen aus Thailand----> HIER (klick)
Noch rechtzeitig fertig, für die grüne Woche wurde mein Fair Isle Stirnband Blume. Das Muster...
könnt ihr ---> Hier in der Verena 2016 kostenfrei herunterladen. Nachtrag: Dank Frauke bekam ich einen Hinweis, dass der link auf eine SPAM Seite führt. Schade im Dezember ging die Seite noch. So ist die Anleitung also in dem Heft, falls ihr das irgendwo habt oder bekommt.
Das Muster ist auf der Titelseite und wurde dort in der Zeitung für einen ganzen Pullover verstrickt, was für eine Geduldsarbeit, aber wunderschön! Diese Farbgestaltung gehört zu meiner Lieblings- Farbkomposition und die Wolle stammt von: (unbezahlte Werbung)
Zwartbles (klick) braun von der Rohwollkampagne von Katrin Sonnemann Regionale Merinofleischschafwolle, die feinste Wolle Deutschlands 21-23 micron (klick) mit Seide gemischt und Krapp aus meinem Färbegarten gefärbt, danke an Katja Regionale Milchschafwolle (klick) mit Robinienspänen und Tagetes gefärbt und Border Leicester Wolle (klick) von der Nutztierarche Stocksee mit
Apfelbaumrindegefärbt.
Hier meine Anleitung für mein Stirnband Blume doppelt gestrickt.
Bei einem Kopfumfang von 57 cm. habe ich 86 Maschen angeschlagen und zuerst die Rückseite 1 re 1 li gestrickt, ja nachdem wie breit ihr das Stirnband haben wollt. Anschließend wird die Musterpartie verstrickt. Dafür zusätzlich Maschen aufnehmen. Ich nahm 5 MA zusätzlich auf, würde aber eher 8 MA nächstes Mal aufnehmen, da sich das Blumenmuster nach dem Waschen und dem Anpassen an meine Größe mit dem Dekokopf, leider
etwas in die Breite zog. Vermutlich durch das Fair Isle Muster,
das sich ja beim Stricken immer ein bisschen zusammenzieht. 1 Blumenmuster in der Höhe, das ergab 7cm. Doch läßt sich das Muster gut mit einfarbigem Garn einrahmen und damit die Breite varieren. Den Blumenrapport strickte ich insgesamt 4x. Dann zusammennähen, waschen fertig!
Nochmal ein bisschen nachgefärbt - wintergefärbtes Walnussschalen, Krapp und Zwiebelschalen
Und sonst noch? Ich hoffe ihr seid auch gut ins Neue Jahr gekommen.Wünsche euch allen für das Jahr 2020 viel Zeit und
Muße für euch und eure Herzensdinge. Ich bin diesmal ins Neue Jahr im See geschwommen. Das besondere Jahr, das mir bevorsteht, brauchte einen besonderen Start.
Gestartet ist das Jahr diesmal bei mir gleich mit 2 schönen Spinntreffen und vielen Anregungen. Viele Grüße an euch Alle, die ihr nicht kommen konnten. Die neuen Termine für die Spinngruppe Wolfsruh Donnerstags findet ihr ---> HIER. Die Termine für die Spinngruppe Zehdenicker Hofspinner sind immer am ersten Montag des Monats bei ---> Anne in ihrer Werkstatt. Neben Textilem bin ich sehr viel mit Schreiben beschäftigt. Beispielsweise gab es jetzt 2 Artikel in der Zeitung der Handspinngilde. Einer zum Schaftag, das hatte ich hier erwähnt, in Berlin und ein Artikel Textiles von meiner langen Reise nach Norwegen und Schweden...
...Berichte aus dem Vikingermuseum in Oslo und den textilen Funden in den Vikingerschiffen. Wir haben dort Freunde, mit einer Herde Spaelsau Schafen, frei in der Natur lebend, es war so traumhaft, wie in einer anderen Welt.
Dann gibt es noch einen Artikel zu der Ausstellung Frauen im Gefängnis. Mich interessierte besonders das Thema: Frauen im Spinnhaus dort in Kalmar in Schweden, vor den Ölandinseln. Frauen wurden verhaftet meist wegen Nichtigkeiten an den Haaren aufgehängt und mußten so lange spinnen bis das verordnete Garn fertig war. Gruselig die Ausstellung und noch viel gruseliger, dass es wahr ist, was die Frauen dort erleiden mußten. Wie wunderbar, dass es Menschen gibt, die das ausstellen und ans Tageslicht bringen und wunderbar, dass dieses Wissen verbreitet wird.
