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Sonntag, 4. Juni 2017

Geschafft: Färbewerkstatt frisch renoviert

Zuerst wünsche ich euch noch schöne Pfingstfeiertage und hoffe, dass alle diejenigen die ...
 

... diese Tage Schafe scheren, nicht so viel Regen haben wie wir hier.  Lange überfällig, dann noch lange vor mir her geschoben und gestern war es soweit, ich konnte damit starten, die frisch renovierte Färbeküche wieder einzuräumen. Noch lange nicht fertig, aber der erste Einräumschritt ist gemacht, wie ihr hier sehen könnt. 

Vorher sah es so aus: 
 

Der Blick aus dem Fenster sieht jetzt ganz frisch so aus: 


Vorher sah es so aus: 


Ein bisschen trauere ich ja noch meiner alten Färbeküche nach, hatte sie doch diese alte Hexenküchenatmosphäre. Naja ...Loslassen...zum Abschied daher noch ein paar Bilder aus der Hexenküche und ihren Wandlungen durch die letzten 15 Jahre...Die Aussenfassade - Bild mitte rechts- blieb immer ähnlich, aber drinnen brodelte es...
 

Im letzten Herbst hatte ich meine komplette Werkstatt in den Keller geräumt und seitdem auch nicht gefärbt. Im Mai nun konnte ich erst so richtig damit anfangen die Wände und den Putz auf lockere Stellen anzuklopfen, Risse zu verputzen, Löcher zu vermörteln und das ganz mit einer Kalkschlemme zu streichen. Die Decke - immer ein besonderer Spass- hatte ich vorher noch mit Grundierung behandelt und dann auch 2x gestrichen, damit die Farbe deckt. Es waren so einige Herausforderungen zu meistern. 


Mein Waschkessel der zwar in der alten Waschküche einen Schornstein hatte und auch hätte betrieben werden können, hat nun unter einem Dach einen neuen Aussenfärbeplatz in meiner neuen Aussenwerkstatt bekommen. Innen färben mit den Färbedrogen wollte ich nicht und so nahm er mir dort nur Platz weg. Mit dem neuen Kessel, werde ich dann auch größere Mengen färben können. 


Gestern also die Belohnung, das erste Einrichten der neuen Färbeküche. Dauert immer alles länger...Regale aufbauen, Kisten aus dem Keller holen, Färbedrogenkartons von denen es mehrere gibt zusammen legen etc...Die Färbetöpfe stehen alle noch in einem Nebenraum und alles wartet noch auf seinen richtigen Platz. Doch der Anfang ist gemacht und diese viele Dreckarbeit mit Mörtel und Kalk ist endlich vorbei.

Immer wieder mußte ich mich beim Renovieren von diesem alten Gemäuer daran erinnern und selbst ermahnen, nach dem Paretoprinzip zu arbeiten, da ich sonst vermutlich erst nächstes Jahr mit der Renovierung fertig geworden wäre. Hier noch ein Löchlein mit Mörtel, da noch eine unsaubere Stelle etc:  Das Paretoprinzip, benannt nach Vilfredo Pareto (1848–1923), auch Pareto-Effekt, 80-zu-20-Regel, besagt, dass 80 % der Ergebnisse mit 20 % des Gesamtaufwandes erreicht werden. Die verbleibenden 20 % der Ergebnisse benötigen mit 80 % die meiste Arbeit. So habe ich meinen Inneren Antreiber "Mache alles perfekt" ganz gut in den Griff bekommen und es geschafft jetzt an Pfingsten fertig zu werden und stehe jetzt bei herrlichstem Regenwetter trocken und räume weiter ein. Freue mich an meiner Gartenpracht.


Ich bin so froh, dass ich es rechtzeitig für meine Kurse trotz höheren Verhinderungsthemen des normalen Lebens, trotzdem endlich geschafft habe wieder eine funktionstüchtige Färbewerkstatt zu haben. Nun kommen die Feinheiten. Kann mich auch wieder besser mit dem Färbegarten beschäftigen. Das Schild kann jetzt auch weg!
 
Ich wünsche euch schöne Pfingsttage!

Samstag, 18. März 2017

Jetzt Online: Die Zweite Auflage des Kulturort- Reiseführers für den Norden Brandenburgs.

Die Zweite Auflage des Kulturortführers für den Norden Brandenburgs ist wieder online - prall gefüllt mit verheißungsvollen Empfehlungen für kulturelle Entdeckungsreisen. Meine Werkstatt findet ihr auf Seite 89 Nr. 73. Wieder eine Meisterleistung des Gründers und Ideengebers Michael Haddenhorst und seinem Team. Danke euch ganz herzlich für diesen kulturellen Reiseführer der ganz besonderen Art !


Hier bin ich jetzt erst mal eine Weile mit Färbeküchen- Werkstattrenovierung vor den nächsten Färbekursen und der Umsetzung des Färbegartens an einen neuen Standort beschäftigt. Wieso - Warum denn das fragt ihr euch vielleicht? Wie ihr unten auf dem Bild, hinter den Solarfärbegläsern erkennen könnt, versuchen hier die Färbepflanzen Goldrute, Reseda, Waid und Co. immer wieder die Herrschaft über meinen Garten zu übernehmen ;-). Färbedschungel also und so ...

