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Montag, 23. September 2019

Internationaler Spinntag 2019 (WWSIP) in Berlin bei Kunst im Stadtraum , für die Zukunft der Schäfer und den Wert der Rohwolle

Spontan und ungeplant war ich diesmal am 21.9. dem Internationalen Spinntag auf dem Hansaplatz in Berlin mit Schafen, Spinnerinnen und einer Künstlerin. Und das kam so:
 

Zur Geschichte: Am 15.9. 2019 gab es die Schafwanderung - einen Protestzug- mit 200 Schwarzkopfschafen, des Schäfers Knut Kucznik von der Siegessäule  bis zum Hansaplatz. Das habt ihr vermutlich in der Presse gelesen oder gehört. Die Schafschur bringt inzwischen nichts mehr ein, viele Schäfer in Deutschland können von ihrer Arbeit kaum noch leben. Nun haben sie in der Hauptstadt mehr staatliche Unterstützung gefordert - unterstützt von rund 200 Tieren.(1) Mehr zu lesen für euch ---> HIER

Eine Schur kostet dem Schäfer Verband zufolge pro Tier drei bis vier Euro und erbringt etwa vier bis fünf Kilo Wolle. Es sei aber kein Gewinn mehr mit Wolle zu machen, da ein Kilo Rohwolle auf dem Markt gerade mal 20-30 ct cent bringen würde. Weitere Kosten entstehen, da die Wolle als Sondermüll gelte und falls sie keine Verwendung fände, teuer entsorgt werden müsse. (1)

Schwarzkopfschafe
Aktuell verblieben nach der Demo vom 15.9. noch fünf Schwarzkopfschafe für einen Monat im Hansaviertel – sowie ca. 400 kg Rohwolle der geschorenen 200 Schafe. Ein umgebauter Container wurde in der Nähe der Bibliothek direkt am U-Bahn Ausgang Hansaplatz positioniert und dient den Schafen als Stall. Ebenso wird Rohwolle und bereits verarbeitete Wolle dort gelagert. Bereits fünf Familien haben die Patenschaft übernommen um auf die Schafe aufzupassen. Morgens werden die Schafe so auf die Wiese geführt und abends schlafen sie dann in ihrem Stall.  (2) 

Schafstall aus 500 kilo Wolle vom Schwarzkopfschaf

Die Künstlerin und Bildhauerin Folke Köbberling formuliert das so: "Das archaische Bild der Wolle bildet einen Gegensatz zur modernen Stadt von morgen und lädt alle Bevölkerungsgruppen dazu ein, die Wolle gemeinsam zu verarbeiten. Wolle ist ein Material, das dämmt, akustisch filtert, duftet, fettet, heilt, wärmt und auch therapeutisch eingesetzt wird. Durch das „öffentliche Arbeiten“ werden viele Anwohner*innen darüber informiert; einige haben bereits ihr Interesse bekundet. Ziel ist es, Wolldecken zu filzen. Angelehnt an die Herstellung einer Jurte ist die Verarbeitung von Filzdecken eine gemeinschaftliche Arbeit, die neben der Bibliothek stattfinden soll. Dabei ist der Prozess wichtiger als das Endprodukt. Der Verbleib der Filzdecken wird gemeinsam mit den Akteur*innen diskutiert und umgesetzt." (2)

 

Vor Kurzem gab es auch den Dokumentarfilm über die Schäferin Kathleen Bauschke die mit ihren Schafen über die Wiesen von Ermsleben in Sachsen-Anhalt zieht. Der Moderator Sven Voss war auf Spurensuche, wie es um einen der ältesten und traditionsreichsten Berufe bestellt ist. Haben Schäfer bei uns noch eine Zukunft? lautete die Frage. Inmitten der idyllischen Landschaften des Vorharzes zeigte sich, dass die Schäferin von einer heilen Welt weit entfernt ist. Ihr Beruf, dem sie mit Herzblut nachgeht, stirbt aus. Zogen im 19. Jahrhundert noch 28 Millionen Schafe durchs Land, sind es heute 1,6 Millionen und es werden immer weniger. Der Film ist noch in der mediathek (3)

