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Montag, 20. Juli 2015

Meine Eco Print Anleitung und Kurse

Ihr wolltet mir mal über die Schultern schauen, bei meinen Eco Prints. So habe ich mal für euch dazu einen Beitrag gemacht. Falls ihr die Bücher, die ich unten angegeben habe dazu nicht habt. Ihr könnt auch gerne einen Kurs dazu bei mir besuchen. Neuer Termin für 2017 ist der 29. Juli in meiner Werkstatt WolleNaturFarben.
 

Im Sommer einfach mal ein paar frische Blüten und Blätter aus dem Garten oder Umland gesammelt und schon geht es los: 


Diesmal habe ich nur Baumwolle und Leinen als Unterlage verwendet. 
1. Zuerst zur Vorbereitung: Als erstes überlege ich ob ich einen neuen Stoff färben will oder von meinen vorhandenen Stoffen, mit älteren Eco Prints ( verblassen mit der Zeit, nach ca. 2-3 Jahren) etwas überfärben will.  Ich besitze inzwischen von meiner Oma geerbte und von meiner Mutter nicht mehr benötigte alte weiße Bettwäsche, Tücher, Leinen. Echte Schätze ! Das kann ich euch nur raten,da mal nachzufragen was dort noch so im Schrank liegt und nicht benutzt wird. Wenn ich ganz neue weiße Baumwolle, Leinen oder Hanf nehme muss ich die Stoffe erstmal gründlich vorbereiten, damit sie die Farbe gut aufnehmen. Zuerst wasche ich alles bei 95 Grad in der Waschmaschine.
 

Weiter geht es nach dem Rezept aus meinem allerersten Färbebuch  von 1985 von Gretel Feddersen- Fieler:  Farben aus der Natur. Waschen von Leinen, Hanf und Sisal: 500 gramm Garn werden 2 Stunden in einer Lösung aus 100 gramm Seifenflocken und 50 gramm reinem Soda in 8 Liter Wasser gekocht. Dann läßt man es über Nacht stehen und spült das Ganze danach gründlich aus. Anschießend soll das Material an einem schattigen luftigen Platz trocknen. Mit Baumwolle mache ich es ebenso.


2. Beizen der Stoffe: Nach dem Waschen müssen die Stoffe gebeizt werden. Da gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Alaun, Kaltbeize, EisenIII Kaltbeize ( habe ich hier beschrieben) , Tannin. Dieses Wochenende habe ich nur mit Kaltbeize und EisenIII Kaltbeize gebeizt. Ich lege die Stoffe in der Regel am Vortag ein.
3. Pflanzenmaterial: Einmal durch meinen wilden Garten sammle ich alles was mir über den Weg läuft. Auch getrocknetes Färbematerial kann dafür verwendet werden. Anregungen findet ihr hier.

 

4. Auslegen der Stoffe: Nach dem Beizbad wringe ich den Stoff aus und lege ihn feucht auf eine plastikbezogene Arbeitsfläche.

5. Belegen der Stoffe:  Das Belegen der Stoffe hat gerade zu etwas Meditatives. Dabei gibt es auch Unterschiede mit welcher Blattseite Blätter auf den Stoff gelegt werden. Immer wieder gibt es Überraschungen. Für mich diesmal war es eine große Überraschung, daß Waidsamen solch herrliche Farbabdrücke gab. Viele Ergebnisse sind nicht vorhersehbar, daher bleibt das Arbeiten spannend.

links oben: Eucalyptusblatt, rechts oben: Tagetes, links unten Waidsamen, rechts unten Storchenschnabel
6. Aufwickeln der Stoffe: Nach dem Belegen werden die Stoffe aufgewickelt,möglichst eng gewickelt, damit der Kontakt zwischen Stoff und Material eng ist. Ich nehme mal Bambusstöcke, oder hitzebeständige Rohre etc.  Man kann bei sehr dünnen Stoffen auch eine hitzebeständige Folie miteinwickeln. Das Bündel wird mit stabilem Bindfaden befestigt, man kann auch Seidenfaden nehmen, der wird dann gleich mitgefärbt und man kann ihn anschließend zum sticken nehmen. Wie immer sind der Fantasie dabei keine Grenzen gesetzt.

