Posts mit dem Label Brennessel werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Brennessel werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 12. April 2016

Giersch, Brennessel & Co....

 ...stehen jetzt wieder bei mir auf dem Speiseplan.
 

Ein Pesto mit Giersch...
 

...frisch gepflückt von meinem Girschfeld ;-). Auch die Variante mit Walnüssen und Kräutern finde ich lecker. 
 

Dann gibt es hier regelmäßig frischen Salat mit Brennesseln, Löwenzahnblättern und Sonnenblumenkernen, Knäcke mit Avocado und Hopfenspargel...

 

... Suppe mit frischen Wildkräutern und eben alles was jetzt so wild grünt...



... Frühjahrskur eben...Ganz oft schaut man ja nach Rezepten im Netz inzwischen. Wer mal ein Buch sucht zum Thema, z.B. als Geschenk, dem kann ich neben meinem Lieblingsbuch: Medizin der Erde, das ich hier schon mal beschrieben habe, auch diese 3 Bücher empfehlen.



Textiles ist hier gerade nicht soviel los, bin meistens draussen in der Natur. Ihr ja vermutlich auch. Wünsche euch noch eine gute Woche.
2 Handvoll
Giersch, frisch
10
Walnüsse
1 Zehe
Knoblauch,
100 ml
Olivenöl,
100 ml
Traubenkernöl
Salz, Pfeffer
1 handvoll
Kräuter gemischt:
Ringelblumenblütenblätter
Knoblauchrauke,
Gundermann
(Quelle: kochbar.de)
2 Handvoll
Giersch, frisch
10
Walnüsse
1 Zehe
Knoblauch,
100 ml
Olivenöl,
100 ml
Traubenkernöl
Salz, Pfeffer
(Quelle: www.kochbar.de)

Samstag, 13. Juli 2013

Tag 3 : Färben mit Indigo auf Leinen, Baumwolle, Bastfaser, Hanf, Ramie und Brennessel

Nachem wir 2 Tage im Pflanzen-Färbe-Volleinsatz waren mit Beizen und Färben von Stoffen und Garnen, ging es am 3. Tag zum Indigofärben mit der Löschkalk-Fructose-Küpe (1-2-3-Küpe) nach Garcia.


 Immer wieder spannend bis so eine Küpe funktioniert.  


 Am letzten Tag teilten wir alle Stoffproben durch die Anzahl der Teilnehmerinnen, sodass jeder von jeder Färbung eine Probe erhielt, so enstanden viele Farbnuancen. In Gelb wurde mit Schöllkraut, Eucalyptusblättern, Zwiebelschalen und Myrobalan gefärbt.

 

Die rote und violette Färbung mit Krapp und Alkanna :  


 Indigo und Indigoüberfärbungen:

 Alkanna und Blauholz



Also Indigofärben ist ja auch immer wieder besonders, bei der 1-2-3 Küpe, die ich schon bei ULI im Kurs kennengelernt hatte,  gefällt mir besonders, dass  sie die Überfärbungen so schön sanft macht und man dadurch sehr viel Gestaltungsspielraum hat und sie sich dann auch immer wieder aufrischen läßt, wenn man sie bei Bedarf braucht.


Meine 1-2-3- Küpe hier in meiner Färbeküche, vom letzten Jahr, die  ich über den Winter frostfrei im Keller stehen hatte, habe ich nun wieder zum Leben erweckt, habe dann zu Hause gleich noch ein bisschen nachgefärbt und mit Shibori experimentiert.


Hier die Stoffproben und Ergebnisse der 2 Tage und der Färbungen mit der 1-2-3 Indigoküpenfärbung und Überfärbung von gelbgefärbten Stoffen imi Überblick:


Ausserdem stand noch die Dünstungs- und  Befreiungsaktion der gesammelten EcoPrintwerke auf dem Programm...

 

..., doch das passt nicht mehr in diesen Post ;-), Euch ein gutes Wochenende Anke

Donnerstag, 11. Juli 2013

Tag 2 : Färben mit Pflanzenfarben auf Leinen, Baumwolle, Bastfaser, Hanf, Ramie und Brennessel

Am 2. Kurstag ging es dann ans Färben der Stoffe und Garne aus Pflanzenfasern. 

 

Schöllkraut wurde frisch geerntet und wie man sieht mit wunderbar farbigem Wurzelsaft, wovon auch ein Teil gleich im Topf landete. 

