Sonntag, 14. Januar 2024

Über mich - Wer ist WolleNaturFarben?

Hallo, ich bin Anke! Schön, dass Du Dich auf meinem privaten Blog umschaust! Es ist mal wieder Zeit für eine Aktualisierung jetzt 2024. Da das Motto dieses Jahr Reduktion bei mir ist, habe ich auch meine Wolle Homepage gekündigt und werde alles hier auf dem Blog schreiben. Wer ist WolleNaturFarben ? 
 
  
-->  Als Handspinnerin seit Jugendzeiten, interessiert mich alles rund ums Handspinnen, Verarbeiten und Färben der Garne. Als Psychologin interessiere ich mich seit über 25 Jahren in meiner Arbeit für das Erleben und Handeln der Menschen. ---> HIER (klick) Beides verbinde ich in meinem Blog und in meinen Kursen. Ich bin auch unter meinem Künstlernamen, Autorin des Buches "Spinnen tut der Seele gut".
 

 
 Ich habe 2 Kinder, 2 Enkelkinder und bin seit Juni 2022 plötzlich verwitwet nach 36 gemeinsamen glücklichen Jahren. Daher habe ich auch meine private psychologische Praxis geschlossen und arbeite dort sehr reduziert in einer Familienberatungsstelle, als Psychologin, Systemische Kurzzeittherapeutin, Traumatherapeutin, Burnoutcoach, Dozentin und Autorin von Fachartikeln. Ich lebe 70 km nördlich von Berlin in dem schönen Ruppiner Land - im Land Brandenburg- meiner Wahlheimat. Das Leben in einem Mehrgenerationenhaus mit großem Garten, ist für mich die optimale Lebensform. Ich fotografiere und zeichne gerne. Als Kursleiterin gab ich einige Kurse zum Färben mit Pflanzenfarben, Eco Print, Handspinnen und Spinnen tut der Seele gut. 
 

Besonders interessiert mich auch die nachhaltige und ökologische Nutzung und Wiederherstellung von Rohstoffen im textilen Bereich. Ich bin ein Rohwollfan und hole mir meine Spinnfasern, wenn möglich direkt hier vor Ort; Den Wert von Wolle, v.a. auch regionaler Wolle, möchte ich immer wieder stärker ins Bewußtsein bringen und auch anregen regionale Wolle zu verarbeiten und damit auch die Schafhalter und Schäfer vor Ort zu unterstützen. --> BrandenburgerWolle. ---> HIER (klick) Ich freue mich über Anregungen und Austausch zu diesen Themen!
 
 

Meine textilen Techniken und Fertigkeiten


Techniken und Fertigkeiten

Seit wann
Ausbildungen/ Kurse/ Lehrerinnen
Stricken, Sticken, Häkeln

Grundschulzeit
Lehrerin, Mutter, Omas
Nähen
Grundschulzeit
2017
Mutter, Omas und autodidaktisch

Kunsthäkeln, Sticken
Jugendzeit- 1977
Autodidaktisch

Spinnen
1977
2017
Autodidaktisch
Kurs Zwirnen mit dem Spinnrad  Barbara Aufenanger (Mitbegründerin der Handspinngilde)

Weben
1977
1986- 1995
autodidaktisch
Weberin Wera Letzas Amankonah

Färben mit Pflanzenfarben
1986
 2012

 2013

2017
autodidaktisch und bei
Kurs:  Färben von pflanzlichen Fasern mit Pflanzenfarben bei Ulrike Bogdan
Kurs: Drucken und Malen mit Naturfarben: Katazome, Shibori, Aussparungen, Stempel, Siebdruck bei Ulrike Bogdan
Filzen

1995
2009
2012



2013
2014
2016
Reservierungsfärben auf Kleinfilz bei Jana Muchalski
Filzen mit Carola
 Oberflächen filzen bei Jana Muchalski
Embellisher
2011
Färben mit Pilzen
2011
- autodidaktisch mit dem Buch der Pilzfärberin Karin Tegeler

