Samstag, 3. Dezember 2016

Mal wieder was zur Resilienz

Resilienz also Psychische Widerstandsfähigkeit ist eines meiner Lieblingsthemen. Hier hatte ich ja schon einmal ausführlich was dazu geschrieben. Psychische Widerstandsfähigkeit also die Fähigkeit, Krisen zu bewältigen und sie durch Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen als Anlass für Entwicklungen zu nutzen. 


Dieses Thema begleitet mich ja nun schon das ganze Jahr und so hat sich dieses Jahr wohl überlegt, wollen wir die Sache doch mal ordentlich zu Ende testen und mir unverschuldet einen Rippenbruch und eine 2. angebrochene Rippe zu kommen lassen. "Da man den Brustkorb schlecht eingipsen und ruhigstellen kann, bleibt in den meisten Fällen nur eine konservative Therapie, bei der der Betroffene sich mehrere Wochen (4-6) schonen muss. Große Schmerzen kann man mit entsprechenden schmerzstillenden Medikamenten therapieren. Ansonsten bleibt einem nichts übrig als zu warten, bis die Rippen wieder zusammengewachsen sind." Textquelle. Dann gibt es hier noch die Empfehlung zur Heilungsunterstützung für Arnika-Globuli C30 und Symphytum-Glob. C30. hat da jemand Erfahrung mit? Liebevolle fürsorgliche mails: "Sieh es Positiv, so eine ruhige Vorweihnachtszeit hattest du wahrscheinlich noch nie, hat doch auch was." Wenn ihr noch Wünsche habt, bitte gerne. Also dieses Jahr 2016 geht in meine Geschichte als Resilienzstärketest- Jahr ein, der Härtetest zu meiner Unverwüstlichkeit ;-)). Und wenn ich dieses Mal meinen Jahresrückblick mache, eine sehr schöne Anregung dazu findet ihr übrigens bei Jana, dann habe ich so richtig schön Zeit dafür. Denn wie schreibst du so schön Manuela, da habe ich so richtig Zeit zum veratmen.

Wolle und Seide mit Ligusterbeeren gefärbt, nach 3 Tagen im Sud "vergessen"

Obwohl das Atmen mit gebrochenen Rippen geübt sein muss und trotz Schmerzen nicht vergessen werden darf, da sonst eine Lungenentzündung drohen könnte. Die Stufe hatte ich dieses Jahr noch nicht. Humor ist wenn man trotzdem lacht. Naja lachen geht auch nicht, also mal schauen,  mir fällt schon was ein. Leider mußte ich nun meinen Vortrag auf 2017 verschieben.  Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Eins meiner Mottos: Wer weiß wozu das gut ist! Weiß man leider manchmal erst hinterher! ;-).

Hier noch besonders interessanter link für euch zur Traumabewältigung und Lebensgschichte des Resilienzforschers und Psychiaters Boris Cyruliknik . Mit seinem sehr lesenswerten Buch "Rette dich, das Leben ruft" zeichnet der französische Resilienzforscher Boris Cyrulnik zum ersten Mal seine eigene Geschichte nach.

Wieso habe ich das Krappbild oben gepostet, fragt ihr euch vielleicht? Zur Unterstützung meiner psychischen Widerstandfähigkeit, traf gestern ein Paket ein, mit diesem wundervollen Buchgeschenk:  Faszinierende Chemie von Sylvia Feil, Jörg Resag und Kristin Riebe. Eine Entdeckungsreise vom Ursprung der Elemente bis zur modernen Chemie und in diesem Buch auf Seite 225...