Krappfärbung
Blauholz mit und ohne Soda
Mit roten Zwiebelschalen gefärbter Leinenstoff

 
 
Blauholz auf Leinenstoff
Wir färbten  die Stoffe mit Zwiebelschalen, Blauholz, Krapp, Myrobalan, und Eukalyptusblättern. Die Garne hatte ich ja ein Glück schon zu Hause mit Schildern versehen, sodass ich sie dann genau unterscheiden konnte, hatte mir auch Notizen gemacht, welche Faser ich mit was gefärbt hatte. Dafür eignet sich nach meinen Erfahrungen am besten Laminatfolie, die ich mit einem wasserfesten Stift beschrifte. Bei den Stoffen habe ich das leider nicht so konsequent gemacht, sodass die Stoffe mit den Stoffen der anderen Teilnehmer teilweise durcheinander kamen und ich meine nur da erkennen konnte, wo ich z.B.mit meinen Stempeln aus Mangoholz Beize aufgedruckt hatte. 

 

Allerdings war es so, dass nur die Eisenacetatbeize mit der höchsten Konzentration die Stempel gut sichtbar machte nach dem Färben. Es war ein spannender Tag mit spannenden Färbeergebnissen und Färberauschgefühlen. Hier gibt es von Uli dazu noch einen Post zu lesen.Weiter dann im nächsten Post. Ausserdem möchte ich euch auf meinen neuen Blog "Spinnen tut der Seele gut" aufmerksam machen, ist noch nicht alles fertig, aber es entwickelt sich !  Euch einen guten Tag !

Dienstag, 9. Juli 2013

Leinen, Baumwolle, Hanffaser, Bast, Ramie, Brennessel mit Pflanzenfarben gefärbt

Ich bin zurück vom Kurs: Färben von pflanzlichen Fasern mit Pflanzenfarben mit Ulrike Bogdan, kurz ' Uli' , bei Karin Tegeler im Harz.

 

So viel Wissen, Information und Aktion zum Thema Färben an 3 Tagen. Uli war super vorbereitet mit ihrer mobilen Färbeküche und empfing uns schon mit super vorbereitetem Material und einem super erarbeitetem Script, so wie ich es schon von ihrem Indigo- Online Workshop kenne. Selten habe ich textile Workshops erlebt, wo das Handout/  Script so sorgfältig und professionell ausgearbeitet ist. Ich liebe das ! Man kann sich immer wieder alles dazu schreiben und es zu Hause dann wiederholen. Wobei es mir so ging, dass ich mir ab und an etwas zusätzlich notierte, um dann auf der nächsten Seite in ihrem Script zu lesen, dass Uli alle Kniffs und Tricks sorgfältig aufgeschrieben hat. Danke Uli dafür PERFEKT! 
 

Dann habe ich 240 Fotos gemacht, die Auswahl für den blog hier war nicht leicht, denn alles war sehenswert und alles Erlebte intensiv, unten könnt ihr sehen wie beseelt ich von der Färberei bin, denn Färben tut meiner Seele gut, das schon einmal vorne weg ! Hier stehe ich neben einem von Armin Tegeler gefilzten Troll und im Hintergrund unsere Draussen Färbe - Hütte !


Der Kurs begann also Freitag früh in der schönen neuen Werkstatt von Karin und Armin Tegeler, die ich schon 2x aus einem Kurs zu Nunofilz bei Ihnen aus Fehmarn kannte und die sich nun ganz idyllisch im Harz niedergelassen haben. Herrliche Hochbeete mit Färbepflanzen, liebevolle Holz-und Filzkunstwerke überall auf dem Grundstück vor allem auch von Armin.

 
Nach der einführenden Theorie ging es ans Vorbereiten und Beizen der Stoffe und Uli hat das hier auch ausführlich beschrieben.Wichtig ist zuerst, dass die Stoffe ca. 1 Stunde gut ausgekocht werden und zwar mit 3-4 gehäuften Esslöffel Soda und ein paar Seifenflocken. Wenn das Wasser sehr dreckig ist , das Ganze wiederholen ! Dann den Stoff in der Waschmaschine waschen und dann kann er gebeizt werden. Beizen das ist auch so ein weites Experimentierfeld !


Wir lernten verschiedene Beizen kennen und die Theorie dazu. Welcher Farbstoff welche Beize nochmal extra und auch mit Kaltbeize geht es.


Dann experimentierten wir noch mit Tanninbeize, die aus verschiedenen Pflanzen stammen kann, und mit verschiedenen Formen von Aluminiumacetatbeizen. Unten wird gerade unser Stoff gekocht. 