7. Dämpfen Im nächsten Schritt dämpfe ich die umwickelten Stoffbündel. Je nach Größe gleich im Färbetopf oben mit eingeklemmt, nutze ich gleich den Dampf mit aus oder auch um Solarglas wenn ich kleine Stoffbündel habe oder im Reisdämpfer oder oder...Ich dämpfe in der Regel 1Stunde, lasse die Bündel dann immer noch auskühlen, auch wenn ich vor lauter Neugierde am liebsten immer gleich nachschauen würde :-).
 
Dann kommt der absolut spannendste Moment: DAS AUSPACKEN UND AUSWICKELN!



Die Stoffe werden dann noch gewaschen und gebügelt. In den Büchern der australischen Künstlerin  India Flint , die eine echte Augenweide sind, ist alles wunderbar beschrieben.


India Flint, entdeckte für sich die hohe Färbekraft von Eucalyptusblätter und nutzte diese Färbekraft um direkt auf Naturfasern zu drucken. Sie nannte dieses Verfahren dann Ecoprint. 2008 hat sie auch das Buch "Eco Colour" veröffentlicht, das weltweit sehr viel Aufsehen erregte. So das war mal der erste Teil, sozusagen die Grundlagen. Ich hoffe ich konnte euch ein wenig anregen und ihr könnt was anfangen mit der Anleitung. Einige Stoffbündel sind noch im Färbesud und es gibt noch etliche Feinheiten und Details...doch jetzt erstmal die Arbeitswoche und zu eco print ein andernmal mehr...Euch eine gute Woche. 

Montag, 19. August 2013

Kreisweste Regenbogen gestrickt - handgesponnen - pflanzengefärbt

Immer mal so nebenbei gestrickt, wurde wieder eine Weste fertig. Jetzt wo die Abende wieder etwas kühler sind, ist wieder Westenzeit.


Die Weste ist aus einer Vielfalt an Garnen und Wolltypen zusammen gesetzt. Da gibt es Wollreste aus meinem Deckenprojekt mit Schafwolle von verschiedenen Schafrassen , Wollproben aus Kamel, Alpaka, Angora, Seide, Perlengarn und Mohairwolle,  die ich mit Pflanzenfarben gefärbt hatte. Da gibt es kleine Tut mir gut Garne und alles zusammen, ergab diesen Regenbogen. Und wenn ihr jetzt denken solltet, oje diese Vernäherei der Reste das tue ich mir nicht an, dann kann ich euch verraten, dass es so gut wie keinen Rest zu vernähen gab, da ich die Enden beim Stricken, gleich miteingewebt habe, das hat Alpi auf ihren Seiten ganz wunderbar bebildert. Über die Jahre entstanden viele kleine handgesponnene und mit Pflanzenfarben gefärbte Garnreste, die ich nun mal zu einem Regenbogen zusammengestellt habe. Anleitung ist wieder von hier.



Zwischendurch ist es natürlich auch empfehlenswert, die Weste immer wieder anzuprobieren, damit man rechtzeitig aufhört ;-) .

 

 Stricken im Kreis mit einfachen Mustern, das geniesse ich immer sehr und erlebe es als ganz meditativ und entspannend. Stricken tut eben auch der Seele gut ;-) Inzwischen ist ja auch erwiesen, dass Stricken den Blutdruck senkt, Stress abbaut und Kreativität und logisches Denken stärkt. Bei mir gehört neben meiner Familie und Kultur auch Stricken, Spinnen, Färben und in der Natur sein zu meiner Burnoutprophylaxe. Wie ist das so bei euch ? Was macht ihr zur Burnoutprophylaxe ? Euch eine gute Woche und vielen Dank für eure Kommentare zum Hanffaserworkshop.
NachtragJetzt überlege ich ob ich die Weste ergänze und anknöpfbare Ärmel dazu stricke. Was habt ihr für Erfahrungen und Gedanken dazu ? Ärmel mit Knöpfen und Knopflöchern oder mit Druckknöpfen oder sogar mit Reissverschluss ?