Malen mit Wolle
2017
Petra Voß 


1 Semester Studium der Textiltechnik an der Fachhochschule Coburg 1982/1983
6 Wochen Praktikum in einer Spinnerei Weberei. 1982
 

Eigene Kursleitung +Workshops,  Färben mit Pflanzenfarben, Eco Print,
Handspinnen seit 2012

Ehrenamtliches Textilprojekt mit Kindern  im Kiezpunkt  Projekt   2017  --> HIER (klick)
Seminar: Anleitung zur Selbstfürsorge. Spinnen tut der Seele gut    ---> HIER (klick)
 
Als WolleNaturFarben war ich auch in der Presse 

2012: Handspinnen für Frauen in Darfur
2013: Handgemachtes beim Spinntag in Kreuzbruch
2014: Im Rausch der Farben in der Märkischen Allgemeinen
2014: Feuerwerk der Farben
2016: Spendenprojekt: Handspinnen mit traumatisierten Frauen und ihren Familien
2017: Kiezpunkt startet neu durch 

Vereine, Spinntreffen - sonstiges: 

von 2007 - 2023 war ich Mitglied in der Handspinngilde
Regelmäßige Teilnahme an den Spinngruppen Liebenwalde und Wolfsruh
Regelmäßige Teilnahme am Internationalen Spinntag in Kreuzbruch
2015: Mitgemacht bei Wolle gegen Waffen ( Einstricken eines Panzers)--> HIER (klick)

Textile Veröffentlichungen:

2008: Friederich II. und das Spinnerdorf Sachsenhausen. Mitgliederzeitung Handspinngilde. 17. S.15
2009: Spinnen tut der Seele gut. Mitgliederzeitschrift Handspinngilde. 8 S.10-17
2017: Deckenprojekt von 21 verschiedenen Schafrassen und wie es dazu kam. Mitgliederzeitung der Handspinngilde Ausgabe 24. S. 18-20
2017: Kamelwolle. Mitgliederzeitschrift der Handspinngilde. Ausgabe 25 
2018: Spinnen in Kambodscha:  Mitgliederzeitschrift der Handspinngilde
2019: Spinnen, draußen, auf Reisen oder beim Waldbaden. Mitgliederzeitschrift der Handspinngilde


Meine Spinnräder:

1977: Louet S10 mit Haspel
2008: Sonata von Kromski
2016: Sächsisches Spinnrad. hier (klick)
2017: Merino Spinnräder für Kurse
2017: Country Spinner von Ashford
diverse Handspindeln 




-Auszug aus dem Interview in der Handspinngildenzeitung Heft 8/2009-

 Frage: Wie bist du eigentlich zum Spinnen gekommen ?

Los ging das in meiner Jugendzeit, (so 1977). Ich war in Norddeutschland zu Besuch bei einer Frau, die auch Flachs anbaute, mich auf ihrem Feld herumführte, wo gerade der Flachs zum Verrotten lag und mir, vom Samen des Lein bis zum fertigen Leinen alles erklärte. Das meiste in ihrem Bauernhaus war selbstgefertigt, Kleidung, Vorhänge und Teppiche. Ich war fasziniert. Wieder zu Hause, kam ein Päckchen mit ein Paar Handkarden und ein netter Brief von ihr, mit den besten Wünschen für meine textile „Karriere“ und so begann das alles... Dann bekam ich Heidschnuckenwolle geschenkt...und dann ein 1. Spinnrad, das jedoch ein Flop war, da es mehr zur Dekoration, als zum Spinnen geeignet war. Da erging es mir so, als wenn man sich heutzutage ein Spinnrad im Internet ersteigern will und keine Ahnung davon hat. ....Dann bekam ich ein neues Louet  S10 und probierte so lange bis ein passabler Faden entstand. Ich bekam dann öfter Wolle geschenkt z.B. Heidschnucke, die ich auf Fahrradfelgen als Webrahmen und auf Rahmen von Weidenruten zu ersten Wandbehängen verwebte. Dann kam der erste Wehrahmen von Traub damals. Wolle und Spinnen all das Begeisterte mich, ließ mich kreativ sein.

oben links: mein erstes Spinnrad 1977, mein erster Webrahmen 1980; rechts Wandbehänge aus Heidschnuckenwolle und Weidenruten 1980; unten links mein altes Louet und mein Reise - Spinnrad Sonata von Kromski
Meine textilen und kreativen Wurzeln:

Meine Textilen Wurzeln meine Uromas 
 
Meine beiden Omas waren auch beide textil aktiv, meine Mutter ist es immer noch. Eine Oma strickte und versorgte die Familie damit, die andere malte und nähte ihre gesamte Garderobe mit der Hand!