Nicht alle Pflanzen die Wolle färben, färben genausogut auf Baumwolle.  Als die Stoffe dann alle in der Beize lagen, bemalten und bedruckten wir die Stoffe auch mit Beize und ließen dann alles trocknen. Währenddessen ging es weiter mit Eco Print Experimenten, wozu Uli frische Blüten mitgebracht hatte. Ständig gab es neben dem Entspannten Tun, etwas zu bestaunen und zu lernen


Mehr  zum Färben und - Eco Print- im nächsten Post. Die Schote auf dem 4. Foto das hatte uns Uli mal als Anschauungsmaterial mitgebracht , könnt ihr erraten was es ist ? Viele Grüße auch an euch andere Mitfärberinnen und besonders an dich liebe Suse geht noch mein Dank für so manche Extraanregung ! Euch einen schönen Tag !

Sonntag, 5. August 2012

Sommerschal aus Brennesselgarn

Passend zu meinen grünen Sommerschuhen strickte ich mir nun noch einen leichten Sommerschal. Lange schon reizte es mich mal aus dem handgesponnenen Brennesselgarn, das ich geschenkt bekommen hatte, etwas zu stricken und so enstand dieser luftige Sommerschal.  Der Schal ist 140 cm x 16 cm lang und wiegt 35 gramm. 

Sommerschal aus Brennesselgarn
Sommerschal aus Brennesselgarn

 
Fallmaschen
Sommerschal aus Brennesselgarn und mit Reseda und Indigo gefärbtem Merinogarn
Sommerschal passend zum Sommerschuh
Anleitung: 10 Maschen anschlagen, dann im Wechsel mit Nadelstärke 10 Brennesselgarn und Merinowolle , in diesem Fall mit Reseda und Indigo gefärbt, rechte Maschen und Reihen mit Fallmaschen wechseln sich ab. Fallmaschen : 1 MA rechts 1 Umschlag, 1 MA rechts. in der nächsten Reihe alle Maschen rechts und dabei die Umschläge fallen lassen.

Spinntreffen in Gartz gestern war sehr herzlich und anregend, danke liebe Katja für die schöne Tour mit dir, hat so richtig Spass gemacht. Bilder kommen noch.

Nun überlege ich ob ich den Schal ohne Fransen lasse oder welche ranmache, was denkt ihr ?

Euch noch einen schönen Sonntag !

Montag, 9. April 2012

"Eier" aus Brennesselgarn und Brennessel - Oster-"Kekse"

Dieses handgesponnene Brennessel-Garn aus Nepal in Form von 2 Eiern bekam ich zu Ostern geschenkt,  zusammen mit diesen wunderschön mit Naturfarben gefärbten und verzierten Eiern.  

Brennesselgarn handgesponnen und Eier verziert und mit Naturfarben gefärbt
Immer wenn ich etwas Handgemachtes geschenkt bekomme, bin ich besonders berührt. Ich weiss was da für eine Hand-Arbeit und welche Zeit da drin steckt und empfinde so etwas Handgemachtes immer als besonders wertvoll und sage DANKE liebe Liselotte. Ich bin sehr berührt ! 

Eier mit Naturfarben gefärbt
Auch heute noch nimmt man in Nepal die mühevolle Faserherstellung der Faser wegen ihrer feurigen Trageeigenschaften  in Kauf. Die dort heimische Girardinia diversifolia wird über 3m hoch. Sie wird von Hand geerntet und geschält, dann wird der Bast über Nacht in ein simmerndes Holzaschebad gelegt, welches später zum Düngen der Felder verwendet wird. Am anderen Morgen werden die ausgelösten Fasern auf Steine geschlagen und mit Lehm abgerieben, um die noch verbliebenen Rindenreste zu entfernen. Danach werden die Garne von Hand gesponnen, verstrickt oder auf einfachen Handwebstühlen zu Stoff verwebt. 

Brennesselgarn handgesponnen

Wie alles in der Natur, so haben auch diese Stoffe keinen gleichmäßigen Farbton, die Töne variieren von strohfarben bis graubraun oder gar dunkelbraun und geben dem fertigen Stück eine wunderschöne, lebendige Farbmaserung. Die individuelle Handschrift der Weberin und Spinnerin macht jedes Stück zu einem Einzelstück - Stoff in seiner ursprünglichsten, reinsten und ökologischsten Form. Das Material hält und schützt die Körperwärme, ist kochfest und wird mit zunehmendem Gebrauch schöner und weicher. Auch vor 5300 Jahren wurde die Brennessel offensichtlich schon verwendet, denn es wurde nachgewiesen, dass der Mann aus dem Eis " Ötzi" die Befiederung seiner Pfeile mit Brennesselfasern gebunden hatte. Heutzutage ist es sehr mühevoll Brennesselfasern herzustellen, ich glaube das Hauptproblem bei der Gewinnung der Brennesselfaser, ebenso bei Leinen, ist wohl die Röste,  auch Rotten (früher Röthen) genannt.