 
...versucht auch der Waid sich immer mehr im ganzen Hochbeet auszubreiten, siehe Foto oben, so dass Färbekamille, Krapp und anderes klein bleiben müssen. Also werde ich jetzt einen neuen Standort für meinen Färbegarten mit Färbekamille, Krapp, Stockrosen, Waid, Reseda und all den anderen Färbepflanzen einrichten. Letztes Jahr habe ich auch das erste Mal eigenen Krapp nach...


... 2 Jahren geernet. Seitdem hängt das Wurzelgeflecht hier zum Trocknen und ich bin gespannt, wie selbstangebauter Krapp färbt. Gepflanzten Krapp kann man nach 2 Jahren ernten, gesäten nach 3 Jahren. Die Werkstatt ist nicht nur innen nach 15 Jahren Färbebetrieb renovierungsbedürftig, wie ihr Kursteilnehmerinnen,  die ihr schon bei mir wart bestätigen könnt. Ihr nannten sie zwar liebevoll "Hexenküche", aber auch Aussen und das Fenster und naja....Seht selbst...


Durch Zustellen und Vorhängen,  ließ sich die Renovierung immer ein bisschen hinausschieben ;-). Die Werkstatt von Aussen und da seht ihr auf dem Bild in der Mitte es muss was gemacht werden :-).


Dann sind mir kürzlich noch 2 Ziegen zugeflogen, Sperrmüll wäre ja wirklich etwas schade, mal schauen ob ich sie zum laufen bekomme...


So wundert euch also nicht, wenn ihr hier erstmal eine Weile nichts von mir hört und lest und ich auch keine Kommentare in euren Blogs gebe. Ich wünsche euch eine gute Zeit!

Sonntag, 11. September 2016

Fugen und Färben

Das erste Mal dass ich dieses Jahr gefärbt habe. Nebenbei...denn ...


...seit einigen Wochen besteht meine Hauptarbeit, nach der beruflichen Arbeit oder am Wochenende darin, die Fugen an der Aussenwand meiner Färbe- Werkstatt im Nebengelass zu bearbeiten, d.h. neu zu verfugen, damit die Wand nicht irgendwann vor Aushöhlung einbricht.

von links: 1. alte kaputte Fugen, 2. kaputte Fugen rot angemalte Steine, 3. verfugte Wand, 4. rechts fertige Wand verfugt und Steine angemalt = Ziel!





Auf dem Bild oben seht ihr die verschienenen Stadien des Mauerwerks. Unten seht ihr mich vor einigen Wochen noch ganz am Beginn, oben an der Giebelwand auf dem Gerüst und ...


...nun gestern bin ich unten am Giebel ohne Gerüst angelangt, noch 10 Fugenreihen vor dem Boden ...Keuch...Den Fugenmörtel rühre ich mir selbst an. Immer 3 Teile Sand und 1 Teil Kalk, mit Wasser. Zuerst kratze ich immer den losen Putz aus den Fugen, dann befeuchte ich die Fugen mit Wasser - Sprengerdüse am Schlauch, damit der Mörtel nicht gleich wieder raus fällt, anschließend bringe ich mit Fugenkellen den Mörtel ein :-).


So bin ich das ganze Jahr, nicht dazu gekommen, die Färbewerkstatt innen zu renovieren, geschweige denn meine Färbekurse zu geben. Erst das familiäre Unglück, wovon ich/ wir uns nun langsam erholen und nun stehen wieder Wintersicherungsaktionen an und so geht eben immer alles nach und nach, wie ihr das ja sicher auch kennt. Die Färbeküche ist fast ausgeräumt bis auf ein zwei Tische, alles steht im Keller und der Raum sieht grrrrr....aus. 


Im Keller stapelt es sich und jedes Mal, wenn ich was zum Färben brauchte, wie Thermometer oder Kochlöffel lauf ich runter und hole es. Vorher hatte ich die schlimmen Wände immer zugestellt bzw. dekoriert, damit es dann so aussah in meiner Färbeküche...


...aber das geht natürlich nicht ewig, da es auch gefährlich ist, wenn es Risse gibt in Decke Wand.   Also aufgeschoben ist nicht aufgehoben, die Renovierung dann nächstes Jahr also...Nichtsdestotrotz ließ ich heute immer wieder den kleinen Topf am Eingang köcheln. So ein ganzes Jahr ohne Färben, das ist echt hart ;-(( Einige Proben von ...nein nein, das zeige ich euch wenn es fertig ist ;-)

So nun wieder etwas köcheln und fugen und dann zur Belohnung Schwimmen! Dann ist ja noch Kürbiszeit und Birnenzeit. Ernten und Backen also noch...es ist eine herrliche Jahreszeit. Vielen Dank für eure Kommentare zu meinem genähten indischen Oberteil! Ich wünsche euch noch gute Spätsommertage!