Mittwoch, 30. Juli 2014

Solarfärbung mit Berberitzenrinde

In meinem großen Vorrat in meiner Färbewerkstatt, hatte ich noch Berberitzenrinde gefunden. Irgendwo hatte ich mal gelesen, dass sie ein super kräftiges Gelb macht, das man dann auch gut z.b. mit Indigo überfärben kann. Und es stimmt ! Das gelb ist absolut knallig.


Bereits nach 1-2 Tagen in der Sonne war die Wolle knallig gelb. Die Rinde hatte ich in ein kleines Mulltüchlein eingebunden, dann die Wolle und die Seide eingelegt und das ganze dann mit Wasser übergossen. Bei der Hitze die letze Woche färbte es ganz schnell. Meine Solarfärbung 2-2014. Mit der Berberitzenwurzel kann man leuchtend färben,das hat Jana hier mal sehr eindrücklich beschrieben. Dieser herrliche Gelbton kommt auch in meine Kiste " Noch mit Indigo überfärben". Daraus soll dann mit den anderen bereits überfärbten Garnen wieder ein Kleidungsstück für Herbst / Winter entstehen. Euch noch eine gute Sommerwoche !

Freitag, 25. Juli 2014

Rhönschafwolle -Wolle vom Schaf der Königin zu vergeben !

Gestern habe ich mich erfolgreich im Neinsagen geübt. Da ich leider aktuell nicht genug Zeit für noch mehr Wolliges habe, warten nun auf jemanden von Euch 4 Vliese mit herrlicher Rhönschafwolle. Die Rhönschafwolle habe ich ja auch für mein Deckenprojekt verarbeitet und hier beschrieben.

Wolle: Der Wollertrag bei den Muttertieren beträgt 3-4 kg, bei Böcken 5-6 kg. Die Wollfeinheit liegt bei 32-37µ. (Feinheit C bis D). Die Wolle läßt sich sehr gut spinnen und ausgezeichnet verfilzen. Die Farbaufnahme ist gut.  Wieso ist es Wolle vom Schaf der Königin ?

 
 "Am 10. Oktober 1813 änderte sich das bisher zurückgezogene Leben der Rasse Rhönschaf dramatisch, als Kaiser Napoleon sich mit seinen Truppen durch die Rhön zurückziehen musste. Als der Kaiser das königliche Fleisch zu essen bekam, fand der kaiserliche Geschmack majestätisches Wohlgefallen am königlichen Schaf. Kaiser Napoleon veranlasste den Import von Wanderherden, die von der Rhön bis nach Paris zur Schlachtbank marschierten. Die wohlschmeckenden Charakterköpfe aus der Rhön erhielten den wohlklingenden Namen "mouton de la reine" - "Schaf der Königin". Wegen der damaligen Sprachverwirrung verirrte sich aber die Königin “la reine” in die Rhön – der Name Rhönschaf war geboren." Textquelle ist von  hier.  Der Autor: Dr. Albach Dipl. Biologe


Wer sich für die Wolle interessiert wendet sich bitte an: Dr.Ines Rönnefahrt von der Initiative Zernikow. In Zernikow ist am 2.8. ab 13.00 Uhr  auch wieder das Maulbeerfest, ein Fest rund um die Maulbeere, Seidenraupen, Seide und noch viel mehr.

Sonntag, 20. Juli 2014

12tel Blick im Juli 2014

Voll der Sommer 32 Grad so wollten wir es doch oder ? Hier also nun mein Juli- Sommerbild - voll zugewachsen. Der 1. Blick ist frühmorgens...
 

...der 2. Blick ist Mittags und ....
 

...der 3. Blick ist von gestern Abend, wenn dort die Sonne untergeht.



Es ist schon das volle Kontrastprogramm zu Januar. Also schön jeden Moment dieser herrlichen Sommerzeit geniessen, der nächste Winter kommt bestimmt ;-). 
Die anderen Blicke vom Juli gibt es hier wieder bei Tabea zu bestaunen. Euch noch einen schönen Sommer-Sonntag !

