Sonntag, 28. August 2011

Filigranes Tuch aus handgesponnener Wolle vom Ostfriesischen Milchschaf...1

...angefangen zu stricken mit 12er Nadeln ...


...ich traue mich wieder etwas zu stricken , ein Anfang nach 2 Jahren Pause !!

...es wird ein leichtes Etwas...symbolisch für einen vorsichtigen Anfang...



...aus dieser herrlichen melierten ostfriesischen Milchschafwolle....

... vom Schaf Michael...

Danke für die vielen emails in den letzten 2 Jahren von euch, die mich fragten wie es meinen Handgelenken geht und die mir Mut machten, nicht aufzugeben. Geholfen hat mir sicher die Schonung und Ruhepause für die Handgelenke, die nur möglich wurde durch den Verkauf meiner 4 Webstühle, nach denen ich mich immer noch sehr sehne:

Die letzte melierte Milchschafwolle von Michael verarbeitete ich auf meinem kleinen Louet Webstuhl und fertigte Stuhlkissen daraus :

Weiter half mir eine gesunde weitgehend vegetarische Ernähung und viele Übungen aus dem Yoga, ChiGong und Tai Chi Bereich. Ausserdem nahm ich noch Grünlippmuschel zu mir, zur Information falls ihr jemanden kennt, den das auch betrifft, das hatte ich im Arthroseforum und in Gesundheitsforen gelesen. Erstaunlicherweise hat sich wohl meine Arthrose oh Wunder an den Handgelenken zurückgebildet, nachdem mir die Handchirurgin mein Handgelenk versteifen wollte mit einer Metallplatte , als einziger Lösung, die sie mir anbot damals! Nicht mit mir dachte ich mir !!! Nach meinem letzten Fahrradunfall vor 2 Monaten nun, befand der Arzt im Röntgenbild die Arthrose nicht mehr so schlimm wie vor 2 Jahren ! Meine Schmerzen sind weg, wenn ich die Belastung in Grenzen halte und mir klar mache, dass ich eben keine 30 mehr bin. Es gibt also noch Wunder und für vieles auch eine gute Lösung, manchmal geht es schneller und manchmal braucht es eben ein bisschen Geduld, ein paar Abschieds- und Loslösungsprozesse und ein paar neue Wege. Wie sie eben immer so für die Wechseljahre schreiben überall ;-)

Der Glaube an neue Wege ...


...und das Besinnen auf eigene Ressourcen und Wurzeln...


... und das Nutzen dieser Ressoucen, war bei mir ein ganz wichtiger Baustein zur Gesundung. Kleine Wunder gehen schneller, große Wunder dauern ein bisschen länger sage ich den Leuten in meiner Arbeit manchmal dazu. Danke an euch alle die mir Mut gemacht haben. Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag, einen guten Wochenstart und eine gute Woche !

Samstag, 27. August 2011

Scottish Blackface Wolle ...

...herrlich sauber, mehrere Vliese von diesen netten Tieren bekam ich gestern geschenkt...

...die Wolle ist rauh und weich zugleich, erinnert mich an Skuddenwolle, Teile fassen sich aber auch wieder sehr weich an wie meine Leineschafwolle oder Merino Landschaf.

Es sind auch sehr viele weiche Teile dabei, vor allem sind die einzelnen Stapel bis zu 25 cm lang, unglaublich lang !

Nun werde ich heute nach dem Waschen erstmal einige Proben verspinnen und überlegen was man daraus machen kann..


Andere Namen für das Scottish Blackface Schaf las ich sollen sein : Blackface, Blackfaced Highland, Scottish Mountain, Scottish Highland, Scotch Horn.


Hier las ich: "Wirtschaftlich gesehen, ist das Scottish Blackface heute eine der wichtigsten Rassen Großbritanniens. Das Vlies des modernen Blackface wiegt zwischen 1,75 bis 3 kg mit einer Länge von 15 bis 30 cm. Sie ist grob, lang abwachsend und rein weiss, im Stapel mit festem, dichtem Unterhaar und langem Deckhaar strukturiert. " Die beühmte Harris Tweed Wolle soll auch zu einem großen Teil aus Blackfacewolle sein.

Hat jemand von euch Scottish Blackface oder die Wolle schon mal versponnen und weiterverarbeitet ?

Mittwoch, 24. August 2011

Natur...Wolle... Pflaumenkuchen...

...das war heute mein freier Tag ...


"Die Natur muss gefühlt werden ." (Alexander von Humboldt) ... so liess ich es mir heute gut gehen, fuhr mit dem Rad zum See, bin geschwommen...

... habe die herrliche Sonne genossen, habe mich über unsere Pfirsiche...

... und Pflaumen an den Bäumen gefreut...

... und darüber dass die Wolle so herrlich trocknet bei diesem Wetter...

...Pflaumenkuchen gebacken, geschlemmert, Leineschafwolle gesponnen...

...aufgetankt für die nächste Arbeitseinheit......was macht ihr so zum Auftanken eurer Batterie, wenn ihr mal zwischendurch so einen freien Tag habt ?

Sonntag, 21. August 2011

Gefärbt mit Cochenille...

...habe ich zwischendurch mal einige Seidenschals...

...immer wieder bin ich von dieser unglaublichen Farbkraft fasziniert.

