Montag, 4. November 2013

Krypta und Natur

Passend zu dem Thema Tod, Allerheiligen, Samhein und Abschiednehmen, und auf euren Wunsch nach ein paar Impressionen der Reise, fange ich mal mit der Krypta und der Kirche von Saintes Maries de la Mer, der Haupstadt der Camargue - Naturschutzgebiet- an, dies war mein südlichster Punkt der Reise.
 Die Krypta ist der Verehrung der schwarzen Sara gewidmet, der Patronin der Sinti und Roma.  Der Legende nach war die Schwarze Sarah Dienerin der drei Marien, die von Südfrankreich aus die Camargue missionierten. Nach ihrer Flucht aus dem Heiligen Land, so erzählt die Sage, wurde die Barke von Marie-Jacobe, der Schwester der Mutter Gottes (Maria), und Marie-Salome, der Mutter von Johannes dem Täufer, im heutigen Saintes-Maries angespült. Die beiden Heiligen wurden von Sarah, ihrer Dienerin, begleitet. Dargestellt als Schwarze Madonna wurde sie zur Schutzpatronin der Roma.


Seit dem 14. Jahrhundert findet alljährlich in Saintes-Maries-de-la-Mer die Wallfahrt der Sinti und Roma zur Heiligen Sarah statt. Mehrere Tausende Roma nehmen jedes Jahr daran teil. Während der Pilgerzüge am 24. Mai wird die Ikone der Schwarzen Sarah in einer feierlichen Prozession zum Meer getragen und dort mit Meerwasser benetzt. Dann wird die Schutzpatronin in einer Heiligen Barke ins Meer gebracht. Die Träger sind in weiße Gewänder gehüllt. Am darauf folgenden Tag werden die beiden Marien geehrt.
Zu den Festlichkeiten reisen Roma aus allen Teilen Europas nach Saintes-Maries-de-la-Mer.Textquelle

 

Seit 1998 gehört Saintes-Maries-de-la-Mer zum Weltkulturerbe der UNESCO. Das Stadtbild ist durch die imposante Erscheinung der Wehrkirche Notre Dame de la Mere geprägt und die engen Gassen laden zu ausgiebigen Spaziergängen durch die Stadt ein. Die Natur in der Camargue,  gelegen im größten Flussdeltas Europas, dem Rhonedelta, ist von einem mystischen Zauber umgeben und einzigartig mit ihrem Wechselspiel des Lichts ....

 

...und ihrer ganzen Urwüchsigkeit. Jeden Tag ging es also dort in die Natur.


Die fast 1000 m² große Region ist auch bekannt für seine weißen Camargue-Wildpferde,

...die Camargue-Stiere ....

....und als größte freie Brutstätte der Flamingos.

...auch als Salzland und durch seine Salinen ist die Camargue recht bekannt. Inzwischen wird dort auch Reis angebaut. Auf den Strassen soll es manchmal auch nicht ungefährlich zugehen ;-) .


Und: am Strand wohnen seltsame Wesen ;-) 
 
Ist schon ein besonderes mystisches Stückchen Erde, besonders in der Nachsaison. Euch einen guten Wochenstart und danke für alle eure mitfühlenden Worte und virtuellen Umarmungen.

Kommentare:

  1. Man möchte sich einfach in deine wundervollen Bilder hineinbeamen. Danke dafür und ich wünsche dir Kraft und viele wundervolle positive Gedanken mit den schönsten Begebenheiten mit deiner Freundin. Das gibt dir die nötige Kraft des Verarbeitens. LG Viola

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  2. Und doch warst du im richtigen Moment am richtigen Ort, ein Ort des Besinnens, der Ruhe und Stille und des Gedenkens.
    Man muss nicht immer der Nähe sein, es braucht keinen Friedhof oder Grabstein, unser Herz ist der Ort der Liebe und des Erinnerns, der Vergebung und der Trauer.
    Danke für die herrlichen Impressionen, ich war noch nie so weit südlich, nun ein klein wenig mit dir.....
    Anett

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  3. So schöne Bilder und auch du mit deiner bunten Weste darauf! Diesen Teil unserer schönen Erde kenne ich noch nicht, das macht mir sehr Lust!
    Liebe Grüße
    Elisabeth

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  4. Vielen Dank für die tollen Bilder und den informativen Bericht!
    LG Marle

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  5. Danke fürs Mitnehmen auf deine wunderbare Reise. Ich war noch nie da, umso mehr freuen mich deine Bilder.

    Liebe Grüsse
    Brigitte

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  6. Ich habe vor einigen Jahren das Sinti und Romatreffen in Saintes - Marie- de- la- mer mit erlebt, war ein sehr beeindruckendes Erlebnis. Überhaupt war es eine wunderschöne Reise durch Südfrankreich, ich denke gerne daran zurück.
    LG Ute

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  7. hach, da werden Erinnerungen wach,
    danke für die schönen Bilder und alles Liebe für dich ♥
    liebe Grüße
    Tina

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