Bilder von Oma Z.
 
Gewebt habe ich 30 Jahre. Über die Zeit hatten sich dann 4 große Webstühle bei mir angesammelt ;-).
Da gab es zunächst den Webstul Malmö: 4 Schäfte 6 Tritte Kontermarsch. Auf ihm webte ich jede Menge Plaids, Schals, Teppiche u.a..  Dann mußte "natürlich" noch ein Webstuhl her, damit ich auch kleine Teile parallel weben konnte, also ergatterte ich gebraucht den Webstuhl von Louet W70 mit 4 Schäften. Auf ihm webte ich Schals, Kissenhüllen und Anderes. Nun konnte ich ja an diesen Webstühlen keinen Bildteppich weben, also zog noch der Hochwebstuhl  bei mir ein, an ihm entstanden schöne Tür- und Wandbehänge. Dann zog noch ein alter Webstuhl mit Schnellschuss 8 Schäften und  8 Tritten bei ein. Darauf entstanden u.a. wunderbare Geschirrtücher und Stoffe. Nun war das eben unterwegs so ohne Weben nichts und so mußte natürlich noch ein Gurtwebgerät her.  Mittlerweile reichte auch meine Wollwerkstatt nicht mehr aus und so stand der Hochwebstuhl im Wohnzimmer. Ich webte mit handgesponnener pflanzengefärbter Wolle, Kelims (eigenes Design),  Türbespannungen im Saoriwebstil und Bilder.
 
Meine Webstühle von 1980- 2010
 
Vielleicht kennt die eine oder andere solche Expansionsgeschichten ! Hier habe ich mal im Workshop Weben  einiges beschrieben. Ja und dann nach 30 Jahren Weben, wobei ich alles webte, von Decken, über Plaids und Teppichen bis zu Kleidungsstücken, und ich so merkte, dass ich alles so durch hatte, was mal so mein Traum zu weben war, reizte mich mal was Neues.

So fing ich mit Malen, als erstes einen Aktmalkurs bei Uwe Müller Fabian, sehr empfehlenswert und 2008 fing ich auch wieder verstärkt mit Filzen an, sodass die Webstühle immer länger unbenutzt standen. Dann gab es eine Entscheidung: Jedem Anfang wohnt ein Zauber innen und ich verkaufte alle Webstühle. Inzwischen sind alle Webstühle in sehr gute Hände gelangt. Und da ist ja noch das Problem mit den 24 Stunden ;-).

Kokongefäß aus Leineschafwolle gefilzt und bestickt
 
Dann hatte mich auch wieder mehr das Filzen in seinen Bann gezogen. Inzwischen sind wieder kleine Webteile bei mir eingezogen, wie z.b. auch ein mobiles Webgerät mit dem ich auch in der Natur weben kann. siehe ----> HIER (klick).

Meine Werkstätten:

1. Meine Draussen Werkstatt und Färbküche, die ich 2017 komplett renovierte seht ihr hier ( klick)
 
 
Meine Färbeküche von Aussen
 
  2. Mein Drinnen-Atelier- Werkstatt ist umgezogen und ich räume ich gerade um - Fotos später. Das letzte Bild sah so aus :-)

 

Neben meinem schönen Beruf Spielraum zum Gestalten, für Kreatives und zur  Gesundheitspflege zu haben, das ist für mich ein Stück Lebensqualität, entsprechend meinem Motto für die Psychohygiene: " Wenn ich an mich denke, ist auch an andere gedacht "! Zudem hift mir Textiles auch beim TrauerLeben daher auch dieses Label dazu: ----> HIER (klick). 
 