... den Rest der Farbe schüttete ich zusammen mit dem Rest Blauholz in ein großes Glas und hoffe dass die Sonne da etwas daraus zaubert...nachdem ich hier in den Blogs immer von den vielen Sonnenfärbungen und den Erfolgen lesen konnte, hat mich das gut angeregt es auch einmal zu versuchen...ich danke auch allen, dass ihr immer alle so von euren Experimenten berichtet...


...die Cochenille kam von der Insel La Palma, vielen Dank liebe Bine, die damit die dortigen Frauen unterstützt...
Euch allen wünsche ich eine sonnige gute Sommerwoche !

Sonntag, 14. August 2011

Gefärbt mit Maulbeerholz und Maulbeerblättern...

...dazu kommen hier noch wie versprochen, einige Fotos...die Wolle war ja relativ schnell trocken, doch auf ein paar Sonnenstrählchen zum fotografieren mußte ich da schon länger warten...gefärbt wurde wie schon gesagt am letzten Wochenende auf dem Maulbeerfest in Zernikow, in einem großen Topf über dem Feuer neben meinem Stand...hier Wolle mit Seide handgesponnen gefärbt mit geschreddertem Maulbeerholz...

...auch über dem Feuer im großen Topf ...

...dann die Seidentücher, die mit den Maubeerblättern gefärbt wurden...


...ich hatte vorher verschiedene Woll-Sorten handgesponnen, Angora, Alpaka, Leineschaf, Wolleseide...und so ergab nochmal jede Wollsorte eine eigene Färbung...


Ursprünglich wurden nur die Blätter des Maulbeerbaumes als Futter für die Seidenraupen (Raupen des Maulbeerseidenspinners, Bombyx mori) genutzt...

... aber der Maulbeerbaum bietet weitaus mehr: Die süßen Früchte, die im Juli reif und saftig an den Bäumen hängen, eignen sich hervorragend für die Bereitung von Marmelade, Kuchen und Likör. In südlichen Ländern ist auch die Herstellung von Trockenfrüchten und Sirup (eingedickter Fruchtsaft) weit verbreitet. Darüber hinaus besitzt der Maulbeerbaum sehr hartes, intensiv gelb gefärbtes Holz.....

.... das sowohl für Tischlerarbeiten als auch zum Färben (Gelbholz) eingesetzt werden kann. Die langfaserige Rinde wird für die Herstellung von Papier (Maulbeerpapier) verwendet. In vergangenen Jahrhunderten besaß der Maulbeerbaum auch für die Naturheilkunde eine gewisse Bedeutung. In der traditionellen chinesischen Medizin werden noch heute Früchte, Zweige und Rinde des Maulbeerbaumes zu Heilzwecken eingesetzt.

Jedenfalls hat das "Markttreiben" draussen in der Natur großen Spass gemacht und immer wieder neu begeistern kann ich mich für die Naturfarben und die dabei entstehenen Nuancen...

Sonntag, 7. August 2011

Maulbeerfest...

...war gestern bei herrlichstem Sonnenschein...

...Mit einem Stand pflanzengefärbter Seidentücher, Proben von Färbepflanzen und Fühlproben von Handgesponnenem war ich auch dabei. Neben mir wurde fleissig gefärbt mit Holz vom Maulbeerbaum

...und Maulbeerblättern ...

...überm Feuer...

... es gab umwerfende Töne...

Was für ein Glück, dass ich erstmalig zu dieser Zeit nicht im Urlaub war und daran teilnehmen konnte...es hat so einen Spass gemacht...ganz herzlichen Dank liebe Liselotte für die Einladung, für die Färbekooperation, die anregenden Gespräche , deine Geschenke und vieles mehr...Ich hatte vorher noch nie mit so einer Färbefrau zusammen gearbeitet, die soviel Ahnung vom Färben hat und sogar schon mit Lydie Nencki zusammengearbeitet hat, danke, dass du dein Wissen so weiter gibst. Die Stände waren alle so beeindruckend und alles war so liebevoll gestaltet, es gab viele gute Gespräche mit anderen Färberinnen und Spinnerinnen und auch viele Anregungen durch Besucherinnen.

Mehr Bilder und Eindrücke gibt es wenn die Wolle trocken ist und sich bei besserem Licht besser fotographieren läßt...hier ist es schon wieder grau und nieselt, war das gestern wirklich oder nur ein schöner Traum, frage ich mich da....

Mit diesem Fest möchte der Verein „Initiative Zernikow e.V.“ auf den Seidenbau als weitgehend vergessene Episode preußischer bzw. brandenburgischer Wirtschaftsgeschichte hinweisen, aber auch einen Beitrag zur Förderung des interessanten Maulbeerbaumes leisten. Auf dem Fest dreht sich alles um den Maulbeerbaum und dessen vielseitige Verwendungsmöglichkeiten.

Herzlichen Dank auch an Ines Rönnefahrt für ihr Engagement und den Riesen- Sack voll herrlichster Rhönschafwolle von ihren Schafen, den sie mir zum Abschied noch schenkte.

Dann gab es noch eine wundervolle Fotografie Ausstellung in der alten Brennerei Jürgen Graetz "Landleben". Da muss ich in Ruhe nochmal hin, da ich wegen meines Standes nicht die nötige Ruhe fand für all diese herrlichen Fotografien.

Wer noch ein Tuch ergattern möchte mit Maulbeerblätterfarben , es sind nur noch 3 da, die gibt es hier...
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