 

Zurück zum Spinntag: Katrin Sonnemann, die Projektleiterin der Rohwollkampgne hatte kurzfristig aus oben genanntem Anlass zu einem Treffen am Internationalen Spinntag zur Unterstützung der Schäfer aufgerufen und dazu auf den Hansaplatz eingeladen. Es hatte tatsächlich funktioniert, das sich so kurzfristig dort dann Spinnerinnen auf dem Hansaplatz in Berlin getroffen hatten. So saßen wir dort mit den Spinnrädern und 1 Handspindel und waren mit den vorbeigehenden Interessierten gut um Gespräch und informierten über den Wert der Wolle und dass wir die Schäfer mit ihren Forderungen unterstützen. Einheimische Wolle ist klimafreundlich, wird sie doch nicht erst mit riesigen Containerschiffe, die Unmengen an Schiffstreibstoff verbrauchen, um den halben Erdball aus Australien hierher geschippert. Die Bildhauerin und Künstlerin Folke Köbberling verlegte dann ihren Vortrag über Wolle extra für uns nach Draussen. Ein besonderes Erlebnis! Danke an Katrin für den Aufruf und an alle Anderen für das schöne Beisammensein und den Austausch.

Quellen:
(1) https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2019/09/schaefer-demonstration-berlin.html
(2) https://kunst-im-stadtraum.berlin/kuenstler-innen/folke-koebberling/?fbclid=IwAR2tckQkiVry0YwJY8P6Tm_uJ6BlFm4jQ1dJ61-v8RFNtrWFAt0iCZpqx0A
(3) Film dazu: Schäfer vor dem Aus:  https://www.mdr.de/video/mdr-videos/c/video-336100.html

Samstag, 7. Oktober 2017

Großes Spinntreffen der Handspinngilde 2017 in Brandenburg Joachimsthal Biosphärenreservat Schorfheide

Es wirkt noch nach. Soviele Spinnerinnen und auch Spinner auf einen Haufen ;-). Diesmal fand das  Spinntreffen der Handspinngilde am schönen Werbellinsee in der Schorfheide statt.

Jeden Abend gemütliches Spinnen; Wollstände, wie oben Filzrausch,  ließen das Spinnfutter nie ausgehen
In vielen Kursräumen sah es nach einer Weile so aus ;-)
Die Ergebnisse der Kurse waren teilweise ausgestellt, wie hier bei dem Kurs Rund um die Farbe bei Barbara Aufenanger.  

 

Ich war schon 2 Tage vorher angereist und stand mit meinem Wohnwagen direkt am See. Es gab die ersten Tage wunderschöne Sonnenaufgänge, das Wasser kam mir mit 15 Grad gar nicht so kalt vor.

 

Wir erkundeten mit dem Fahrrad noch die Umgebung, einfach wunderschön dort im Biosphärenreservat. Auf der Homepage des EJB Werbellinsee steht zu dem Veranstaltungsort: "Als eine der größten und schönsten Freizeit- und Erlebnisanlagen Europas erwarten wir Sie direkt am Ufer des Werbellinsees. Dieser ist bekannt durch seine ausgezeichnete Wasserqualität.
Bereits Theodor Fontane schwärmte einst in seinen Wanderungen durch die Mark Brandenburg: „Es ist ein Märchenplatz an dem wir sitzen, denn wir sitzen am Ufer des Werbellin.“ Inmitten des Biosphärenreservats Schorfheide/Chorin (www.schorfheide.de), das größte zusammenhängende Waldgebiet der Mark Brandenburg, liegt die EJB am Werbellinsee. Idyllisch und ruhig und doch so zentral. Nur 60 km entfernt befindet sich die Metropole Berlin, welche an touristischen Attraktionen viel zu bieten hat. Auch die Region Barnim kann durch seine, durch die Eiszeit geprägte Landschaft und zahlreichen Sehenswürdigkeiten für Touristen überzeugen. Sandige Hügel, weite Moore, steil abfallende Senken und tiefe, glasklare Seen lassen einen skandinavischen Hauch aufkommen." Danke an das Organisationsteam für die Auswahl dieses schönen Ortes. Ich wohne nur 1 Stunde entfernt und so habe ich es endlich auch mal zu einem Spinntreffen geschafft.

