Sonntag, 13. Januar 2013

Schneeweiß und Silbergrau

Grau ist der Himmel nun schon so einige Tage, wenn ich hier so aus dem Fenster schaue und ich versuche damit klar zu kommen mit der Umstellung, nach den vielen Wochen mit blauem Himmel. Ein Glück erhellt jetzt ganz frisch der neue Schnee das Ganze etwas auf. Entsprechend der Farbe draussen habe ich nun auch mein Spinnmaterial gewählt und verspinne grau und weiß. Und wenn ihr jetzt denkt oje auch das noch, dann kann ich euch nur sagen, dass ich hier gerade das weicheste Grau aller Zeiten verspinne und das habe ich Melanie zu verdanken. Danke nochmal Melanie, an dieser Stelle für diesen herrlichen Tausch.
 

Bei dieser herrlich superweichen Wolle oben handelt es sich um eine Mischung aus 50 % weißer Shetlandwolle, 25 % grauer Shetlandwolle und 25 % Tussahseide. So weich dass sie mir nur so durch die Finger gleitet. Einfach ein Spinnhochgenuss ! Also grauer  Himmel wie gesagt ist nicht so mein Ding, aber graue Wolle in verschiedenster Qualität immer mal wieder zu verspinnen, das macht Spass. 

Gotländisches Pelzschaf

Ja was hat es denn so farbpsychologisch mit dem Grau auf sich eigentlich, frage ich mal so nebenbei. Also da denke ich grau ist grau oder ? Aber nein, was denke ich, da gibt es verschiedenste Grautöne und dann auch noch verschiedene Wirkungen je nach Grauton ! Aha ! Also da gibt es Anthrazit: das ist ein dunkles warmes Grau im Gegensatz dazu dann Aschgrau, was ein weißliches kaltes Grau ist, z.B. wie das der Holzasche. Dann gibt es noch Betongrau, welches auch als Zementgrau bezeichnet wird, das bezeichnet eine deutliche gelbliche mittelhelle Farbnuance. Weiter geht es mit Feldgrau, das sind unterschiedliche Grau-Grüntöne, also so uniformfarben, dann gibt es da noch Taubengrau, das ist eher ein blaustichiges mittleres Grau , Mausgrau bezeichnet  eher so ein neutrales Mittelgrau, wohingegen Rauchgrau eher wieder dunkler, leicht blaustichig ist und schiefergrau eben nach dem Naturschieferton benannt ist. Zu guter Letzt will ich hier noch Silbergrau nennen, das auch noch einen Glanz hat. So würde ich dann das Garn bezeichnen das ich hier gerade verspinne.

Zackelschafwolle
Psychologisch gesehen symbolisiert Grau als Mischfarbe zwischen Schwarz und Weiß einen Grenzbereich. Es steht auch für das Undurchdringliche, für Neutralität, für Vorsicht, für den Übergang zwischen Bekanntem und Unbekanntem.   Grau ist die typische "Farbe" des Schattens in seiner Bedeutung als das Unbewusste.Ausserdem steh Grau in der Farbpsychologie für die Begriffe Verstand, Zurückhaltung und Seriosität. Diese Wirkung kommt bei Ihrem Gegenüber immer an, wenn Sie Grau tragen.

Gotlandschaf ( Gute Schaf)
Je nach Helligkeit kann Grau verschiedene Wirkungen haben. So sagt man z.B. dass helle Grautöne , klar, verstandesorientiert, analytisch, fein, subtil, edel chic, neutral und zart wirken sollen. Mittelgraue Töne sollen professionell, kompetent, tonangebend, distanziert, hintergründig, strukturiert und korrekt wirken. Dunkelgrauen Tönen wird nachgesagt, dass sie elegant, konzentriert, kompetent, ernst, introvertiert, eindeutig und präzise wirken sollen.

Pommersches Landschaf


Von Menschen die grau lieben, sagt man auch, dass sie über großes Verhandlungsgeschick verfügen, gute Geschäftsleute sein sollen und auch eine Tendenz haben sollen sich zu überarbeiten. 

Pommersches Landschaf
 

Nun wünsche ich euch, dass es kein grauer Sonntag wird und auch die Sonne ein wenig scheint, so wie es für hier angekündigt ist, mal schauen.  Ich beneide jedenfalls Jeden und Jede, die gerade irgendwo bei blauem Himmel sein kann ! Tja wie geht es euch denn so mit der Farbe grau ?