Hier im Blog geniesse ich es mit euch kreativen Menschen im Austausch zu sein, anzuregen und mich anregen zu lassen und gegenseitig textiles u.a. Wissen auszutauschen. Ich danke euch für Kommentare und Anregungen. Da ich den Post ja aktualisiert habe, sind die alten Kommentare auch noch drin. Schreiben könnt ihr mir unter : wollenaturfarbenatwebpunktde. Aber bitte keine beruflichen Anliegen. Danke

Herzlich Eure Anke

Donnerstag, 11. Januar 2024

Poncho aus handgewebtem Schal

Aus meinem handgewebten Lieblingsschal (klick) wurde jetzt ein Poncho. So kann ich ihn öfter tragen...

 

... auch drinnen, wenn es mir an den Schultern mal kalt ist und auch draussen über Jacken und Mäntel. Der Schnitt ist ganz einfach, ihr kennt ihn vermutlich. Hier ist zu sehen, wie man aus Schals Ponchos machen kann, bzw. man kann auch einfach einzelne Stücke stricken und sie dann zusammennähen. Auch Reste lassen sich so gut verarbeiten. 

 

Dazu wurde aus einem Schal, bei dem ich die handgesponnene Wolle mit Indigo gefärbt hatte und dann mit Fallmaschen verstrickt ein Cowl. Einfach zusammengenäht und noch ein bisschen nachgesponnen und gestrickt. 

Das ist immer das schöne bei selbstgemachten Sachen. Wenn Wolle fehlt kann sie nachgesponnen werden. Dieses Jahr ist ein Jahr unter dem Motto Reduktion (auf das Wesentliche). Dazu gehört auch, dass ich Dinge die ich wenig oder garnicht trage entweder so verändere, dass ich sie trage oder ich verschenke sie. Wie ist das bei euch mit der Menge an Selbstgemachter Kleidung? Tragt ihr alle eure selbstgemachten Teile?

Donnerstag, 4. Januar 2024

Westen mit Pferdemotiv für die Enkelkinder gestrickt

Sooo gerne spinne, stricke, färbe ich für meine Enkelkinder. Jetzt wollte das kleine Enkelkind die ...

 

...gleiche Weste wie der Bruder. So ist das wenn die Kleinen sprechen lernen :-).  Entstanden sind die Westen jeweils aus 250gramm Bergschaf und Pommernschaf, gesponnen und verzwirnt auf meinem Kromski Sonata. Gestrickt wurde mit 3,5 Nadelstärke. Die Knöpfe sind aus Kirschholz und Eschenholz. Beide Westen haben Taschen für Enkelkinderfundstücke ;-) Eigenes Design.


Die ersten Westen waren ähnlich nur ohne Pferdemuster. Das Pferdemuster habe ich von---> HIER (klick) von dem kostenfreien Strickmuster.

Im Sommer zeige ich meinen Enkelkindern die Schafe von denen die Wolle kommt und sie sehen mir beim Färben der Wolle zu. Sie dürfen dann am Kardiergerät die Wolle für ihre Kleidungsstücke selbst kardieren und die Farbe und das Motiv aussuchen. Dann schauen sie mir zu, wie ich die Wolle verspinne (sie dürfen auch selbst mal probieren) und wie ich die Kleidungsstücke stricke. 

So war das bei meinen Omas und so gebe ich das auch weiter. Kennt ihr dieses tiefe Glücksgefühl, altes Wissen weiterzuvermitteln? 

 

An der linken Seite habe ich 2 neue Labels eingefügt, "Spinnen, Stricken, Nähen für Enkelkinder", damit man die einzelnen Beiträge besser finden kann und noch ein Label zum Leben mit Trauer. 

Eine meiner Jahresabschlussfragen bei meinem Jahresabschlussritual war: Mal angenommen meine Ressourcen wären begrenzt, wofür würde ich sie auf jeden Fall einsetzen? Da ich ja beruflich für die psychische Weiterentwicklung und Heilung von Menschen arbeite, setze ich meine Energie privat für meine Selbstfürsorge und meine Enkelkinder und die Familie ein. 

