Dienstag, 20. September 2016

Gefilzt, bestickt und dann...

...habe ich dieses Armband verschenkt ;-)

 

Gefilzt in wunderbarer Gesellschaft an einem herrlichen Spätsommertag, in einer herrlichen Werkstatt mit Gartenblick. Das war einfach schön mal wieder Zeit zum Filzen, entspanntem Sticken und klönen zu haben. Nach dem Filzen sah das Band nach der Trocknungsnacht dann so aus:


 Und Sticken auf Filz... na da muss ich mich immer beherrschen, dass der Filz nicht zu überladen wird. Das macht mir so einen Spass und ist so meditativ! Das Armband hat auf der Innenseite ein großes "Geheimfach". Die Anleitung stammt aus einer FilzFUN. Da es so schön war, habe ich gleich noch ein Armband für mich gefilzt und auch angefangen es zu besticken. Ausserdem ist ja noch Erntezeit. Birnenernte, Kürbisernte, Pflaumenernte, also entstehen hier Birnenmuffins, Birnenkuchen, Quinoasalat mit Birnen, etc.

Hier zieht ja nun langsam der Herbst ein mit seinen vielen Farben. Einfach herrlich nach diesem paradiesischen Spätsommer. Euch eine gute Zeit.

Montag, 19. September 2016

Eco Print mit Perückenstrauchblättern

Seit kurzem bin ich jetzt auch glückliche Perückenstrauchbesitzerin :-)). Natürlich mußte ich die Blätter gleich auf Baumwollstoff ausprobieren, bevor sie herbstlich abfallen und verwehen.


Danke Sheepy für diesen herrlichen Perückenstrauchableger! Den Stoff muss ich noch bügeln, dann sieht es ein bisschen glatter aus, doch dann wäre die Sonne für das Foto weggewesen ;-)).Die Baumwollstoffe waren ursprünglich Servietten und Tücher, die ich von meiner Oma geerbt habe. Seht ihr diese schöne Maserung. Als weisse Servietten waren sie schon zu fleckig und so werden sie einer neuen Bestimmung zugeführt. 

 

 
Bisher ergaben folgende Blätter bei mir die schönsten Drucke auf Baumwolle und Leinen: Perückenstrauchblätter, Essigbaumblätter, Walnussbaumblätter, Ahornbaumblätter, Rosenblätter, Goldrutenblätter, Kastanienblätter, Rainfarnblätter und Buchenblätter. Ein paar meiner anderen Eco Print Experimente seht ihr hier. Ich wünsche euch einen schönen Tag!

Sonntag, 18. September 2016

Mit Gewürzstrauchblüten gefärbt

Wenn jemand einen artenreichen Garten hat, dann gibt es auch immer wieder Neues zu erforschen. Danke dir Manuela für die Sammlung und Trocknung der Gewürzblüten. Ob das wohl färbt, war die Frage? Hier das Färbeexperiment!
 
Wollprobe mit Gewürzstrauchblüten gefärbt
Gewürzstrauchblüten getrocknet
Meine Farbprobe ergab: ein schönes helles Rehbraun. Information zum Gewürzstrauch . Da ich das ganze Jahr nicht gefärbt habe, spüre ich echte Entzugserscheinungen und würde jetzt am liebsten alles aufholen. So köchelt immer mal nebenbei ein kleiner Topf mit gesammelten getrockneten Färbegeschenken. Bei dieser Gelegenheit, danke an Euch alle die immer wieder für mich mitsammeln. Wer diesen artenreichen Garten mal erleben möchte, der kann bei Manuela an ihrem Kräuterspaziergang: Der schöne Vormittag teilnehmen. Hier anklicken. Dieses Jahr nur noch 1x am  12.10.  zum Thema: Meerettich, Nelkenwurz und Quitten. Hier ist es deutlich kühler als die letzten Tage aber die Sonne scheint und es soll immerhin 19 Grad werden heute. Euch noch einen guten Sonntag.

Samstag, 17. September 2016

Deckenprojekt Schafwolle II - Wolle vom Moorschnucken Schaf

Immer wieder entsteht ein Teil für mein Schafwoll- Deckenprojekt. Die unterschiedlichen Sorten an Schafrohwolle faszinieren mich nach wie vor. Meine erste Decke könnt ihr hier sehen. So hier also mein 2. Teil für meine zweite Decke, diesmal aus Moorschnuckenwolle. Mein Dank für die Wolle geht diesmal an Birgit und Katrin aus der Retschower Spinngruppe.