Dienstag, 23. Juli 2013

SOLARFÄRBEN - ANLEITUNG-

Da die Sonne ja so schön kräftig scheint und ich immer wieder mal angeschrieben werde mit Fragen zur Solarfärbung, hier mal eine einfache Anleitung dafür.

 
 
1. Glas oder Gläser mit Deckel besorgen: Ich habe mir hier im Landwarenhandel große Gurkengläser besorgt. Da ist es günstig sie vor der Saison zu kaufen, bevor sie alle ausverkauft sind, ist meine Erfahrung hier. .Es gibt auch sehr große Einweckgläser mit Gummiring oben, die gehen auch gut.


 2. Befüllt werden die Gläser dann von mir sowohl geplant, als auch ungeplant. In der Regel ist das Material das ich einlege, mit Kaltbeize vorgebeizt. Bei grünen Walnussschalen kann man die Kaltbeize weglassen. 
a) Geplante Befüllung: Ich wiege die Wolle,  Seide oder den Stoff ab 

 

b) Ungeplante Befüllung bei Färbesud: Ich packe einfach soviel Wolle und Seide ins Glas bis es voll ist und notiere mir aber in den meisten Fällen was im Glas drin ist, da ich die Färbungen auch gerne auswerte. Mit einem Tuch über dem Glas befülle ich dann die Gläser nur mit dem Sud ohne Färbematerial. 

 
 d) Ungeplante Befüllung bei Färbematerial: Ich schichte die Wolle, Seide und die Stoffe abwechselnd mit den Blättern oder Blüten, das sieht man sehr schön unten auf dem Bild. Da sieht man auch bei dem mittleren Glas, dass sich der Färbesudpegel gesetzt hat,da fülle ich dann neu auf, siehe unten. 


  3. Aufgefüllt mit Färbesud werden dann die Gläser: 
a) mit einem geplanten Färbesud, d.h. wenn ich z.B. reine Zwiebelschalenfarbe möchte packe ich nur Zwiebelschalen ins Glas, wie auf dem Foto ganz oben, das Glas ganz rechts, dabei schichte ich die Wolle dann abwechselnd mit den Schalen.
b) mit einem Färbsud der von anderen Färbeaktionen übrig ist , um die restliche Färbekraft auszunützen. Dann schütte ich auch gerne mal einige Färbesudereste zusammen, wie z.B. hier mit Zwiebelschalen, Krapp und Cochenille
c) mit einem Färbesud, der daraus besteht, dass ich durch meinen Garten wandere und hier und da etwas einsammle oder Blätter die ich austesten möchte, wie z.B. diesmal wieder mit Mohnblüten Foto unten, das 2. Glas von rechts oder auch mit Pfingstrosenblüten, das dritte Glas von rechts Foto unten. 

 

 4.  Wichtig beim Auffüllen der Gläser wie oben schon angesprochen: Die Gläser müssen exakt bis zum Rand mit Flüssigkeit gefüllt, werden um Schimmelbildung vorzubeugen. Ich kontrolliere die Gläser dann auch während sie in der Sonne stehen und wenn sich der Flüssigkeitspegel mal gesenkt hat, dann fülle ich auch Wasser nach. 
 5. Die Gläser werden dann verschlossen und an einem sonnigen Platz aufgestellt. Dabei notiere ich mir das Datum der einzelnen Befüllungen und wann ich sie in die Sonne gestellt habe. In der Regel erfolgt die Befüllung bei  mir nach und nach und wenn die ersten Solarfärbungen fertig sind, dann befülle ich wieder neu. Je nach Pflanzen in der Natur und auch je nachdem welche Färbesudreste bei mir entstehen. 
6.   Ab und an , wälze ich die Gläser auf dem Boden, damit die Farbe möglichst viel mit dem Material in Berührung kommt. 
 7. Dann kommt immer die große Überraschung beim Auspacken. 
8. Zur Fixierung lege ich die Wolle dann immer noch in einen Eimer mit etwas Essig


Hier habe ich schon zu einigen Solarfärbungen was geschrieben:

Solarfärbung mit Alkanna
Solarfärbung mit Brennesseln
Solarfärbung mit Sandelholz und Krapp
Solarfärbung mit Cochenille Krapp und Zwiebelschalen
Solarfärbung mit Cochenille und Blauholz hatte ich hier schon einmal beschrieben, auch welche Fehler ich  dabei gemacht hatte.