Für was setzt ihr eure primäre Energie ein? Mal angenommen sie wäre begrenzt, worauf würdet ihr euch konzentieren?

Donnerstag, 21. Dezember 2023

Weihnachten, Trauer, Selbstfürsorge, dann noch die Rauhnächte wie geht das Alles ?

Erstmal Danke für eure vielen Rückmeldungen und Gedanken. Das motiviert mich auch weiterzuschreiben, wenn ich das Gefühl habe, dasss es euch hilfreich ist, was ich schreibe. 

Genau gestern vor 2 Jahren wurde bei einem unserer Vormittagsspaziergänge von einem auf den anderen Moment mein Leben ja ein anderes. Genau 4 Tage vor Weihnachten.

So wie jetzt gerade, war es kurz vor Weihnachten. Die Geschenke waren bereits eingepackt in schöne Tücher mit Motiven aus meinen Eco Prints ( klick)

Alles freute sich auf diese besondere Zeit. Das erste Weihnachtsfest 2021 war ich im Nebel- Schock, wußte nicht ob mein Thomas auf Intensiv das überleben würde. Wegen Corona durfte ich nicht zu ihm. Ablenkung gab es über die Familie. Das zweite Weihnachtsfest 2022, da lag dann das Begräbnis auf einem Friedwald unter einer Rotbuche hinter mir. Die Rede im Wald hatte ich selbst geschrieben und gehalten. Es gab selbstgemachte Gitarrenmusik und Gesang, die Familie, Kollegen und Freunde waren da. 

Und nun ist wieder Weihnachten. 2023 Das dritte Weihnachten ohne ihn. Das Fest der Familie. Was hat mir geholfen diese schwierige Zeit durchzustehen und immer noch Trauer auszuleben. Mit gefällt der Ausdruck Trauerbewältigung nicht so, ich spreche lieber von "Mit Trauer Leben" oder "Trauer ausleben". 

Also was hat mir geholfen und was hat mir an Weihnachten schon geholfen und wird hoffentlich wieder helfen: Mal geht das eine und mal das Andere!  Alles kann nichts Muss! SELBSTFÜRSORGE stand und steht immer noch an erster Stelle! Jedem hilft etwas anderes, aber mir hat es manchmal geholfen angeregt zu werden, vielleicht euch ja auch? Daher hier für euch eine Auswahl meiner "Überlebensstrategien", die zwar den Schmerz nicht wegmachen, aber ihn manchmal eine Weile vergessen lassen.

1.Das Zugeständnis an mich selbst; dass alle Gefühle dürfen da sein dürfen und ich sie annehme und das Wissen und die Erfahrung dass Trauer in Wellen geht, nicht in festen Abfolgen von irgendwelchen Phasen

2, Ich darf auch an Weihnachten traurig sein, ich muss mich zu nichts zwingen! Auch nicht zu einem Weihnachtsmarkt was immer noch nicht geht oder zu Weihnachtsmusik, ausser selbstgesungenen Liedern mit den Enkelkindern.

3. Ich habe jetzt schon 2 x Weihnachten geschafft, ich werde es auch diesmal wieder schaffen. 

4. Ich darf mich zurückziehen wenn es mir nicht gut geht und alle wissen Bescheid. Ich darf Menschen bitten mich einfach mal in den Arm zu nehmen.

5. Ich erinnere mich an schöne Weihnachtszeiten und bin dankbar, dass ich sie hatte.

6. Ich versuche im Moment zu sein und zu spüren wie geht es mir und meinem Körper gerade geht und was ich da gerade brauche. 

Ein Bad, Duftlampe, Musik, Massage, Draussenzeit oder was auch immer. Öfter mal wieder meditiert und sich auf die Gegenwart konzentriert, mit Atmung und Gedanken, das half mir in den schlimmsten Momenten:  

Nicht an Vergangenheit und Zukunft denken, sondern, das wahrnehmen was gerade ist. Ich freute mich über liebe Gesten, liebe Worte, freue mich immer noch wenn andere sich über meine Geschenke freuen und erfreue mich an meinen Enkelkinder. Überhaupt helfen Kinder sehr im Moment zu bleiben. 