...ist dieses Foto von mir,  mit meiner mit Krapp gefärbten Wolle
 

Es ist ein fantastisches Chemiebuch,  das in allen Aspekten sehr ansprechend und aufwendig mit viel Liebe zum Detail gestaltet ist. Vielleicht für den einen oder anderen ja ein Geschenk für einen Chemiebegeisterten zu Weihnachten? Da habe ich jetzt sehr schön was zu lesen. Erst mal lese ich das faszinierende Buch Übergangsrituale von Franz P. Redl das ich gerade lese, zu Ende. Nicht nur in meiner Arbeit, sondern natürlich auch immer wieder bei mir selbst habe ich es mit Übergangsritualen zu tun. Da lese ich gerade auf S. 108 den Satz: Mann muss gut überlegen, was man haben will. Es könnte passieren, das man es bekommt." ...So geht auch ein lieber Gruß an meine Spinnfrauen, bei deren letzter Runde für dieses Jahr, ich nun leider auch nicht dabei sein konnte. So geht auch ein lieber Gruß an dich liebe Manuela und alles Gute für die Vernissage morgen, wünsche dir, dass es wieder gut wie immer wird. Grüße auch auf die Insel Rügen und danke euch Allen für eure Kommentare in meinen Posts. Ich wünsche euch einen schönen Tag und morgen einen guten 2. Advent!



Dienstag, 29. November 2016

Wolle, Seide und Eco Prints mit Ligusterbeeren gefärbt

Nun habe ich schon letztes Jahr bei sheepy die Ligusterfärbung bewundert und dieses Jahr wollte ich es nun selbst mal erfoschen. Ist ja nun fast das letzte an Färbepflanzen was jetzt noch in der Natur gesammelt werden kann. Der Färbsud sah sehr vielversprechend blau aus...


...die Leinen und Baumwollstoffe wurden auch wunderbar blau...


... nicht so tief blau wie Indigo, eher so ein feines blau und auch taubenblau, aber ...

 
.... Wolle und Seide wurde grün und die Eco Prints teilweise nur leicht blau bis grau, was aber bei den Drucken sehr apart aussieht und ich bin sehr zufrieden mit dieser Variante, da die Drucke auch nicht in Blau verschwinden sollten. Ist ja immer ein Abenteuer mit dem Färben und Drucke zu überfärben ist ja auch immer ein Risiko, dass die schönen Blattdrucke dann ganz verschwinden.


Die Mohairlocken von Marias Mohairziegen, Neongelb und Neongrün, echt krass!  Wie du siehst liebe Maria, hüte ich deine herrlichen Mohairlocken wie einen Augapfel und färbe immer mal einige mit.

Die Natur ist schon sehr erstaunlich. Danke für eure Kommentare und das Mitraten zum Färben im letzten Post. Danke für eure Fürsorgegedanken, aber ihr müßt euch keine Sorgen machen, das läuft hier alles ganz gemächlich! Wünsche euch einen schönen Tag!
creadienstag

Samstag, 26. November 2016

Start in die Adventszeit mit Natur, Färben und Backen

Ich wünsche euch ein gutes erstes Adventwochenende mit viel Gemütlichkeit, warmem Tee, Kerzenschein, Besinnlichkeit, Zeit für Natur und Zeit für alle schönen Dinge die euch gut tun und...
 

... geniesst die Momente, denn genau genommen leben sehr wenig Menschen in der Gegenwart. Die meisten bereiten sich vor, demnächst zu leben, meinte schon Jonathan Swift ( 1667-1745). Und auch die Meisen, warten auf die paradiesische Zukunft mit den Sonnenblumenkernen :-)


Wenn man so die Grenzen des Lebens gespürt hat, wie ich das ganze Jahr 2016 über, dann merke ich jezt immer wieder, wie ich noch bewußter und achtsamer mit meiner restlichen Lebenszeit und jedem einzelnen Lebensmoment umgehe. Ich verlangsame, schaffe dadurch nicht mehr ganz so viel wie früher, aber es tut mir gut. Meine Arbeitszeit habe ich reduziert. So koche und backe ich mehr und auch mehr in Gemeinschaft und probiere neue Dinge aus. Treffe mich mit vielen Freundinnen, gehe zum Spinntreffen, gehe wieder mehr tanzen, mache mehr Tai Chi, spinne, färbe, stricke, nähe, fotografiere und bin so oft ich kann in der Natur. Hier im Ruppiner Land gibt es so viele Seen, die erwandert werden können und das zu jeder Jahreszeit. Anschließend einen schönen Kakao und einen herrlichen Kürbiszimtkuchen in dem supergemütlichen französischen  Café. Zu Hause dann für die Flüchlingsinitiative Kuchen und Muffins backen und das Spendenprojekt  weiter betreiben. Ich lebe die Momente!