Schafe auf Öland
In diesem Zusammenhang danke ich der Textilkünstlerin Katla Hasterok für den Hinweis auf diese Ausstellung und die Übersetzung aus dem Schwedischen. Bei Katla könnt ihr ---> noch mehr zu der Ausstellung lesen. Sie hat u.a. ein Ausbildung bei Jude Hill gemacht und ihre Werke, die 2000 Stunden und mehr Arbeit beinhalten, auch schon auf Ausstellungen gezeigt. HIER zeigt sie etwas von ihrer Kunst, die in Wirklichkeit viel besser zur Wirkung kommt als auf dem PC. Das war bestimmt nicht meine letzte Schwedenzeit. Was Wolle und Textiles anbelangt, gibt es in Schweden sehr viel mehr Engagement und zu Bestaunen.
Genäht und bestickt von Katla Hasterok, danke!
Jetzt ab Freitag wieder: Die grüne Woche 2020! Sie dauert vom 16.1.-26.1. Ich bin schon am Donnerstag dort und baue den Stand in Halle 25 ( bei den Schafen) mit auf.
Entspannte Schafe auf der grünen Woche 2019
Es werden wieder viele Schafrassen vor Ort sein und zum Spinnen, diesmal eine sehr große Truppe. Hier der Bericht vom letzten Jahr. Dieses Jahr wurde ich gebeten Vorträge zu Wolle dort zu halten. Weiß jemand von euch schon, ob er mal vorbeitschaut?
Auf besonderen Wunsch meiner Blogleserinnen, hier also der 1. Bericht zu meiner Reise: Auf den Spuren der Seide in Thailand und Kambodscha.
Über die sehr anregende und berührende "360" - Geo Reportage, " Die Seele der Seide", die von der vom jahrelangen Bürgerkrieg zerstörten und wiederbelebten Seidenweberkultur in Kambodscha berichtet, erfuhr ich von der besonderen Geschichte der Seidenverarbeitung in Kambodscha.
Diese Seidenproduktionsstätten in Asien selbst einmal zu besuchen, reizte mich sehr und so begab ich mich vor 1 Jahr auf eine Reise durch Kambodscha. Zunächst landete ich in Bangkok.
Von einer meiner vorherigen Asienreisen waren mir Bangkok und Thailand schon etwas bekannt. Darüber habe ich hier schon unter Textile Impressionen aus Thailand berichtet. Doch konnte ich damals direkt nach der großen Flut Katastrophe nicht alles besuchen. So war ich damals z.B. in der Anantasamakhom Thronhalle, die ich jedem textil Interessierten, der mal in Bangkok ist, nur ans Herz legen kann.Das beeindruckenste Webstück was ich dort gesehen habe, ist ein Wandteppich in den hunderte dieser grünen Käferflügel eingearbeitet sind, so dass der ganze Teppich glänzt und leuchtet. Die Käferflügel werden erst verwendet, wenn die Käfer tot sind. Es gibt sehr viele Kusntwerke traditioneller Seidenarbeit dort zu besichtigen.
Leider konnte ich vor ein paar Jahren nicht in das Jim Thompsons Haus. Das habe ich letztes Jahr nachgeholt und wenn man Zeit hat, sollte man sich das auch nicht entgehen
lassen. Jim Thompson war ein US- amerikanischer Unternehmer (geboren 1906 und mysteriös verschwunden 1976), der wesentlich dazu beitrug die Seiden und
Textilindustrie in Thailand zu revolutionieren. Bei einer Führung wird man durch das ehemalige Wohnhaus geführt und erfährt dabei über die Geschichte der Seidenindustrie in Thailand.
Immer wieder schön sind die Märkte in Thailand. Hier z.B. Textilien aus Hanffasern.
Weiter ging es dann nach Phnom Phen der Hauptstadt von Kambodscha. Die Stadt war unheimlich voll, da gerade das Wasserfestival am Flussufer des Tonle Sap stattfand. Das traditionelle Wasserfest Bonn Om Toeuk, fällt auf den Tag des Vollmondes und das ist auch genau der Tag, an dem der Tonle Sap seine Fließrichtung ändert. Der Tonle Sap ist nämlich ein
einzigartiger Fluss und einer der ganz wenigen auf der Welt, welcher
seine Fließrichtung zweimal im Jahr ändert. So fließt er zunächst vom
Tonle Sap in den Mekong und dann anders herum. Für die Menschen
bedeutete dies, dass früher einfach Waren Fluss auf und ab transportiert
werden konnten. Auch heute noch ist das Water Festival ein beliebtes
Fest und wird mit Glück für die Bewohner Phnom Penhs in Verbindung
gebracht. Auch Nachts waren die Menschen, die aus dem ganzen Land angereist waren, unterwegs. Überall wurde gefeiert, gegessen und getanzt.