 

Solarfärben ist auch eine schöne Sache wenn man Kindern zeigen möchte, dass Dinge ihre Zeit brauchen. Immer wieder können sie dann die Gläser beobachten und auch drehen.Es gibt immer Überraschungen, egal wieviel ich plane oder berechne. Natur ist eben Natur ! Ihr alle die ihr schon mit Solar gefärbt habt, da würde ich mich über Ergänzungen, Tips, Anregungen, Kritik und eure Erfahrungen damit freuen . Habt ihr es auch schon ausprobiert mit Kindern zu färben ? Euch einen schönen Tag und eine gute Woche.


Ergänzungen:
Wichtige Erfahrungen von Lesley dazu :
Sie nimmt noch Perlonstrümpfe, die sie an beiden Enden knotet für die Blüten oder Blätter, so muss sie später nicht alles aus der Wolle wieder "rausfriemeln". Bei Walnusschalen nimmt sie oft Baumrinde dazu, das gibt nach ihren Erfahrungen einen dunkelbraunen Ton und braucht etwas Zeit. Tageten und Dahlien haben auch ohne Vorbeize, eine sehr schöne Farbwiedergabe und färben sehr schnell., schreibt sie. Jasminblätter machen wunderschöne Gelbtöne, sie verkleinert die Blätter dafür mit einer Schere, und auch die Blutpflaumenblätter werden verkleinert. Die Blätter geben nach ihren Erfahrungen die Farbe schneller ab, daher auch die Perlonstrümpfe, sonst sei sie nur am rauszupfen, schreibst sie. Die Blütenblätter dagegen gibt sie direkt in das Wasser dazu, sie lassen sich einfach aus der Wolle schütteln.

Bei meinen Erfahrungen hatte ich noch vergessen zu schreiben, daran hat mich der Kommentar von Lesley erinnert, dass ich jetzt für kleine Blüten oder Rindenteile im "Solarglas" immer ein kleines durchlässiges Mulltuch nehme ( siehe oben mittleres Glas, mit Gelbholz), seit ich bei meiner ersten Solarfärbung mit Blauholz, mühsam versucht hatte die einzelnen Blauholzteile wieder aus der Wolle zu entfernen. Danke für alle eure Hinweise, Ergänzungen und Erfahrungen, so ist Bloggen wunderbar. Gemeinsam macht es Spass !! herzliche Grüße Anke 
 
Ergänzung 2021: 
HIER im FilzFUN Heft findet ihr einen Beitrag dazu von mir: Färben mit der Kraft der Sonne. 

Donnerstag, 14. März 2013

Schnelle Frühlingsweste gestrickt

Also wer mich kennt, der weiß dass ich eigentlich nicht die schnellste Strickerin bin. Doch aus Schurwolle- Dochtgarn, mit einer Lauflänge von 170m/ 100 gramm, entstand nun ganz schnell mit 300 gramm diese Frühlingsweste. Bin also für den Wintereinbruch gut vorbereitet ;-)

 

Es ist eine Kreisweste, der Größe S - XXXL, man strickt wie in Trance immer wieder im Kreis  rundherum.

 

Gestrickt habe ich nach dieser super einfachen Anleitung, die eigentlich eine Jacke ist, und bei der ich nur die Ärmel weggelassen habe. Erst war ich skeptisch ob sie sitzt und ob das so funktioniert mit dem Kreis, denn für mich ist es mit Größe 34/36 oft schwierig mit Anleitungen, doch sie sitzt perfekt.