Es gibt soviele Dinge die ich mal gewebt habe, kleine Bänder und Probestücke, die werden jetzt alle zu Karten verarbeitet. Dabei knistert das Feuer und der Kräutertee aus dem Garten duftet mit meiner Duftlampfe um die Wette.


Einige sprachen mich schon an, ob dieses Jahr wieder die Adventdult in Zernikow ist. Nein dieses Jahr nicht, vermutlich wieder nächstes Jahr, so die Information, des Veranstalters. 


Dann färbe ich gerade noch ein bisschen mit Farben aus der Natur. Was gibt es denn jetzt noch an Färbepflanzen in der Natur, fragt ihr euch vielleicht, also hier ein Bild und ihr dürft mal raten, mit was ich färbe.


Heute gehe ich mal wieder zum Selbstverteidigungskurs für Frauen etwas auffrischen, in der Schule für Kampfkunst und innere Energiearbeit, vielleicht sehen wir uns da! Dann habe ich noch ein Treffen mit jemandem, sie hätte noch alte Spinnräder auf dem Dachboden, ob ich mal schauen will, na klar, will ich oder?  Danke auch für eure Kommentare zu meinem November Post. Euch ein besinnliches Wochenende!

Donnerstag, 24. November 2016

Morgen hier Kundgebung zum Internationalen Tag gegen Gewalt gegen Frauen in Oranienburg. Treffpunkt Berlin Gesundbrunnen 10.30 Uhr - und Bunter Abend spezial


Morgen am 25.11. ist der Internationale Tag gegen Gewalt gegen Frauen.
Women in Exile and Friends organisiert morgen vormittag eine Kundgebung
vor der Ausländerbehörde Oranienburg. Viele von euch haben sicherlich
von den brutalen Abschiebeversuchen in Hennigsdorf mitbekommen
(https://www.women-in-exile.net/?p=3295). Vorsicht Bilder können triggern!
Sie nehmen diesen Fall zum
Anlass und die Ausländerbehörde Oranienburg als Beispiel. Lasst uns am
25.11. dort zusammen laut werden ist der Aufruf:

Stoppt die Gewalt gegen Flüchtlinge! Stoppt Abschiebungen! Gegen die
inhumane Behandlung und für Respekt gegenüber den Menschenrechten!
Bleiberecht für alle traumatisierten Frauen und deren Familien!

Wir freuen uns, wenn ihr kommt und uns bei der Mobilisierung helft.
Treffpunkt Berlin: 10:30 Gesundbrunnen für die gemeinsame Anreise mit
der S-Bahn. 

Ich habe noch Platz im Auto wer mitfahren möchte, bitte bei mir melden:
wollenaturfarben -at- web.de.


Abends gibt es dann hier in der Willkommensinitiative noch einen Bunten Abend Spezial! 

 


Schon eine Tradition im Programm der Willkommensinitiative Gransee ist der Bunte Abend. Immer freitags findet er ab 18 Uhr bis mindestens 22 Uhr im Begegnungshaus/Hospital Global in der Ruppiner Straße 8, 16775 Gransee statt. Das Haus ist dann bereits ab 17 Uhr geöffnet. Hier hat man die Gelegenheit mit Geflüchteten und Granseern ins Gespräch zu kommen. Neben Gesellschaftsspielen wird meistens auch ein Trommelkreis angeboten, an dem jeder ohne Vorkenntnisse teilnehmen kann. Höhepunkt des Bunten Abends ist das gemeinsame Essen, das von Flüchtlingsfamilien oder von Einzelpersonen gemeinsam mit HelferInnen in wechselnden landestypischen Traditionen zubereitet wird. Diesmal bieten Teams aus Syrien, Iran, Pakistan, Afghanistan, Afrika und Deutschland allerlei Kulinarisches! Alle sind herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht. Hier ist auch ein kleiner Film vom RBB über unsere Flüchtlingsinitiative. Dort ist auch unser Tanzkreis zu sehen. Vielleicht sehen wir uns morgen? oder ...

... am 7. Dezember in der Klosterscheune Zehdenick, da gebe ich den 2. Worksshop: Umgang mit traumatisierten Flüchtlingen. Das Wichtigste über Trauma Erkennen, Hilfreich sein und Selbstfürsorge nicht vergessen. Habt einen guten Tag!