Ostergeschenk Cochenille

Bei der Tauröste, auch Feldröste genannt, werden die geschnittenen oder gerauften Pflanzenstängel auf dem Feld oder einer Wiese ausgelegt. Die Taubildung begünstigt die Entwicklung von Mikroorganismen (vor allem Bakterien), die die Pektine auflösen. Dieser Vorgang dauert über mehrere Wochen an. Er ist ökologisch günstig, da die ausgelösten Bestandteile in den Boden übergehen und bei einer erneuten Bepflanzung des Feldes weniger gedüngt werden muss. Die Tauröste ist aber ebenso risikoreich, da die gesamte Faser-Ernte durch übermäßigen Regenfall zerstört werden kann. Trotz allem ist sie das wichtigste Verfahren bei der Produktion von Flachsfaser. Der Trick bei der Fasergewinnung ist wohl die Röste, die bei Brennesseln schnell in Fäulnis statt Gärung umschlägt und so zum Verderben des Materials führen kann.  Hat das schon einmal jemand von euch versucht die Brennesselfaser zu gewinnen durch  schneiden, rösten, brechen usw ? 

Eis im Garten am Ostersonntag in Brandenburg 8.4.2012

Osterwetter in Brandenburg. Ein Glück kein Schnee wie in Bayern. Hier war gestern in der einen Ecke meines Gartens Eis , nachts -1 Grad und in der anderen Ecke blühen die Tulpen, echt verrückt ! 

Tulpen am Ostersonntag in Brandenburg 8.4.2012

So nun war ich eben noch Brennessel sammeln und heute gibt es "Osterkekse" aus Brennesseln bei mir. 
 Hier das Rezept für euch: ca. 5 Handvoll Brennesselblätter, wieder aussortieren, die harten Teile wegschneiden und in kochendem Wasser ca. 3  Minuten blanchieren, danach kalt abspülen in einem Sieb. Mit Küchenpapier abtrocknen und mit einem Kräutermesser fein hacken. Die gehackten Brennessel, würze ich mit etwas Salz, Muskatnuss und Koriander und verrühre es dann mit einem Ei. Anschließend füge ich etwas Dinkelmehl ca. 3-4 Esslöffel je nach Bedarf dazu ( geht natürlich auch mit anderem Mehl) , bis sich aus dem Teig kleine Kekse formen lassen. Das ganze backe ich dann in der Pfanne aus, ich nehme gerne auch Ghee  da ich viel indisch koche, es geht natürlich auch Olivenöl. Das Ganze dann als Vorspeise, passt aber auch zu Fisch und Fleischgerichten. Guten Appetit.  

Brennessel- " Kekse"

Brennessel- "Kekse"

Heute ist auch noch Gedenktag für mich, heute wäre meine " Maler-Oma" 97 Jahre alt geworden.  

Ostern (lateinisch pascha, von hebräisch pessach) ist ja im Christentum die jährliche Gedächtnisfeier der Auferstehung Jesu Christi, der nach dem Neuen Testament als Sohn Gottes den Tod überwunden hat. Der im Deutschen gebräuchliche Name Ostern ist altgermanischen Ursprungs und hängt wohl mit der Morgenröte und der Himmelsrichtung „Osten“ zusammen: Der Ort der aufgehenden Sonne gilt im Christentum als Symbol des auferstandenen und wiederkehrenden Jesus Christus. Viele Osterbräuche sind außerchristlicher („heidnischer“) Herkunft. Im Christentum erstrecken sich die Gottesdienste in den meisten Liturgien ( religiöse Zermonien) von der Feier des letzten Abendmahls am Gründonnerstag, dem Vorabend des Karfreitags, über den Karsamstag, den Tag der Grabesruhe des Herrn bis zum Anbruch der neuen Woche am Ostersonntag. Mit diesem beginnt die österliche Freudenzeit („Osterzeit“), die fünfzig Tage bis einschließlich Pfingsten dauert. In diesem Sinne wünsche ich euch eine gute und kreative „ Freudenzeit“.

Und danke noch mal für eure vielen Kommentare
Viele Grüße Anke