 7. Dankbarkeitsmomente geschaffen

Hier habe ich die Karten von lieben Menschen und Freundinnen, die an mich dachten und mir Trostkarten schickten alle an meine Badtür geklebt, das machte mir Mut und trug mich von Stunde zu Stunde, von Tag zu Tag. 


 Lachen ist auch wichtig:

 8. Verabredung mit meiner Trauer

Manchmal habe ich lange nicht geweint und dann hatte ich irgendwas, Kopfschmerzen, Nackenschmerzen etc. So habe ich mir einfach eigene Trauerrituale eingerichtet und mich mit der Trauer verabredet vor den Fotos von meinem Thomas und dort geweint. Über das Weinen und dessen wichtige Funktion habe ich ja im letzten Post schon geschrieben. HIER (klick) 

7. Natur

In dieser schweren Zeit und immer noch war ich sehr viel in der Natur unterwegs. Ich machte meine Weiterbildung zur Zertifizierten Naturmentorin bei Wildniswind HIER (klick) zu Ende und das gab meiner freien Zeit sehr viel Beschäftigung, Struktur und Ablenkung. Ausserdem habe ich eine Weiterbildung zu Waldbaden und Trauern bei Annette Bernjus gemacht. Das war wunderbar und sehr hilfreich.  --> HIER (klick)

8. Rituale

Ich habe mir selbst einige Rituale nach meinen Bedürfnissen erstellt. Da war es ganz gut, dass ich schon auch welche entwickelt hatte und die habe ich einfach weitergemacht untd noch einige dazu. Weitergemacht habe ich mein SeeRitual, also schwimmen im See egal welches Wetter, Morgenübungsritual mit Körperübungen, Dankbarkeitsrituale. Rituale sparen Energie und geben Sicherheit, da man sie einfach macht. Man kennt sie schon und das tut gut. Neu entwickelt habe ich einige Trauerrituale für mich, so das Ritual : "Verabredung mit meiner Trauer" oder mein "Trostbaumritual" und noch andere in der Natur. Wenn euch das interessiert, kann ich dazu gerne mehr schreiben. 

Rauhnächte sind auch zum Ritual für mich geworden, dazu habe ich hier schon mal was geschrieben:   "Träume und Spinnen in den Rauhnächten" HIER (klick). Jetzt schreibe ich mir die Träume auch wieder auf und zwischen den Jahren mache ich einen Jahresrückblick mit Bildern für mich. Auch gibt es einen speziellen Fragenkatalog, Fragen an mich selbst die ich mir jedes Jahr als Ritual zum Jahresende stelle und aufschreibe. Das könnt ihr auch machen, so seht ihr euren eigenen Fortschritt und eure Entwicklung. 

9. Schreiben

Das ist weiterhin auch mein Ritual, das war es schon vor dem Verlust, aber jetzt schreibe ich jeden Morgen auf was ich fühle, was der Stand der Dinge ist und was mir geholfen hat. So kann ich nachlesen, wo ich vor einem Jahr war und wie es mir jetzt geht. 

10. Kreatives und Textiles

Nachwievor hilft mir Kreativität und Textiles sehr beim Entspannen und Gedanken ablenken. Sei es Reparatur von Löchern in Kinderkleidung, meine Trostjacke aus dem letzten Beitrag entstand so HIER (klick) Spinnen von Kraftgarn. So hatte ich ja letztes Jahr aus Kraftgarn diesen Pullover aus handgesponnenem und pflanzengefärbtem Garn nach eigenem Design gestrickt. Genau wie meine Jacke aus Milchschafwolle, die ich  immer noch trage.  Nach der Anleitung zu Kraftgarn aus  meinem Buch S.106: Spinnen tut der Seele gut. 