Moorschnuckenwolle versponnen und verstrickt
Bildquelle
Die Moorschnucken stammen aus den Moorgebieten Niedersachsens. Es soll eine eine Einkeuzung mit der Population der grauen gehörnten Heidschnucken sein. Seit Jahrhunderten werden sie in den Moorgebieten Norddeutschlands gehalten. Mehr Bilder von Moorschnuckenschafen findet ihr hier.

Die Rohwolle ist rein weiß, sehr langgewellt 20-25cm mit grobem Oberhaar und feinem Unterhaar. Die Haare haben einen Durchmesser von 38-40 micron. Die Wolle fusselt beim Verarbeiten und ist relativ grob und rauh. Verspinnen läßt sich die Wolle sehr schön. Eine Filzprobe steht noch aus.

Rohwolle vom Moorschnuckenschaf

Schafwolle pur zu verarbeiten gehört so wie Färben mit Pflanzenfarben immer wieder zu meinen textilen Lieblingstätigkeiten. Es hat sowas Archaisches finde ich, gerade jetzt wo wieder der Herbst startet. Das ging mir schon als Jugendliche so und ist immer noch so. Wenn ich eine Weile keine Rohwolle verarbeitet habe bekomme ich Entzugserscheinungen ;-) Ganz herzlichen Dank auch noch für die vielen Kommentare zu meinem letzten Post: Färben mit Pilzen. Bei mir ist heute Familienfeier und somit bin ich auch nicht auf dem internationalen Spinntag diesmal, grüße euch aber alle ganz herzlich und wünsche euch eine gute Zeit und trockenes Wetter!

Dienstag, 13. September 2016

Mit Pilzen gefärbt

Auf Wolle, Filz, Seide und Mohair habe ich mit sieben verschiedenen Sorten Pilzen experimentiert wie sie färben. Zum Färben war das ja ein Traumwetter. Die Ergebnisse seht ihr hier: 


Gefärbt habe ich mit folgenden Pilzen: oben von links:  1. Knotiger Schillerporling, 2. Hautkopf, 3. Blutblättriger Hautkopf, 4. Schwefelkopf, Unten von links: 5. Samtfuß Krempling, 6. Kahler Krempling, 7. Zimtfarbener Weichporling. Die Pilze lagerten schon eine ganze lange Weile in meinen Vorräten bei den Färbeutensilien. Herzlichen Dank für die Pilze an unsere Pilzepertin Frau Dalchow,  hier vor Ort und Danke an Liselotte. Schon lange wollte ich damit mal auf Wolle und Seide färben und nun in der Pilzzeit ist es der richtige Zeitpunkt dachte ich. Getrocknet sahen sie so aus: 
 

Zuerst wurden alle Pilze über Nacht eingeweicht. Einmal vor 3 Jahren hatte ich bisher nur mit Pilzen gefärbt und diese leuchtende Färbung mit dem Schillerporling hatte mich doch sehr erstaunt.



Neben meiner Fugenaktion, bei der ich die Aussenwand meiner Färbeküche verfugte, bot es sich an, immer kleine Proben nebenher zu köcheln. Das Buch von Karin Tegeler: Leitfaden zum Färben mit Pilzen war mir da eine große Hilfe. Die Proben im Einzelnen: 

Gefärbt mit Blutblättrigem Hautkopf
Gefärbt mit Hautkopf

Gefärbt mit Samtfußkrempling
Gefärbt mit Kahlem Krempling
Gefärbt mit Knotigem Schillerporling
Gefärbt mit Schwefelkopf

Gefärbt mit zimtfarbenem Weichporling - Vorsicht dieser Pilz ist Hochgiftig, nur mit Handschuhen arbeiten und Gefärbtes nicht am Körper tragen!
Wirklich spannend war das Alles! Und nun habe ich eine interessante Farbpalette an Seidenstickgarn, Wollproben, Filzstücken zum Miteinfilzen und Verzieren. Und nach den Färbeaktionen ging es erstmal ab in den See. Vielen Dank für eure vielen anerkennenden Kommentare zum letzten Post:  Fugen und Färben. Ich wünsche euch noch eine gute Spätsommerwoche! 
creadienstag
Dienstagsdinge 
Ergänzung: Da die Frage der Giftigkeit auftauchte: Gefunden habe ich da folgendes im Netz: Quelle: 
1. + 2.  Blutblättriger Hautkopf und Hautkopf: 
.."Hautköpfe und Rauköpfe sind grundsätzlich keine Speisepilze, meist giftig oder verdächtig!"