Donnerstag, 17. Juli 2014

Deckenprojekt mit Schafwolle Teil 23 mit Wolle vom Zwartbles Schaf

Nun mal wieder ein Deckenprojekt Teil, diesmal aus Wolle vom Zwartbles Schaf. Es ist eine holländische Rasse - schwarze / dunkelbraune Tiere mit einer weißen Blesse, daher auch der Name. Diese Wolle habe ich Barbara (ohne blog) und Jana zu verdanken, euch vielen Dank dafür. Der Name Zwartbles kommt vermutlich von der weißen Blesse am Kopf.


Die Kategorie herrlich weich für diese Wolle, trifft auch nur mein eigenes Empfinden ;-).   An Feinheit wird für die Wolle angegeben 32-38 micron. Faserlänge wird mit 10-12cm angegeben. Die schwarzbraune Wolle, bleicht im Verlauf des Jahres an den Spitzen deutlich aus (frisch geschoren sind die Schafe fast schwarz), das ergibt dann diese herrliche Melierung wie man hier sieht. 


Das Zwartbles-Schaf wird in den Niederlandern zu den Weideschafen gerechnet zusammen mit dem Milchschaf und dem Texelschaf. Es ist ein großes, gut bemuskeltes und kräftiges Schaf, das vom Typ zwischen dem holländischen (Bauern-)Texel und dem Milchschaf steht.

 
 Es steht hoch auf den Beinen, hat einen langen, wenig bis unbewollten Schwanz (der nicht kupiert wird!) und ist unbehornt. Die Ohren stehen horizontal. Wunderschöne Bilder von Zartbles Schafen könnt ihr hier sehen.


Ursprünglich wollte ich ja jedes Deckenteil in einem anderen Muster stricken, doch nun stricke ich leidenschaftlich gerne dieses Zopfmuster und so gibt es eben Zopfmuster - Schafrassen Variation ;-). Ich liebe Schafwolle in allen Variationen und daher muss eine Wolle schon sehr grob sein, damit ich sie als rauh empfinde wie z.B. die von Zackelschafen oder Scottish Blackface Schafen. Zwartbleswolle filzt auch sehr gut. Vor 3 Jahren hatte ich mir mal einen "Mantel" für meinen hässlichen Zeitungsbriefkasten aus Zwartbleswolle gefilzt. Das ergab einen sehr schönen Filz. 

 

Leider fanden noch "Andere" Lebewesen den Zwartblesfilz auch attraktiv, sodass der Mantel inzwischen in alle Teile zerfallen ist.

 

Nun sind es schon 23 Deckenteile, die Übersicht findet ihr hier  und ich mache mir so langsam Gedanken wie ich die Teile dann zusammennähen werde. Doch der nächste Winter ist ja ein Glück noch etwas hin und so habe ich damit keine Eile, jetzt heisst es erstmal weiter Sommer geniessen. Euch einen schönen Sommertag !

Dienstag, 15. Juli 2014

Baumwolle und Wolle mit Johanniskraut gefärbt

Mal wieder mit Johanniskraut , der "Sonne für die Seele" gefärbt, die ja jetzt überall wächst und blüht. Der erste Zug ergibt einen schönen gelben Ton, der Baumwollstoff den ich dabei mitfärbte ergab eine Art Gelb-Ocker. 


Beim zweiten Zug war die Farbe dann so ziemlich aufgebraucht, sodass mir die Wolle zu hell war und ich sie dann mit etwas Eisenwasser in grün verwandelte. Eisenwasser nehme ich garnicht mehr so wirklich gerne. Finde dass die Wolle da so spröde mit wird. Wie ergeht es euch mit dem Nachentwickeln mit Eisenwasser ?


Beim Färben von Baumwollstoffen ist es wichtig, dass die Stoffe ca. 1 Stunde gut ausgekocht werden und zwar mit 3-4 gehäuften Esslöffel Soda und ein paar Seifenflocken. Wenn das Wasser sehr dreckig ist , das Ganze wiederholen ! Anschließend kann der Stoff dann in der Waschmaschine gewaschen und dann gebeizt werden. Auf Baumwolle gefällt mir die Johanniskrautfärbung bei dieser Färbung am Besten.