 11. Lesen 

Sehr geholfen haben mir viele Bücher, die ich gelesen habe. Dadurch, dass ich fachlich ja schon Jahrzehnte in diesem Bereich auch arbeite und immer auch andere Kinder, Jugendliche und Erwachsene u.a. in der Trauer begleitet habe, siehe HIER (klick), habe ich eine große Anzahl an Fachbüchern u.a. auch zum Thema Trauern. Wenn ihr dazu mehr wissen wollt kann ich dazu gerne was schreiben.

12. Andere Menschen

Es gab und gibt immer noch eine Liste an lieben Menschen die ich anrufen kann. Ich habe eine Frauen- Gruppe die ich auf einer Trauerreise kennenlernte, die Ähnliches erlebt haben und in der man sich versteht, weil jede weiß von was man spricht. Auch dass die Trauer nicht nach einem oder 2 oder 3 Jahren einfach weg ist. In meinem Beruf ist das ja inzwischen pathologisch, finde ich sehr bedenklich wie sich das alles entwickelt. Auch mein Arbeitsteam hat mich großartig unterstützt. Eine Kollegin auch Traumatherapeutin so wie ich machte eine spezielle Übung, mit der Bildschirmtechnik --> HIER (klick) mit mir, gegen den Schock. Die wende ich auch an, aber bei mir selbst ist das ja schwierig. Also auch mein Rat an euch, wenn ihr merkt, dass der Verlust traumatisch war, ist es wichtig auch das Trauma zu verarbeiten, sonst wird die Trauer erschwert.

Dann natürlich meine Familie. Ich lebe ja inzwischen in einem Mehrgenerationenhaus, das ist das großartigeste was es gibt finde ich. Man läßt sich und resprektiert einander , jeder hat seinen Bereich und man kann sich jederzeit treffen und ist füreinander da bei Bedarf.  Dafür bin ich sehr dankbar, das ist ein großes Geschenk und Glück.In Trauerzeiten ist es besonders wichtig Menschen im Kontakt zu haben, von denen man sich verstanden fühlt. Einige Menschen habe ich nicht mehr im Kontakt seit dem Verlust, andere Freundschaften haben sich vertieft und neue liebe Menschen sind dazu gekommen. Entscheidet das mit eurem Bauchgefühl und dem Herzen welche Menschen euch gut tun und welche nicht. Das sollte man sowieso auch ohne Verlust machen.

13. Affirmationen

Das sind Versicherungen, Beteuerungen und steht für eine bejahende zustimmende Haltung. Als Glaubenssätze, im Ich - Modus formuliert haben sie mir geholfen und helfen mir immer noch.

Sie kleben an meinem Spiegel und an Türen und an Orten an denen sie mir gut tun und ich sie regelmäßig sehe, dadurch wirken sie auch. z.b. sind welche: Ich schaffe das! oder 7x hinfallen, 8x aufstehen oder Ich bin stark oder Stop, look, go, also kurz innehalten, sich umschauen, besinnen und dann weitermachen, das hilft in ganz vielen Fällen wieder ins hier und jetzt zu kommen. Und viele stärkende Zitate hängen bei mir sichtbar. 

13. Therapie

Zur Verarbeitung meiner Schuldgefühle und schlimmen Bilder von der ganzen Zeit und dem Unfall, habe ich mir eine Therapeutin, eine Kollegin gesucht. Sie hat mir schon sehr geholfen, dafür bin ich sehr dankbar. Schaut was ihr braucht. Sich Hilfe holen gehört zur Resilienz. (Widerstandsfähigkeit)

14. Filme schauen

Ich habe mir unzählige Dokumentationen über die Natur angesehen und auch Filme bei denen ich Lachen konnte, das ist auch wichtig! Trotz Alledem!

....Ich könnte jetzt hier ewig so weiterschreiben, doch ich mache mal einen Punkt hier.

Da viele ja inzwischen auch bei Instagramm sind, könnt ihr HIER (klick) auch WolleNaturFarben auf Instagramm sehen.