3. Samtfußkrempling: ..."chemische Untersuchungen wiesen keine bekannten Giftstoffe nach..."Quelle
4. Kahler Krempling: "Roh extrem giftig! Gekocht führt er bei wiederholtem Genuss zu tödlichen Allergien."
5.  Schillerpilze: "als Speisepilze kommen sie nicht in Frage. Ungeniessbar. Quelle
6. SChwefelkopf: "Der Pilz gehört zu den Blausäure ausscheidenden Pilzen. Damit schützt er sich vor Schnecken. Pilze die nach Blausäure, Bittermandeln oder etwas stechenden Geruch haben enthalten oft Blausäure. Diese verflüchtigt sich schnell und stellt meist keine Gefahr dar, wenn der Pilz ausreichend gekocht wurde. Übrigens! Auch grüne Bohne enthalten Cyanwasserstoff (Blausäure) und diese sind gekocht sehr gesund - roh jedoch giftig!-Quelle
7.  Zimtfarbenem Weichporling - Vorsicht dieser Pilz ist hochgiftig, nur mit Handschuhen arbeiten und Gefärbtes nicht am Körper tragen! Pilz ist hochgiftig. Er enthält Polyporesäure, Dieses verursacht Störungen des zentralen Nervensystems sowie Sehstörungen und kann zu schweren Nieren- und Leberschäden führen. Bei Vergiftungen wurde auch ein lila-gefärbter Urin festgestellt.
Für ein Farbexperiment sind Pilze o.k., aber um größere Mengen Wolle, Seide etc zu färben gibt es wirklich genug andere schöne Pflanzen, Blätter usw. denke ich oder ?  

Sonntag, 11. September 2016

Fugen und Färben

Das erste Mal dass ich dieses Jahr gefärbt habe. Nebenbei...denn ...


...seit einigen Wochen besteht meine Hauptarbeit, nach der beruflichen Arbeit oder am Wochenende darin, die Fugen an der Aussenwand meiner Färbe- Werkstatt im Nebengelass zu bearbeiten, d.h. neu zu verfugen, damit die Wand nicht irgendwann vor Aushöhlung einbricht.

von links: 1. alte kaputte Fugen, 2. kaputte Fugen rot angemalte Steine, 3. verfugte Wand, 4. rechts fertige Wand verfugt und Steine angemalt = Ziel!





Auf dem Bild oben seht ihr die verschienenen Stadien des Mauerwerks. Unten seht ihr mich vor einigen Wochen noch ganz am Beginn, oben an der Giebelwand auf dem Gerüst und ...


...nun gestern bin ich unten am Giebel ohne Gerüst angelangt, noch 10 Fugenreihen vor dem Boden ...Keuch...Den Fugenmörtel rühre ich mir selbst an. Immer 3 Teile Sand und 1 Teil Kalk, mit Wasser. Zuerst kratze ich immer den losen Putz aus den Fugen, dann befeuchte ich die Fugen mit Wasser - Sprengerdüse am Schlauch, damit der Mörtel nicht gleich wieder raus fällt, anschließend bringe ich mit Fugenkellen den Mörtel ein :-).


So bin ich das ganze Jahr, nicht dazu gekommen, die Färbewerkstatt innen zu renovieren, geschweige denn meine Färbekurse zu geben. Erst das familiäre Unglück, wovon ich/ wir uns nun langsam erholen und nun stehen wieder Wintersicherungsaktionen an und so geht eben immer alles nach und nach, wie ihr das ja sicher auch kennt. Die Färbeküche ist fast ausgeräumt bis auf ein zwei Tische, alles steht im Keller und der Raum sieht grrrrr....aus. 


Im Keller stapelt es sich und jedes Mal, wenn ich was zum Färben brauchte, wie Thermometer oder Kochlöffel lauf ich runter und hole es. Vorher hatte ich die schlimmen Wände immer zugestellt bzw. dekoriert, damit es dann so aussah in meiner Färbeküche...


...aber das geht natürlich nicht ewig, da es auch gefährlich ist, wenn es Risse gibt in Decke Wand.   Also aufgeschoben ist nicht aufgehoben, die Renovierung dann nächstes Jahr also...Nichtsdestotrotz ließ ich heute immer wieder den kleinen Topf am Eingang köcheln. So ein ganzes Jahr ohne Färben, das ist echt hart ;-(( Einige Proben von ...nein nein, das zeige ich euch wenn es fertig ist ;-)

So nun wieder etwas köcheln und fugen und dann zur Belohnung Schwimmen! Dann ist ja noch Kürbiszeit und Birnenzeit. Ernten und Backen also noch...es ist eine herrliche Jahreszeit. Vielen Dank für eure Kommentare zu meinem genähten indischen Oberteil! Ich wünsche euch noch gute Spätsommertage!