  

Die Weste ist vielseitig zutragen, vorne offen oder mit Verschluss, mal mit hell darunter oder auch mit dunkel. Die Armausschnitte habe ich dann gestern Abend im Dunkeln noch umhäkelt, daher die Fotos noch ohne Armumrandung.

 

 Die Wolle habe ich hier schon ewig liegen, sie stammt vom Färbehof und ist mit Reseda und Indigo, bzw. Birke und Indigo gefärbt. Euch einen guten Tag !

Samstag, 2. März 2013

Heilsalbe aus Calendula officinalis

Wie ihr ja meinem Banner entnehmen könnt, bin ich ein Fan der Ringelblume - Calendula officinalis. Ich liebe diese Heilpflanze und habe schon öfter daraus Heilsalbe gefertigt und an die Verwandtschaft verteilt. Ich liebe Ringelblumen, da sie so leicht im Garten zu halten sind, sich auch wieder von selbst aussäen, das ganze Jahr über bis in den November hinein blühen und sie ein herrlicher Blickfang bei der Gartengestaltung in meiner Lieblingsfarbe orange sind.

Nun war also die letzte selbsthergestellte Salbe lange zu Ende und immer wieder kam die Nachfrage, wann es Neue gibt, da sie so besonders hilfreich bei wunden oder eingerissenen Lippen oder sonstigen wunden Hautstellen war. Nun hatte ich diesmal noch sehr herrliches Propolis von hauseigenen Bienen geschenkt bekommen, vielen Dank dafür liebe Katja und mir nun mal wieder Zeit genommen und Salbe daraus hergestellt.


Es gibt ja  viele verschiedene Varianten von Ringelblumensalbe. Ich  mache sie so:

 Zutaten:

10 gramm Propolis ( geht auch ohne, als reine Ringelblumencreme)
2 Handvoll frische Ringelblumenblätter ca. 50 gramm- ich hatte sie nur noch getrocknet im Februar jetzt
40 gramm Bienenwachs
50 gramm Wollfett
500 ml Bio- Olivenöl kaltgepresst
50 ml 50-70 % Äthanol ( hochprozentiger Alkohol) 

Zuerst setzte ich mit 30 ml hochprozentigem Alkohol die Propolis Tinktur an. Die Ringelblumenblätter wurden mit etwas hochprozentigem Alkohol durchfeuchtet und über Nacht stehen gelassen. Die Blüten ziehen den Alkohol und bilden dann eine nasse orangefarbene Masse die dann am nächsten Tag in 50 gramm geschmolzenes Wollfett und 40 gramm geschmolzenes Bienenwachs eingerührt wird. Anschließend gab ich 500ml Bio- Olivenöl dazu, sowie die Propolistinktur und ließ das Ganze ca. 2-3 Stunden köcheln. Zum Schluß siebe ich das Ganze durch ein sauberes Tuch oder Papier in die abgekochten Salbendöschen und beschrifte sie. Bei entsprechender Kühlung soll die Salbe so ca. ein Jahr haltbar sein.


Natürlich kann man auch färben mit den Ringelblumen siehe hier, aber da ich diese Farbe auch  mit anderen NaturBlüten herstellen kann, werde ich die Ringelblumen dann doch eher für die wertvolle Heilsalbenherstellung verwenden. Die fettlöslichen Anteile der Blütenblätter sind durch den Alkohol nahezu optimal gelöst und so stellt die Ringelblumensalbe mit Propolis ein sehr gutes Heilmittel bei Verletzungen und Erkrankungen der Haut dar. Für mich ist es ein besonderes persönliches Geschenk für besondere Menschen.


Nachtrag: Was ich jetzt noch hier bei allerley Kräuterei gelesen habe ist, dass man die Ringelblumen auch pulverisieren kann, das werde ich wohl das nächste Mal auch ausprobieren. Herzlichen Dank für eure vielen Kommentare zum letzten Post mit der Strickjacke aus walnussgefärbtem Garn. Ich habe sie jetzt eine Weile getragen und werde oben noch ein Bändchen innen einnähen, da ich sie auch oft offen trage, damit sie an der Schulternaht besser hält. Hier ist heute und morgen Sonne angesagt und das wünsche ich euch auch, Sonne und ein kreatives Wochenende.