Bitte gebt mir mal eine Rückmeldung, ob ihr etwas zu den Trauerbüchern lesen wollt, die ich gelesen habe oder über noch mehr über Selbstfürsorge Rituale in der Trauer oder über Textiles in der Trauer. Ihr könnt auch gerne schreiben, was euch hilft oder geholfen hat, wenn ihr Trauergefühle habt.

 Ich wünsche euch liebe Menschen um euch herum, fühlt euch behütet und Alles Gute für diese Zeit in der das Licht jetzt zur Wintersonnenwende ab heute wieder mehr wird. Kommt gut ins Neue Jahr!


Freitag, 8. Dezember 2023

Textile Erinnerung - Trostjacke in Fair Isle

Es war einmal ein Paar die lebten viele Jahre glücklich zusammen. Ihre Kinder wuchsen heran, bekamen selber Kinder und die Frau war leidenschaftliche "Bestrickerin" ihrer Familie am liebsten mit selbstgesponnenen Garnen. So strickte sie für ihren Liebsten aus Islandwolle diese Strickjacke nach seinen Farbwünschen. 

 

Eines Tages nach 36 gemeinsamen glücklichen Jahren kippte ihr Liebster beim Spaziergang einfach neben ihr um. Der Rettungswagen kam und schnitt die schöne Jacke auf. Nach dem plötzlichen Tod des Mannes bekam die Frau die Sachen wieder mit der schönen Lieblingsstrickjacke ihres Mannes und packte sie weg. 

Ein Jahr lang konnte die Frau die Strickjacke nur ansehen und weinen. Nach 1,5 Jahren spürte sie soviel Dankbarkeit und Liebe, dass sie die Strickjacke mit in den Wald nahm, sich unter die Lieblingseiche ihres Mannes setzte und dort auf die Idee kam, daraus eine Trostjacke zu machen. 

 

Inzwischen waren leider durch die lange Zeit auch Motten Löcher entstanden...


Unter vielen Tränen nähte die Frau erst den Ärmel zu ...

 

. ..und bestickte dann alle Mottenlöcher mit Blumen und den genähten Ärmel mit einer Ranke und Blumen...

 

Von da an, trug Sie diese Jacke nun selbst als Erinnerungsstück und als Trost, immer voller Dankbarkeit und Liebe und die Jacke erinnerte sie immer an die lange glückliche gemeinsame Zeit. 

Habt ihr auch solche textilen Erinnerungsstücke? An Omas, Mütter oder an andere liebe Menschen? 

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Ihr gabt mir ja auch die Rückmeldung, dass euch das Thema Trauerbewältigung auch interessiert, Also..: 

  ...denkt immer wieder daran, Trauer braucht auch Zeit und Kraft und wenn alle um euch herum denken, jetzt ist ja schon ein Jahr vorbei....für uns Trauernde ist ein Jahr garnichts, jetzt geht erst die Schwerarbeit los. Die Kurzstrecke hat man irgendwie geschafft, aber jetzt kommt der Marathon...

 Denkt an eure Selbstfürsorge, versucht trotz allem täglich in die Natur zu gehen und abends am Feuer können textile oder andere kreative Aktivitäten helfen...

Ausserdem ist Weinen wichtig. Weinen zu unterdrücken produziert psychische und körperliche Folgen.
Weinen ist wichtig weil es: 

1. Den Stress reduziert. 

Tränen setzen das Hormon Adrenocorticotropin frei, das auch als Stresshormon bekannt ist. Ausserdem setzt Weinen natürlich Schmerzmittel wie Prolacton und Leucin-Enkephalin frei. Daher fühlst du dich in der Regel nach dem Weinen ruhiger.

2. Gesund für die Augen ist
3. Schmerzen reduziert
4. Psychosomatische Beschwerden lindern kann
5. Anderen Menschen zeigt, dass du noch trauerst
6. Weine solange du willst und so laut du es brauchst! 

  Macht es euch gemütlich, sooft es geht...

 

Habt noch eine schöne Adventszeit...

...vergesst die Vögel draussen nicht :-)

...und gebt mir bitte eine Rückmeldung, damit ich weiß ob hier überhaupt noch jemand liest, nach solanger Pause: Danke!