 

Mitgliederversammlung, eine große Auswahl an tollen Workshops, Spinnräder in allen Formen, abends dann immer große Runde einmal mit Modenschau...

 ... und am letzten Abend mit Tombola, ich gewann gleich 3x, danke Kiki :-) und danke für das tolle Artyarn...

Artyarn von kikithings, sie gibt workshops und macht tolle Artyarns

...Markstände mit Wolligem Nachschub waren da, so Filzzrausch,  Hof Konrade, Mohairdesign - Produkte rund um die Angoraziege,Wollwolf mit Spindeln und Spinnradklinik, Wollküren-Wolle - handgefärbte Kammzüge, Drechslerei Henkys, Wolle-online - Handspindeln (Hoch- und Tiefwirtel, Orenburg- und Tibetische Spindeln mit Schälchen, Phang und Akha),  Ulrike die Filzfee, die das wunderbare Büchlein spinnst du na klar geschrieben hat, sie hatte auch einen Stand mit herrlicher Sariseide, die ich noch für meine Kurs brauchte. Spinnert und gewollt.

bei Filzrausch am Stand

Habe viele liebe Spinnerinnen, die ich nur aus dem Netz kenne getroffen, es war wunderbar: Kiki die wunderbare Artyarns spinnt,  Alexandra Clamor, Silvia, Bernhard Dankbar, Chanti aus der Chantimanou handspinnerey, Claudia "farbenfaden"mit ihrer tollen Jacke, Barbara Aufenanger, Silke mit ihrem Geschäft: Wollfaden ein Laden mit Seele und wunderbarem Kursangebot in Waren Mecklenburg Vorpommern, mal wieder Spinnerinnen und einen Spinner der Retschower Spinngruppe und noch viele mehr die auch bei facebook in der Handspinngildengruppe sind. Herrliche Holzknöpfe aus Essigbaum, Esche und Baumperlen wanderten auch in meinen Beutel.


Danke an alle vom Organisationsteam für die prima Organisation und die viele Arbeit. Es war sehr inspirierend und schön schaut selbst. Mehr Bilder gibt es intern bei FB Handspinngilde.

Ich habe den Workshop:  Zwirnen mit dem Spinnrad bei Barbara Aufenanger besucht, sehr informativ, ausserdem ist Barbara eine super kompetente Kursleitung:  Themen waren: normales Zwirnen mit bis zu 6 Einzelfäden, wie halte ich die Hände?,was tue ich, wenn ein Faden reißt?, Welcher Spulenständer ist geeignet?, Navajozwirnen, Cablée-Garne, Andenzwirnen, Strukturgarne, die durch Zwirnen entstehen. So konnte ich als alte Spinnhäsin noch sehr viel mitnehmen zum Thema, wie designe ich mein Garn durch Zwirnen und werde wohl ein Teil meiner Garne noch mal mehr und neu verzwirnen. Es wurde sehr viel gefachsimpelt, auch zum Thema Spulenständer; funktioniert wie, gibt es wo und kostet wieviel.  

Am letzten Tag habe ich noch den Workshop Malen mit Wolle bei Petra Voß besucht. Wieder sehr lehrreich und auch Petra war eine super Kursleitung mit viel Erfahrung.

