Mittwoch, 1. Oktober 2014

Deckenprojekt Schafwolle Teil 25 mit Wolle vom braunen Merino- Schaf

So noch ein Teil für mein Deckenprojekt, diesmal aus dunkler Merinoschafwolle und sie stammt von einem Rohwolltausch mit Jana. Herrlich weiche Wolle, sie hatte ausserdem goldene Spitzen, wie ihr unten sehen könnt und ein Teil war schon so schön kardiert, danke dafür Jana


Das Merinoschaf ist eine Feinwolle-Schafrasse, die ursprünglich wohl aus Nordafrika stammt. Im Hochmittelalter gelangten sie nach Spanien und erhielten dort aufgrund ihrer besonderen Wollfeinheit große wirtschaftliche Bedeutung. Die Tiere werden bis auf die Haut geschoren und geben zwischen 2-4 Kilogramm Wolle pro Jahr. Spitzentiere geben auch schon mal bis zu 10 Kiliogramm.
 

Aufgrund ihrer wertvollen Wolle wurden die Merinoschafe früher nur in geringem Umfang als Fleischlieferanten genutzt. Die deutschen Merinorassen ( Merinolandschaf, Merinofleischschaf und Merinolangwollschaf) werden den Fleischschafrassen zugeordnet. Merino-Schafe haben von allen Schafen die feinste Wolle (beim Merinofleischschaf zwischen 23 und 26 Mikron. Merino A-Klasse da wird die Wolle mit 14 – 20 Mikron angegeben. Im Filzlexikon findet man noch folgende Information: "Merino-Wolle  Die 140 Millonen Schafe (15% der Welt - davon ¾ Merinos) produzieren ca. ein Drittel des Weltprodukt. und decken im Verkauf 2 Drittel des Weltmarktes. Es werden vereinzelt schon Wollfeinheiten v. 13µ erreicht." Stapellänge 75-80 mm. Die meisten der Merinoschafe sind ja weiß. 

So schön und weich zu verspinnen jedenfalls, dass man sie sogar unkardiert, wunderbar zu einem feinen Faden spinnen kann. Einen dickeren Faden zu verspinnen, so wie ich es für das Deckenprojekt mache, verlangt immer mehr Konzentration von mir als einen dünneren Faden und wenn ich mich zu sehr entspanne, wird der Faden immer dünner. Geht euch das auch so ? Das fertige Teil gehört mit zu den weichsten Deckenteilen. Am liebsten stricke ich im Moment einfache Zöpfe für meine Deckenteile.

Kommentare:

  1. Mir geht das mit dem Feinspinnen auch so. Ich verspinne viel Merinolangwollschaf und zumeist von Lämmern. Die Wolle bauscht enorm, zu gibt auch ein dünnes Fädchen nachher ein dickeres Gestrick.
    Liebe Grüße
    Anja

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  2. ich spinne auch viel lieber dünner, und zwirne auch schon zu 4fach cable-garn. vielen dank fürs zeigen, liebe grüße wiebke

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