Diese herrliche Sommerzeit kann ich in vollen Zügen geniessen. Manches ist schon verblüht, anderes kommt erst und den Bienen, Hummeln und Insekten in meinem Färbegarten kann ich lange zusehen.
Beim Rundgang durch meinen Naturgarten gibt es immer wieder Neues zu entdecken. Alles an den Rändern bleibt bei uns so wie es ist, im Rasen sind Wege wo wir laufen können. So
haben wir hier eine wilde Waldecke, Totholzstapel, Insektenhotels, Nisthilfen, Steinhaufen
und in den Wiesen wilde Blühfelder. Salat gibt es aus dem Hochbeet.




Manche die bei mir zu Besuch sind, meinen ich müßte meinen Garten mehr kultivieren. "Willst du Garten oder Wildnis? meinte eine mal. Ich will Naturgarten und der bedrohten
Artenvielfalt ihren Lebensraum zurückgeben und so zum Arterhalt und Artenschutz beitragen. Denn wenn man den
Artenschutzreport 2015 liest, die Zahlen des Bundesamts für
Naturschutz (BfN), sehr nüchtern alles, aber dann wird deutlich aufgezeigt, dass die komplette
Biodiversität oder biologische Vielfalt auf dem Spiel steht."Jede dritte untersuchte Art in Deutschland ist nach Angaben des
Bundesamts für Naturschutz (BfN) gefährdet. Das geht aus dem Report hervor.
 |
Kann mir jemand sagen wie dieser Schmetterling heisst? Es gibt noch eine zweite variante die sieht ähnlich aus, vielleicht männlich - weiblich? |
Besonders dramatisch ist dem Artenschutzreport 2015 zufolge die Situation bei den
wirbellosen Tieren, zu denen Insekten gehören: "Knapp 46 Prozent der
untersuchten Arten und Unterarten sind bedroht, extrem selten oder
ausgestorben. Mit Sorge beobachten Experten dabei auch die negative
Entwicklung aller 600 Wildbienenarten." Bei
Ghislana bin ich auch auf den sehr informativen und lesenwerten Bericht von
Heidi über die Bedrohung der Artenvielfalt aufmerksam geworden.
 |
Reseda - Färbewau |
Unser Zeitgeist, die Werbung und viele Modetrend verursachen oft einen nachbarschaftlichen Wettlauf um den vermeintlich schönsten, gepflegtesten und damit auch
arbeitszeit- und geldintensivsten Garten. Wilde Naturgärten
dagegen gelten oft als Zeugnis von Ungepflegtheit und Verwahrlosung mit dem
obligatorischen Naserümpfen über den Besitzer. Nachbarn mit englischem Rasen, mit Chemie oft so gehalten, toten Kiesflächen und
exotischen Pflanzen in Kübeln fühlen sich oft bedroht von Nachbarn mit Naturgärten. Solche Nachbarn haben wir hier ein Glück nicht. Letztendlich sind es aber die Naturgärten, die der bedrohten
Artenvielfalt ihren Lebensraum zurückgeben, ihnen gar neuen Lebensraum
schenken und so zum Arterhalt und Artenschutz beitragen. Da gelte ich dann eben bei den einen als "die pflegt ihren Garten nicht", was ja so auch nicht stimmt und von den anderen bekomme ich dann wie schon im letzten Post erwähnt, kürzlich das Prädikatschild " Wir tun etwas für Bienen und Schmetterlinge" verliehen. Darüber freuen wir uns sehr und sagen danke an das tolle Team von
Blühstreifen Beelitz e.V. und wünschen Alles Gute und weiterhin Erfolg für die weiteren Projekte.

Hier noch ein paar Eindrücke von meinem Eco Print Kurs und den Ergebnissen der Teilnehmerinnen. Am Eingang kam zum ersten Mal der kunstvoll gefilzte Schirm von
Angela - danke dir ganz herzlich dafür!- zum Einsatz.
Ein mit lauter tollen Power- Frauen, der sehr viel Spass gemacht hat. Alles nur an einem Tag produziert!
Hier ein Beitrag von Karin und hier ihre
Ergebnisse dazu. Gedruckt wurde auf Leinen, Baumwolle, Wolle und Seide.
Morgen ist dann wieder ab 13.00 Uhr das
Maulbeerfest in Zernikow, hier und
hier Bilder der letzten Jahre dazu. Es gibt immer viel Informatives zu der Maulbeerallee dort und alles rund um die Maulbeere und Seide. Euch eine gute Sommerzeit. Diesen Post vernetze ich auf dem Natur-Donnerstag bei
Ghislana, dort sind viele sehr lesenswerte Naturbeiträge vernetzt. Habt eine gute Sommerzeit.