Zwischen den beiden Kursen die ich besuchte, gab ich meinen 1. Workshop: "Spinnen tut der Seele gut", wunderbare Spinnfrauen und eine super Gruppe. Es war sehr berührend und besonders und es hat meine Erwartungen, ob dieses Thema für andere Spinnfrauen umsetzbar ist weit übertroffen. Zu meinem Workshop könnt ihr hier was lesen. Vorgestern war hier Sturm im Norden, sehr schlimm mit vielen Schäden an Personen und der Natur... so dass ich auch nicht zum Spinntreffen hier vor Ort fahren konnte. Ich hoffe auf die Klimakonferenz, damit unsere Kinder nicht mit den Folgen leben müssen...lese gerade das neue Greenpeaceheft dazu, sehr zu empfehlen und auch dazu wie es gehen könnte und Hoffnung und gute Nachrichten...habt eine gute Herbstzeit!

Dienstag, 26. September 2017

Hüftschmeichler "Regenbogen" aus Wollresten pflanzengefärbt mit Gürteltasche...

...wurde jetzt rechtzeitig zum Herbst und den kühleren Zeiten fertig. Die Wolle stammt vom Gotland-Guteschaf, Leineschaf, Pommernschaf und Shetlandschaf von der Nutztierarche Stocksee. Sie wurde mit den grünen Walnüssen von meinem Baum siehe hier, Färbekamille und Reseda aus meinem Färbegarten, Krapp, Cochenille von Anu und Indigo gefärbt. 

  Danke Flo für den Rat mit der gelben Farbe am Ende. 

Die Anleitung ist Marke Eigenbau, bitte beim Weitergeben die Quelle mit angeben. 
 
 
 ----> HIER (klick) könnt ihr die Anleitung downloaden.   
 
Falls es nicht geht, bitte Bescheid geben unter wollenaturfarbenatweb.de

Nun ist für meinen Workshop"Spinnen tut der Seele gut" am 2.10.   erst mal alles Material gepackt und am Donnerstag geht dann zum großen Treffen der Handspinngilde in Joachimsthal in Brandenburg gleich bei mir um die Ecke. Freue mich und bin schon sehr gespannt und vielleicht sehen wir uns dort?  So sage ich erst mal Tschüss Sommer...

...und Hallo Herbst. Habt eine gute Zeit und haltet euch warm, z.B. mit einem selbstgestrickten Hüftschmeichler ;-)

Freitag, 8. September 2017

Spinntreffen...mit Alpakas...

Spinntreffen sind immer eine sehr gemütliche Angelegenheit, da wird gesponnen, gefachsimpelt und  Neuigkeiten ausgetauscht.


So auch gestern...Danke euch wiedermal für dieses wunderbare Spinntreffen, das herrliche Essen und den Einblick in das Leben der ausdrucksstarken Alpakas.


Nun heisst es hier gerade bei 14 Grad draussen, erstmal Ofen an --> 24 Grad und...

... spinnen und ankommen im Wochenende. Im Süden soll das Wetter ja besser sein, aber hier im Norden..naja da sitzen wir eben gemütlich am Ofen oder gehen mit Regensachen spazieren. Euch ein gutes Wochenende!

Montag, 8. Mai 2017

Textiles Frühlingsfest

Wenn ich hier länger nicht zum Schreiben komme, dann ist meist zuviel los in meiner Werkstatt - in meinem Leben. So war es in letzter Zeit. Bereits seit März beschäftigte ich mich schon mit den Vorbereitungen und nun startete das Textilprojekt im Kiezpunkt-Projekt mit einem Frühlingsfest. Ursprünglich wollte ich dort ...

 

...mit den Kindern und Jugendlichen filzen, doch da es drohte zu kalt zu werden, bin ich auf Wollverarbeitung um gestiegen. Die Kinder und Jugendlichen konnten sich bei herrlichstem Wetter eine Urkunde in 3 Wolldisziplinen erarbeiten. 1. Fühlstrasse mit Schafwolle, Angora, Leinen, Seide, Alpaka, Kamel, Baumwolle; 2. Kämmen von Wolle vom Rhönschaf und vom Schwarzkopfschaf am Kardiergerät und an Wollkämmen 3. Spinnen von Wolle am Spinnstöckchen, Handspindel und Spinnrad. Alle waren mit Begeisterung dabei und so war es ein Superauftakt für das 2. Jahr des Kiezpunktprojektes. Hier die Presse dazu.



