Montag, 18. März 2013

Deckenprojekt Schafwolle Teil 17 mit Wolle vom Walliser Schwarznasenschaf


Frisch fertig geworden, ist nun das 17. Teil für mein Deckenprojekt Schafwolle, diesmal mit Wolle vom Walliser Schwarznasenschaf. Wie der Name schon sagt stammen sie aus dem Kanton Wallis, im Südwesten der Schweiz und sind den dortigen Lebensbedingungen sehr gut angepasst.   


Bildquelle: Astrid Nutztierarche Stocksee

Die Grund- Färbung der Tiere ist weiß wie man sieht,die Nase ist bis zur Kopfmitte schwarz bis zu den schwarzumrandeten Augen. Die Beine sind schwarz und kurz gestiefelt. An den Sprunggelenkshöckern und Vorderknien sind schwarze Flecke. Die weiblichen Tiere haben zudem am Schwanzansatz noch einen schwarzen Fleck. Beide Geschlechter bilden gedrehte Hörner aus.


Die Wolle des Walliser Schwarznasenschafs befindet sich gleichmäßig am ganzen Körper, am Kopf und den Beinen. Der Bock liefert so ca. 3,5 -4,5 kg und die Aue (das weibliche Tier)  ca. 3-4 kg Wolle. Die mit Grannenhaaren durchsetzte Wolle ist eher rauh, lang und korkenzieher-artig bis zu 20 cm lang gelockt.

 

Der Feinheitsgrad der Wolle beträgt F4 - F 5; ( ca. 28,5- 32,5 Mikron ) Zur Messung von Wollfeinheiten könnt ihr hier was nachlesen. Die Stapellänge beträgt über 10 cm in 180 Tagen. Die Wolle wird sehr gerne für die Teppichherstellung verwendet.


Von der Wollprobe, vielen Dank dafür liebe Astrid, war ich doch überrascht, da die Wolle einen sehr schönen glänzenden Weiß- Ton hat, sich so herrlich kräuselt und so eine lange  Stapellänge hat. Sie ließ sich wunderbar verspinnen, ist allerdings etwas rauh, sodass ich sie nicht direkt auf der Haut tragen würde. Zum Filzen, sowohl nass als auch trocken, soll sich die Walliser Wolle auch hervorragend eignen. Sehr gut vorstellen könnte ich mir die Wolle, als dicke Wollstrickjacke.


Als Muster habe ich diesmal wieder ein Zopfmuster gewählt, dabei den Zopf etwas flacher gestrickt mit jeweils 6 Maschen: den Zopf dann 1re, 1 li, 1 re ; 3 auf die Nadel und dann wieder 1 re , 1 li , 1 re.  Hier gibt es noch was zu lesen über die Walliser Schwarznasenschafe, hier im Faserbuch ist das Walliser Landschaf auch noch sehr schön beschrieben und noch mehr Bilder gibt es  hier bei Astrid, Nutztierarche Stocksee. Inzwischen sind für mein Deckenprojekt insgesamt 10 Weisse Teile und 7 Grau-braune Teile fertig geworden. Nun überlege ich sogar, da ich nicht so der bunte Patchwork Typ bin, ob ich nicht eine Weisse und eine grau- braune Decke daraus mache. Dann hätte ich bei der weissen Decke schon eine Größe von 90 x90. Jedenfalls fehlen mir ja noch so einige Schafwollsorten. Falls jemand von euch etwas Wolle von einem Schaf entbehren könnte / tauschen möchte, auch gerne nach der nächsten Schur, was ich noch nicht verarbeitet habe, würde ich mich sehr freuen. Euch einen schönen Tag.