Montag, 19. September 2011

Strickjacke aus handgesponnener Wolle vom gescheckten Ostfriesischen Milchschaf...

 ...wurde jetzt fertig , ihr seht, ich wage mich Stück für Stück wieder an größere Strickstücke....

Strickjacke aus Wolle vom ostfriesischen Milchschaf

Beim Stricken hatte ich das Gefühl dass das Stricken mit meiner absoluten Lieblingswolle aufgrund des hohen Fettgehaltes, (die Wolle hatte ich nur 1x mit reinem Wasser gewaschen) auch noch heilsam ist, also eine echte Heil- Strickweste für die kommenden Jahreszeit. Über Heilwolle hatte ich ja hier schon ausgiebig geschrieben.

Ostfriesisches Milchschaf kardiert

Das Schnittmuster habe ich von einer alten Strickjacke, die mir sehr gut passt auf Papier übertragen und dann mit auflegen nach Mass gestrickt.  Das einzige Problem das ich jetzt  noch mit der Jacke habe ist der Reissverschluss, den ich schon 2 x mit der Nähmaschine eingenäht hatte, der dann jedes Mal Wellen schlug und mich nun gänzlich ratlos macht, wie ich ihn richtig und wellenlos einnähen kann.

Reißverschluss probegelegt
 Ich weiss dass es wellenlos geht, da ich vor Jahren in eine gestrickte Weste einen Reissverschluss einnähte...bitte gebt mir mal einen Tip oder link..im Netz habe ich dazu nichts gefunden, wie das gelingen kann und was ich beachten muss.


Reißverschluß probegelegt

 1 kilo dieser herrlichen handgesponenen Wolle ....
 
Ostfriesisches Milchschaf handgesponnen

..ging an die Besitzerin dieses herrlichen Milchschafs Michael...

"Michi" ostfriesisches Milchschaf
...für ihre großzügige Wollspende...
"Michi"
Die Wolle hat eine Lauflänge von 57 Metern / 100 gramm. 

Ostfriesisches Milchschaf handgesponnen

Über das ostfriesische Milchschaf gibt es viel zu lesen, da heisst es z.B. : Das Ostfriesiche Milchschaf stammt, wie bereits sein Name vermuten lässt, ursprünglich aus Ostfriesland. Es ist außerordentlich anpassungsfähig und widerstandsfähig und konnte somit von dort aus seinen Siegeszug auch ins Binnenland, sogar bis in die Schweiz und Österreich antreten.

handgesponnen

 Weiter heisst es hier : Es ist ein kräftiges und großrahmiges, widerstandsfähiges und anpassungsfähiges Schaf, frühreif und frohwüchsig, mit hoher Fruchtbarkeit, guter Milch- und Wollleistung sowie einer guten Fleischleistung.

Wikipedia schreibt dazu: Das Ostfriesische Milchschaf ist ein sehr anpassungsfähiges in Ostfriesland gezüchtetes Schaf, das durch seine vielseitigen Nutzungseigenschaften gerade für kleine Höfe geeignet ist. In größeren Beständen ist es eher selten. Es ist fast die einzige rentable Art in der deutschen Milchschafhaltung und hat sich inzwischen auch im deutschen Binnenland bewährt. Die Muttertiere bringen gewöhnlich schon im Alter von einem Jahr die ersten Lämmer zur Welt. Es zeichnet sich besonders durch seine Frühreife und hohe Fruchtbarkeit aus, Einzelgeburten sind selten.

Zur Wolle: Das ostfriesische Milchschaf liefert jährlich durchschnittlich 6 Kilogramm weiße, lange, kräftige Wolle, die im Netz so beschrieben wird: einfarbig weiss, wobei diese hier eben 2 farbig ist, lang und abgewachsen, mittelfein bis grob, sehr locker, hoher Reinwollgehalt, ausgeglichen und dichte Crossbreedwolle, mit einem Durchmesser von 32-38 µ Feinheit und einer Stapellänge von 15-20 cm. Zum Spinnen ist zu lesen:  sehr gut, auch als Rohwolle, vielfältig als Strickwolle verwendbar. Zum Filzen ist sie nur befriedigend bis gut geeignet und  braucht recht lange.

Crossbreed:  (engl.)  = Kreuzung Schafrasse aus Kreuzungen von Merino- und Cheviot-Schafen. Diese liefert die am meisten verarbeitete Wollsorte für den Bereich der Heimtextilien. Die Wollfeinheit beträgt ca. 24-30 , die Faserlänge liegt zwischen 120-150 mm. Bei einer normalen Kräuselung liefert die Crossbredwolle normale bis strapazierfähige Artikel.

Ein Glück habe ich noch 2 große Körbe voll von dieser herrlichen Wolle. Ich denke ihr könnt es zwischen den Zeilen lesen, dass ich ein absoluter Natur- Wolle Fan bin ;-)  Und jetzt bin ich total gespannt und hoffe auf Tips für meinen Reissverschluss- Notruf. 

Ich wünsche euch einen guten Wochenstart !

@Wiebke: wie du im nächsten Blogbeitrag lesen und sehen kannst, habe ich deine Anleitung genau befolgt. Der Weg zum Erfolg war etwas steinig. Das lag nicht an deiner wunderbaren Beschreibung, sondern an dem dicken Wollstoff, Unterfäden die zwischendurch  gerissen sind, Finger die ausprobieren mußten, ob die Nadel auch dadurch geht...aber schließlich und endlich...war es von Erfolg gekrönt. herzlichen Dank für deinen Tip. Viele Grüße Anke 

Kommentare:

  1. Leider kann ich dir was den Reißverschluß anbelangt auch keinen guten Tipp geben,aber deine Weste gefällt mir sehr gut. Ich mag diese melierten Wollen sehr gerne.
    lg Sabine

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  2. Die Weste schaut ja toll aus! Wegen dem Reißverschluss kann ich dir leider auch nichts sagen. Das tät mich auch interessieren.
    lg Elke

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  3. nähe erst einen geradstich ohne reißverschluß, oberfaden mit weniger spannung und ziehe dann den unterfaden etwa 5cm fester, so bekommst du minikräuselung...
    man nennt es einhalten,
    wenn du nun den reißverschluß drauflegst, dehnt sich der elastische wollstoff nicht so zu wellen aus.. so mache ich es..
    gruß wiebke

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  4. Wunderschön - genau Meins. Die Wolle und auch Michael.
    LG Elke

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  5. Eine Schaaaafjacke! :) Die ist bestimmt wundervoll warm!! Und sieht gut aus!

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  6. Wunderschöne Jacke, gespendet hat eigentlich das Schaf.:)

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Herzlichen Dank für deinen Kommentar.