Für das Textilprojekt im Kiezpunkt Projekt arbeite ich ehrenamtlich mit Kindern und Jugendlichen, Menschen aus dem Kiez, Flüchtlingen und Einheimischen - Integration ganz unkompliziert- . Das Kiezpunktprojekt ist ein von einer Kollegin initiiertes Projekt, das nun schon im 2. Jahr erfolgreich läuft. Unterstützt werde ich dabei von den Frauen aus unserer Kreativgruppe, die aus der Arbeit mit den Flüchtlingen entstanden ist. Euch herzlichen Dank für die Unterstützung. Ich freue mich, dass Sachkosten vom Diakonischen Werk für das Textilpojekt es ermöglichen, dass ich Material und Geräte für die Arbeit mit den Jugendlichen kaufen kann. So wie dieses wunderbare Kardiergerät "Rudy"von Walther, das ihr oben auf den Fotos im Einsatz sehen könnt. Danke dir liebe Ella für die schnelle Lieferung. Auch wenn es Sachkosten gibt, freue ich mich über jede Spende für die Arbeit. So spendeten Herr Merker und Frau Schultz vom Luechhof Bergsdorf herrliche Pommernschafwolle für das Textilprojekt. Herzlichen Dank!



Projektarbeit ist meist neben dem vielen Spass und der Freude mit den interessierten Kindern und Jugendlichen mit viel Arbeit verbunden. Jeder der von euch Projekte macht, kennt das vermutlich. Da müssen Quittungen abgerechnet werden, Die Arbeit muss geplant, vorbereitet, vernetzt werden, es muss Material beschafft werden, Termine abgestimmt usw. Zwischendurch dachte ich auch schon mal, oje Projektarbeit, hast du nicht schon genug Projekte mit Werkstattrenovierung und Färbe-Kursen. Doch es macht soviel Spass, die Kinder und Jugendlichen mit Textilem in Berührung zu bringen und mit alten Handwerkstechniken  wie Spinnen und Filzen, auch zu sehen und zu erleben wie einfach Integration sein kann, dass mich das doch sehr beflügelt.


Vor dem Projektstart hatte ich mich im warmen Süden bei Wanderungen auf Traumpfaden erholt und es gab nachhaltige schöne Erlebnisse durch das Spinnen unter Palmen und das Stricken unterm Drachenbaum. Zur Entspannung sitze ich immer wieder am Spinnrad und spinne für mein Kamelwolleprojekt und Rohwolle für das Deckenprojekt, wenn das Wetter es in kurzen Momenten erlaubt, geniesse ich es auch Draussen zu spinnen, wo die Natur gerade so herrlich explodiert. 


Mein neu angelegter Färbegarten ist inzwischen von Girsch übernommen worden. Da stecken 2 Seelen in meiner Brust. Für meinen Salat freue ich mich über Girsch, aber im Färbegarten mhm...
  

Die Draussen Werkstatt ist komplett leer geräumt, ich habe angefangen die Wände zu bearbeiten, die Drinnen Werkstatt ist in einen größeren Raum umgezogen, da war es ein Glück so kalt draussen, dass es sich drinnen in Ruhe umziehen ließ. Da fehlt es noch an Ordnung, aber die Kämm- und Kardierstation steht schon an ihrem Platz. 


Was mir immer wieder gut tut, sind die Spinntreffen. Treffen mit Gleichgesinnten, Klönen, Fachsimpeln, Spinnen, Essen, Entspannen. War mal wieder in der  Spinngruppe Liebenwalde bei Katja, immer wieder schön. Dann noch Spinngruppe Wolfsruh, diesmal Treffen bei Dagmar mit ihren vollsüßen Alpakas. Frisch geschoren. Danke liebe Dagmar für die herrliche Wolle und die Verwöhnung mit dem Essen. Wetter war diesmal nicht zum Draussen sitzen, das wird nachgeholt. 