 

Ich hatte schon mal andere Färbungen mit Johanniskraut, das ergab dunklere Gelbfärbungen auf Wolle. Hängt wirklich immer davon ab, wo ich das Johanniskraut sammle, welches Wasser, welche Wollsorte usw. Gebeizt habe ich wie immer mit Kaltbeize. Mit Johanniskraut, der bekanntesten Heilpflanze zur Stimmungsaufhellung, das auch "Sonne für die Seele" genannt wird, kann man auch den Organismus lichtempfindlicher machen. Mehr dazu auch hier.  Auch läßt sich  noch so allerlei anderes mit Johanniskraut machen, wie z.B. Öl mehr dazu hier. Heute wieder Creadienstag, mehr dazu hier. Euch eine gute Woche.

Samstag, 5. Juli 2014

Mit Efeublättern gefärbt

An unserer Scheunenwand mußten wir den Efeu beschneiden. Ich kam jedoch nicht gleich dazu eine Färbeprobe zu machen und und so trockneten die Blätter erst mal eine Weile an den Zweigen, bevor ich damit färbte.  

oben:  links: Efeublätter getrocknet, oben rechts gefärbt mit getrockneten Blättern;  unten: mit frischen gestreiften Efeublättern gefärbt.
Dazu bekam ich dann noch eine zweite Sorte Efeu geschenkt, nämlich gestreifte Efeublätter, damit wurde die Wolle nicht so kräftig, wie mit den getrockneten Blättern. Auch die Farbe auf Seide wurde mit den getrockneten Blättern kräftiger. Liegt vielleicht an der Sorte oder mhm.....wie sind eure Erfahrungen mit dem Färben mit Efeublättern ? Der Gelbton ist dem Ton einer Färbung mit Margeriten sehr ähnlich. 

Efeuäste mit getrockneten Efeublättern

Achtung: Nicht nur die Beeren sondern auch die Blätter des gemeinen Efeus können giftig sein, daher besser draussen färben mit den Färbe-Dämpfen und auch immer Handschuhe tragen beim Ernten und Färben. Bei Berührung mit den Blättern können Rötungen der Haut hervorgerufen werden. Ich hatte dies erst später gelesen und gebe es euch daher weiter. Euch ein gutes Wochenende. An alle diejenigen die Waidsamen wollten, bitte sendet mir doch eine mail an: wollenaturfarben@web.de
Nachtrag: Es kam der Hinweis, dass man  mit Efeu auch waschen kann. Dafür habe ich hier eine Anleitung gefunden, wer das mal ausprobieren möchte. 

Dienstag, 1. Juli 2014

Mit Birkenblättern gefärbt

Mit der restlichen Färbeflotte, die noch hier von meiner Seiden- Top Färbung stammt und in dem noch reichlich Farbe war, wurde nochmal solange gefärbt bis der Farbstoff aufgebraucht war.

von links: Merinowolle, Seide, Angora mit Birkenblättern gefärbt
Wunderbares kräftiges Gelb ähnlich dem Reseda Gelb ( Färberwau) und dem Gelb mit Apfelbaumrinde. Sehr gerne färbe und experimentiere ich mit verschiedenen Wollsorten und Materialien, die ich dann verarbeite und freue mich immer über die verschiedenen Töne und Nuancen auf den unterschiedlichen Materialien. 400 gramm trockene Birkenblätter hatte ich über Nacht eingeweicht, am nächsten Tag 1 Stunde ausgekocht und dann in einem Mulltuch abgeseiht. Erst wurde die Seide im FärbeSud gefärbt und anschließend noch unterschiedliche Wollsorten mit Mulltuch und Birkenblättern 1 Stunde geköchelt.

Angora mit Birkenblättern gefärbt
Angora erst mit Birkenblättern gefärbt und dann mit einem Krapp/ Cochenille / Zwiebelschalensud überfärbt
Diesmal habe ich wieder Angora, Merino, Leineschafwolle und Seide mitgefärbt. Lose Angorawolle färbe ich immer im Netz. Gemischt hatte ich diesmal noch Färbesud aus: Krapp/ Cochenille / und braunem Zwiebelschalensud. Das ergab ein prächtiges leuchtendes Orange - meine Lieblingsfarbe. Das hatte ich hier für mein Perlentuch schon mal so gemischt und das ergab ein herrliches Perlengarn, ein herrlich leuchtender Farbton.

Perlengarn handgesponnen- pflanzengefärbt
Mein Beitrag heute als kreativer Dienstag, mehr dazu hier bei Creadienstag. Euch auch einen kreativen Tag.
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