Dienstag, 6. September 2016

Indisches Oberteil genäht

Für die letzten warmen Tage habe ich mir aus einem Rest Stoff noch ein Oberteil genäht. Dafür habe ich von einem Oberteil was mir gut passt, einen Schnitt erstellt.



Für eine eigene Herstellung des Schrägbandes reichte der Stoff nicht mehr, aber hier könnt ihr nachlesen,  wie man die Kante mit Schrägband sauber einfaßt und es auch selbst herstellen kann.


Ich hatte Glück und bei mir noch einen Rest fertiges Schrägband in einer passenden Farbe gefunden.  Wünsche euch einen schönen Spätsommertag
creadienstag

Montag, 5. September 2016

Quinoasalat indisch mit Rucola und Rote Beete

Quinoa, Rote Beete, Olivenöl und Garam Masala habe ich zumeist zu Hause und so entstand auch diese Salatidee an einem heissen Tag, an dem ich nicht mehr einkaufen gehen wollte. Der Salat ist gut zum Mitbringen, zum Mitnehmen auf Wanderungen, als Salat zu vegetarischen Klopsen und zum einfach so Essen geeignet.


Hier ist mein Rezept:

200 gramm Quinoa
500 gramm Rote Beete ca. 4 Knollen
125 gramm Rucola (andere Salate gehen auch , aber mit Rucola schmeckt er besonders gut, finde ich)
3 Esslöffel Olivenöl
2 Tel. Senf
1 Prise Salz
2 Prisen schwarze Pfeffer
2 Knoblauchzehen
1 Teel. Kurkuma
1 -2 Teel. Garam Masala ( je nach Geschmack)

Garam Marsala mische ich mir inzwischen selbst, nach diesem Rezept, da es mir sonst zu teuer ist.
Quinoa kochen und auskühlen lassen, Rote Beete kochen, bzw. fertig gekochte nehmen, ganz klein schneiden, 125 gramm Rucola klein schneiden. Olivenöl, Senf und alle Gewürze zusammen rühren, dann alle Zutaten dazu fertig. Wenn man den Salat eine Weile stehen läßt, dann kann er gut durchziehen und schmeckt noch kräftiger. Lasst es euch schmecken.


Hier läßt sich so langsam der Herbst blicken, Fräulein Fritzie wundert sich auch schon, über die Herbstblüten und die fallenden Blätter. Ausserdem gab es neben dem Liedermacher- Hausmusikabend mit viel Spaß, in einem mediteranen Ambiente, mit 5 Gitarren, 3 Trommeln und 7 Stimmen mit leckerem Essen auch noch eine Sauerteigbackaktion. Was ich früher alles schon mal konnte, hatte ich wieder verlernt und  so mußte ich jetzt einen neuen Kurs auf der Insel machen. Und ja es hat geschmeckt, gewürzt mit Fenchel und Koriander und es wird natürlich nicht ganz so gut wie im Gartenbackofen und war auch nicht ganz so hoch. Aber ich übe ja noch. Danke dir liebe Kerstin für den Anstellteig.
 
Danke auch für den herrlichen Bovisten, er war sehr lecker.

 Euch einen guten Wochenstart!

Samstag, 3. September 2016

Deckenprojekt Schafwolle II - Teil 1 Shropshireschaf

Für mein Deckenprojekt Schafwolle II verstrickte ich zuerst die Wolle vom Shropshire Schaf, zu dem ihr ausführlich hier lesen könnt. Die Wolle ist irgendwie ziemlich elastisch und das Spinnen damit fand ich gar nicht so einfach. Die Fäden sind sehr kurz, aber die Wolle ist schön weich. Damit einen gleichmäßigen Faden hinzubekommen,  ist mir nur teilweise gelungen. So ergibt das Endprodukt eine interessante Struktur.

Bildquelle Shropshire Schaf: Wikipedia
Die Schafe gelten als gute Fleischrasse. In den USA wurde diese Rasse populär, weil sie in der Lage war, sich unterschiedlichen klimatischen Bedingungen anzupassen. Shropshireschafe werden vor allem zur Landschaftspflege von Nadelbaumkulturen eingesetzt, die sie nicht verbeißen. Das ist eine Besonderheit der Shropshire Schafe, dass sie keine Tannen verbeissen. Sie liefern jährlich etwa 2,5 bis 3,5 Kilogramm Wolle. Die Wolle ist sehr weich, allerdings hat sie nur eine Stapellänge von 4-5cm und ist so ganz unregelmäßig versponnen.

 

Vielen Dank Ulrike für diese interessante Wolle. Mehr Infos gibt es dazu noch hier  hier  und hier. Hier habe ich eben auch noch ein paar schöne Bilder von Shropshire Schafen entdeckt. Euch ein gutes Wochenende
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