Heute plane ich die nächsten Kieztreffen. Wer vielleicht von euch einige Stoffreste für das Projekt Nähen oder Wollreste für das Projekt Weben liegen hat und sie nicht mehr wirklich braucht, darüber würde ich mich als Spende für das Textilprojekt sehr freuen. Danke jetzt habe ich genug Angebote für Stoffreste!


Am nächsten Samstag ab 17.00Uhr  "Blütenmond Vollmondabend" in Rauschendorf. 

"Feuer, Wasser, Luft und Erde - Damit es eine gute Ernte werde".
Lieder, Musik und Texte zur Kraft der Mondin im Mai
Mitmachaktionen für die Hände und die Seelen
Vier Elemente Segen
Singen und Tanzen im Feuerschein
Wiesenbüffet
Kein Eintritt - Die Spielleute freuen sich über finanzielle Gaben in ihre Klangschale 
 Gast: Anke Culemann von WolleNaturFarben

Vielleicht sehen wir uns dort? Nun wünsche ich uns Allen, dass es bald wärmer wird und euch eine gute Zeit!

Samstag, 7. Januar 2017

Neue Termine für Spinntreffen, Textile Art und Internationalen Spinntag 2017 in Berlin und Brandenburg

1. Spinngruppe Wolfsruh
 
immer jeden 1. Donnerstag im Monat
also  5.Januar; 2.Februar; 2.März; 6.April;
4. Mai; 1. Juni; 6. Juli; 3. August; 7.September;
5. Oktober; 2. November; 7. Dezember;
am 4.Mai und am 7.September kann das Spinntreffen nicht bei Brigitte stattfinden, ihr könnt sehr gerne alle zu mir kommen.
siehe hier!

2. Spinngruppe Liebenwalde

26.01. 2017; 23.02. 2017; 23.03. 2017;27.04. 2017;
25.05. 2017; 22.06. 2017; 27.07. 2017; 24.08. 2017;
28.09. 2017;26.10. 2017
immer jeden 4. Donnerstag imMonat

siehe hier! 

9. Internationaler Spinntag 

Kreuzbrucher Heimatverein e.V.
Samstag, den 16.09.2017
11.00 bis 16.00 Uhr

 ORT:
Im Heimathaus hinter der Kirche
Kreuzbrucherstr. 22
16559 Liebenwalde

Das große Handspinngildentreffen findet diesmal in Brandenburg statt.

30.9-3.10.2017

Intensivkurse vom 27.9.-30.9,2017
Informationen dazu hier.

 

  Textile Art in Berlin

an einem neuen Ort nächstes Jahr

vom 24. - 25. Juni 2017
Phorms-Campus in Berlin-Mitte
Informationen siehe hier

  Offenes Atelier in Brandenburg am 6./7. Mai 

Wenn ihr noch mehr textile Termine habt und euch gerne in Berlin und Brandenburg vernetzen wollt, dann lasst es mich wissen. Ich wünsche euch ein gutes Wochenende! Eure Anke

Montag, 8. August 2016

16. Maulbeerfest in Zernikow 2016

Wie wars diesmal? Wieder anders. Aber diesmal war es von Anfang an anders. 