Dienstag, 9. Oktober 2012

Herbst - Tuch aus Alpaka, Angora und Leineschafwolle in Krapp und Cochenille

Ihr erinnert euch vielleicht, dass ich eine lange "ostfriesische Milchschafphase" hatte, da überlegte ich schon ob ich zuerst die Krappwolle oder die Ostfriesische nehme und nun ist mal die Krappwolle dran, die schon solange geduldig in meiner Draussen Werkstatt auf ihren Einsatz wartete.  

Herbst - Tuch aus Alpaka, Angora, Leineschafwolle in Krapp und Cochenille
 Als Langsamstrickerin brauche ich Strickmuster die einfach gehen oder dicke Wolle damit mal etwas fertig wird. Als nun draussen die ersten Blätter fielen, startete ich mit diesem Tuch für die Herbst und Winterstürme und strickte es zügig fertig.

Alpaka und Angoraanteil sorgen für Kuscheligkeit
Ich nahm Dochtwolle und auch dick verzwirnte Wolle und vermischte alle mit Krapp und Cochenille gefärbten Wollexperimente von Angora, Alpaka und Leineschafwolle und strickte einfach drauf los. Entsprechend dem Landlusttuch nahm ich eine Dicke Stricknadel Nr. 12 und eine Stricknadel Nr. 4,5 und strickte im Wechsel. Eine Reihe mit der dicken und die Rückreihe mit der dünneren Nadel immer rechts. Begann mit 3 Maschen und nahm dann einfach in jeder Reihe 2 Maschen zu, immer ein Umschlag nach der ersten Masche und 1 Umschlag vor der letzten Masche. Das Tuch ist 210 cm x 50 cm.

Im Wechsel gestrickt mit dicker Stricknadel Nr. 12 und Stricknadel Nr. 4,5
Zum Schluss umhäkelte ich den Rand noch, befestigte 3 Quasten an den Rändern und es ist wunderbar kuschelig durch den Angora und Alpakaanteil. Warmer Hals auch bei Herbststurm also !

Sonntag, 5. August 2012

Sommerschal aus Brennesselgarn

Passend zu meinen grünen Sommerschuhen strickte ich mir nun noch einen leichten Sommerschal. Lange schon reizte es mich mal aus dem handgesponnenen Brennesselgarn, das ich geschenkt bekommen hatte, etwas zu stricken und so enstand dieser luftige Sommerschal.  Der Schal ist 140 cm x 16 cm lang und wiegt 35 gramm. 

Sommerschal aus Brennesselgarn
Sommerschal aus Brennesselgarn

 
Fallmaschen
Sommerschal aus Brennesselgarn und mit Reseda und Indigo gefärbtem Merinogarn
Sommerschal passend zum Sommerschuh
Anleitung: 10 Maschen anschlagen, dann im Wechsel mit Nadelstärke 10 Brennesselgarn und Merinowolle , in diesem Fall mit Reseda und Indigo gefärbt, rechte Maschen und Reihen mit Fallmaschen wechseln sich ab. Fallmaschen : 1 MA rechts 1 Umschlag, 1 MA rechts. in der nächsten Reihe alle Maschen rechts und dabei die Umschläge fallen lassen.

Spinntreffen in Gartz gestern war sehr herzlich und anregend, danke liebe Katja für die schöne Tour mit dir, hat so richtig Spass gemacht. Bilder kommen noch.

Nun überlege ich ob ich den Schal ohne Fransen lasse oder welche ranmache, was denkt ihr ?

Euch noch einen schönen Sonntag !

Mittwoch, 25. Juli 2012

Kissenhüllen aus Milchschafwolle gesponnen - gewebt - genäht

Es war einmal...