Nach dem Besichtigen einiger Sehenswürdigkeiten, wollte ich auf jeden Fall noch die Seideninsel besuchen. Das Silk Island ist als kleiner
Touristenpark angelegt, der auf der kleinen Insel Koh Okhna Tey eine der Mekong
Inseln, liegt. Wohl jeder Tuk Tuk Fahrer in Phnom Penh kennt die Silk Island und
fährt einen gerne hin, da dies ein gutes Tagesgeschäft für den Fahrer ist, der
damit seine Familie ernähren muss.
Wir haben nach einem Aushandlungsprozess für
die Hin- und Rückfahrt 20 US-Dollar bezahlt. Erst fanden wir das sehr teuer für
Kambodscha, doch als wir mitbekamen, wie teuer hier das Benzin ist und auch die
Fähre, die uns dann über den Mekong brachte, staunten wir eher, wie wenig für
den Fahrer als Verdienst übrigblieb, im Vergleich zur der Zeit, die er uns zur
Verfügung gestellt hatte. Insgesamt waren wir 4 Stunden unterwegs, jeweils 1
Stunde hin und 1 Stunde zurück zur Insel und 2 Stunden im Seidendorf unterwegs.
Normalerweise ist November/ Dezember in Asien die kühlste Jahreszeit für uns
Europäer, mit 25-28 Grad, doch 2017 war es besonders heiß, auch ungewöhnlich
für die Kambodschaner um diese Zeit so 28-32 Grad. So empfahl es sich besonders
früh zu dem Seidendorf unterwegs zu sein, sodass wir gegen 11.30 Uhr wieder in
Phnom Penh zurück waren.
Auf der Hinfahrt ging es zunächst
eine Weile in Phnom Penh am Mekong entlang, dann setzten wir mit dem Tuk Tuk und
dem Fahrer mit einer Fähre über den Mekong auf die Insel und anschließend fuhr
man noch eine Weile durch eine herrliche Landschaft mit Feldern, Bananenplantagen und
landwirtschaftlicher Produktion, bevor man in das Seidendorf kam. Der Eintritt
in das Seidendorf kostete nur 1 US Dollar pro Person. Es gab eine Führung in
Englisch, die einem die gesamten Schritte der Seidenverarbeitung vom Kokon zum
fertigen Schal oder Stoff vorführte. Um einen Seidenfaden zu spinnen nahmen die
Frauen dort, die Fäden von 20 Kokons auf und führten es uns auch vor und ließen
uns probieren wie es geht, diese Kokonfäden zu einem Faden zu spinnen.
Auf einfachen Arbeitsinstrumenten entstehen die fantastischsten Seidenstoffe einfach faszinierend!
Unter Dächern im Freien standen in
diesem Dorf 20 große Webstühle, auf denen die Frauen kostbare Seidenstoffe
webten.
Die Webstühle haben im Durchschnitt so 40 Schäfte, mit 4000 Fäden. Die
Frauen benötigen 1 Monat um eine neue Kette auf den Webstuhl zu ziehen und um 1
Meter dieses feinen Seidenstoffs zu weben, brauchen sie 2 Tage.
Auf der Insel gab es auch die
Hütten zu sehen, in denen die Seidenraupen, deren Kokons zur Seidengewinnung hier
verwendet werden, gezüchtet wurden. In Kambodscha sind die Kokons von Natur aus
gelb und in China Weiß wurde uns erklärt.
Vorgeführt wurde die Garnproduktion
von den Kokons über das Garn bis hin zu der Weberei. Angeschlossen an die
Produktionsstätte war ein kleiner Laden, in dem man die Kostbarkeiten kaufen konnte.
Die Frauen wohnen, arbeiten und leben hier mit ihren Kindern. An den
Wochenenden sind die Insel und das Seidendorf mit seiner schönen Lage am Mekong
Fluss ein Ausflugsziel für kambodschanische Familien.
Von Phom Phen ging die Reise mit dem Bus erst in den südlichsten Teil und an die Küste von Kambodscha und von dort dann wieder in den Norden. Dazu gehts dann im nächsten Beitrag weiter.
Nächstes Wochenende ist ja schon der 1. Advent. Da sitze ich auf dem Kamelhof in Nassenheide und spinne Kamelwolle mit Sariseide. Vielleicht sehen wir uns dort!
Nun kommt unbeauftragte Werbung:
An allen Adventswochenenden Samstag und Sonntag 14 - 18 Uhr
Auf dem Kamelhof in Nassenheide, Am Dorfanger 12
Kleiner stiller Markt * Kunsthandwerk * Geschenke * Schätze
Friedliche Kamele in der Scheune * Feuer * Essen * Trinken