Meine pflanzengefärbeten Seidenschals und Seidentücher
Es fing schon damit an, dass ich mich erst 2 Tage vorher anmelden konnte, da ich ja eigentlich selbst einen Kurs geben wollte und ich das dann wegen "höherer Gewalt" - nenne ich mal absagen mußte, dann das Wochenende zur Erholung auf der Insel angemeldet war und das kurzfristig nicht ging "höhere Gewalt" ... und ich mich dann auch noch kräftig erkältet hatte--also ein vehextes Jahr sage ich mal. Und nun umschalten und noch was schönes erleben, dachte ich mir: Also ... Danke Franziska, dass du noch schnell einen extra Marktstand organisiert hattest. So nach und  nach kam dann der Großteil der Spinnerinnen ( bis auf die Urlauberin - viele Grüße dorthin und die Künstlerin, die selbst bei sich Tag der offenen Tür hatte und so saßen wir bei herrlichstem Augustwetter ca. 2 Stunden an unseren Spinnrädern. Das große Kardiergerät war zeitweilig ziemlich umlagert und bestaunt. Es gab Fachgespräche unter uns Spinnerinnen, wie man Seide spinnt und auch über die "Bobbelartyarntechnik" beim Spinnen für Anfängerinnen ;-. Es gab viel Freude über eine liebe Neue Spinnerin in der Gruppe und Trauer über unsere Älteste die leider weit weg zieht. Das große frische Rhönschaf von Ines Schafen war ausgebreitet und darauf Woll- und Faserproben. 

Rhönschafvlies und Wollproben
Die Stände bevor es richtig los ging.

Es macht mir immer wieder Spass die Fragen zu beantworten, die so von den Besuchern gestellt werden und dann trifft Frau auch Leute sie schon ewig nicht gesehen hat. Ausser meinen Seidenschals und Seidentüchern hatte ich diesmal kaum was dabei, da ich ja eigentlich gar nicht da sein hätte können...Ich hatte jedoch mein Blending Board dabei, das ich erst dachte ich benutze es nicht, aber nun habe ich gemerkt, dass es sich für Seide- Wolle Mischungen doch ganz gut macht. 


Die Kinder waren wieder begeistert von den Raupen und den Kokons die es in der Ausstellung zu sehen gab. 

Maulbeerspinner und Kokons

Welche Farben die Färbungen mit Maulbeerholz und Maulbeerblättern gibt könnt ihr hier sehen. Also nach diesen 2 Stunden frischte der Wind auf und dann kam es so richtig schwarz und dann...ging es los aus Eimern....statt gleich mein Regencape überzuziehen, rettete ich erst meine Seidenschals in Plastikbehälter und flüchtete dann inzwischen klitschnass ins Schloss, wie ein großer Teil der Menschen. Die Stände im alten Schafstall hatten es natürlich gut und trocken. So nass fuhr ich dann sicherheitshalber nach einer Weile,  nachdem der Regen etwas nachgelassen hatte und ich den Rest ins Auto packen konnte nach Hause, damit ich keinen Rückfall provozierte und zog mich trocken an, Wollhemd etc... und dann gings wieder los.  

Färbedrogen als Anschauungsmaterial
Am Stand hängte ich dann meine nassen Schals zum trocknen wieder auf, verkaufte noch einen Indigoschal und pallaverte mit den Besuchern. Die Sonne schien als wenn sie das den ganzen Tag schon getan hätte und tja so wars. Hat trotzdem Spass gemacht, aber so ein Wetter gab es noch nie am ersten Augustwochenende. Sonst war ich immer barfuß und mit leichter Seide unterwegs und diesmal mit Wolljacke und Socken.... Danke an euch Alle,  die ihr mit am Stand wart, hat großen Spass gemacht mit euch. Danke wieder Manuela für den schönen Strauss. Ganz am Schluss als ich wieder alles eingepackt hatte, schlenderte ich nochmal durch die Stände und ließ es langsam ausklingen. Also bis nächstes Jahr am ersten Augustwochenende! Aufmerksam machen möchte ich noch auf  die nächsten Termine: Es gibt ein neues Programm der Spielleute Erdenmut. Die Premiere  von " Spiel mir ein Lied vom Leben." am Mittwoch 10.8. in Kagar. Last euch diesmal den nächsten Vollmondabend auf keinen Fall entgehen, es ist der 50. !!! Vollmondabend am 20.8.  mit den Spielleuten Erdenmut, diesmal wieder bei Brigitte und Rainer Lux auf dem Werkshof Wolfsruh mit Ausblick auf die Augenweide. So wie letztes Jahr im August.
 
 So dann wünsche ich euch einen guten Wochenstart!