Kissenhüllen gewebt - genäht
 ...ein handgewebter Stoffrest 180 cm lang aus handgesponnener  ostfriesischer Milchsschafwolle.

handgewebter Stoffrest 180 cm lang aus handgesponnener ostfriesischer Milchsschafwolle

Dieser schaute immer neidisch auf seine Geschwister, denn sie waren alle schon vor vielen Jahren zu Stuhlkissen vernäht worden.

Stuhlkissen gewebt - genäht
Das eine Geschwisterchen wurde zu einem wunderbaren großen Stuhlkissen mit Lehne, sodass ein alter Stuhl wieder wie neu und überall bewundert wurde und ...

Stuhlkissen gewebt - genäht
...das andere Geschwisterchen wurde zu einem Kissen für einen "Königinnenstuhl", bekam eine besondere Form und wurde auch viel bewundert.

Ostfriesische Milchschafwolle handgewebt
Nur der handgewebte Stoffrest lag so allein da und keiner beachtete ihn wirklich, da die Besitzerin sich jetzt fast nur noch mit Färben und Filzen beschäftigte und ihn so völlig vergessen zu haben schien. Eines Tages nun, als die Besitzerin ihr Handgelenk durch Filzen etwas überstrapaziert hatte und so nicht filzen konnte, da erinnerte sie sich wieder an das wunderbare Stück Stoff. Der Stoff freute sich und dachte so bei sich, man weiss ja nie wofür etwas gut ist. Die Besitzerin des Stoffes befühlte nun also den Stoff freute sich über ihn und richtete sich draussen bei herrlichstem Wetter im Schatten einen Nähplatz ein und los ging es.

Kanten werden mit Wolle verfilzt
 Zuerst wurde der Stoff abgemessen und beschnitten, damit 3 gleich große Kissenhüllen 40 x 26 cm daraus entstehen konnten.
 
Stoff wird zugeschnitten
Anschließend wurden die Ränder mit der Filzmaschine gegen Ausfransen bearbeitet. 

Mit der Filzmaschine gegen das Ausfransen der Ränder
Drei  ausrangierte abgenutzte Küchenhandtücher aus Baumwolle wurden recycelt, etwas beschnitten als Inlets an die Kissenhüllen angepasst, an drei Seiten zugenäht und gegen Ausfransen umzackt.

Alte Baumwollküchenhandtücher als "Inlets
Anschließend wurden die "Inlets" dann mit Kapok befüllt und zwar jedes " Inlet" etwas anders,  jeweils mit 200, 300 und 400 gramm Kapok. So sind sie für unterschiedliche Zwecke einsetzbar auch unterwegs im Auto, z.B. als Kopf-, Rücken-, Nacken- oder Schulterkissen. Kapok als Füllmaterial nahm ich, da es wasserabstoßend und unempfindlich gegenüber Motten und Ungeziefer ist.

Befüllung der "Inlets" mit Kapok
Die Inlets wurden zugenäht und in die gewebten Kissenhüllen gesteckt, die zuvor auch an drei Seiten zugenäht worden waren. Zum Schluß wurden die Kissenhüllen mit einem doppelten handgesponnenen Faden vom gescheckten ostfriesischen Milchschaf mit einer großen stumpfen Nadel zugenäht. Fertig ! Arbeitszeit für alle 3 Kissen ( ohne Spinnen und Weben) 2, 5 Stunden. 
Zunähen der Kissenhülle
 Und nun freute sich der Stoff was aus ihm geworden war und er war nicht mehr neidisch, denn im Gegensatz zu seinen Geschwistern waren aus ihm Kissen geworden, die man überall mithinnehmen konnte und so würde der Stoff viel mehr erleben, als seine Geschwister und merkte nun dass es sich gelohnt hatte solange geduldig zu warten.

Kissen aus Milschafwolle handgesponnen - gewebt- genäht
" Was lange währt wird endlich gut ".

Nachtrag: Gewebt wurde der Stoff auf einem Louet- Webstuhl in Leinenbindung mit 4 Schäften, den ich jetzt an eine Freundin abgegeben habe.  

Louet Webstuhl mit 4 Schäften , Webbreite 70 cm