Freitag, 3. Februar 2012

Bündnis - Ritual

Zu einem gelungenen Ritual am Hochzeitstag, gehören für mich auch immer Blumen. Der Strauss war wieder mal so groß, dass es garnicht...


...so einfach war ihn aufs Bild zubekommen.  Daneben gab es noch neue Bündnisabsprachen, Sprechen über Gelungenes, Wünsche, Musik, Naturspaziergang, Ansehen von Fotos von "Damals", ein schönes Essen und noch andere Überraschungen. Für mich ein wunderbarer gelungener Bündnis-Tag.
    


Ich habe erst spät geheiratet, nun sind es 18 Jahre her und so meinte eines meiner inzwischen erwachsenen Kinder,  "dann ist eure Ehe ja jetzt auch volljährig". 



Rituale werden ja auch als  "Stützmauern der Seele bezeichnet ". „Dieses Gerüst aus offiziellen oder selbstgestrickten Regeln scheint uns Halt, Orientierung und Sicherheit zu vermitteln“, formuliert die Münchner Therapeutin Hildegard Ressel. Besonders deutlich werde das in Krisenzeiten, bei psychischen oder körperlichen Erkrankungen oder verunsichernden Entwicklungsphasen des Menschen. Richtig verstandene Rituale seien deshalb eine „hervorragende Psycho-Prophylaxe“. „Unterritualisierte“ Familien, die beispielsweise Geburts- oder Hochzeitstage nicht mehr feierten, würden oft von Konflikten gequält, stellt die US-Psychologin Janine Roberts fest. Gefährlich kann der Verzicht auf Feste für Kinder werden. Das stelle ich auch immer wieder in meiner Arbeit fest.  Sie haben Rituale besonders nötig, um das Chaos zu bannen, von dem sie sich umgeben fühlen.

Auch auf die Neurobiologie des Gehirns scheinen traditionelle Zeremonien mit Musik, Tanz oder vielen Wiederholungen positive Auswirkungen zu haben, ergab die Forschung. Na dann :-)


Vielen Dank für eure netten Kommentare zu meinen Lichtmess Bildern. Mir eure Blogs und textilen Anregungen und Gedanken anzuschauen und mit euch darüber im Austausch zu sein, ist mir auch zu einem lieben Ritual geworden. Euch einen guten Start ins wintliche Wochenende an einem hoffentlich warmen sicheren Platz. Meine Gedanken sind auch bei denen, die jetzt keinen warmen sicheren Platz haben.

Mittwoch, 1. Februar 2012

Lichtmess Imbolc

Mit diesen Himmelsfarben wünsche ich Euch ein frohes Lichtfest. 


Auch wenn manches noch festgefroren ist, wie meine Fensterscheibe in einem unbeheizten Raum, heute morgen, nach einer Nach mit minus 10 Grad....



















 










...und sich wohl doch der Winter nicht so schnell vertreiben läßt, werden die Tage schon merklich länger, und unmerklich steigt bereits der Saft in die Bäume. Die Sonne geht jeden Tag ein bißchen früher auf und  kommt schon wieder über so manchen Hügel, so wie hier auf meinem Weg zur Arbeit...


....und auch abends ist es ist es länger hell. So sitze ich hier zünde alle Kerzen an und verspinne Wolle in der gewissermassen die Sonne steckt, da die Wolle mit Cochenille und Blauholz in der Sonne gefärbt wurde.




















 Imbolc - gälisch "Oimelc" - ist das erste Frühlingsfest im Jahreskreis.
Ursprünglich war es ein Feiertag der Schafhirten und wurde an dem Tag gefeiert, an dem die Schafe die erste Milch gaben. Oimelc bedeutet Mutterschafmilch. Nach der langen Winterzeit war die Schafsmilch auch eine willkommene zusätzliche Nahrung. Oft genug waren die Vorräte schon aufgebraucht und es herrschte allgemein eine Mangelernährung. Was liegt also näher als am ursprünglichen Feiertag der Schafhirten auch Schafwolle zu verspinnen ?