Mittwoch, 31. Dezember 2025

Rekordjahr 2025 oder Reparieren tut der Seele gut...

 Seit ich Oma bin und die Kinder draussen toben, bin ich immer viel am Flicken von Kindersachen... 

 

2025 war ein Rekordjahr. Es macht mir einfach auch Spaß und die Kinder freuen sich immer, wenn es wieder heile ist. Wenn mal wieder ein Loch irgendwo drin ist, heisst es immer das müssen wir Oma zum Reparieren geben. Mittlerweile haben sie bei mir ihr eigenes Nähkörbchen und lernen selbst mit Nadel und Faden umzugehen. Ich genieße es als Oma, dieses Bewußtsein, von Nachhaltigkeit und Wertschätzung im Gegensatz zu Wegwerfkultur weiterzugeben. Nebenbei entwickeln sie gleichzeitig ihre Fähigkeiten zur Kreativität, Improvisation und spüren ihre eigene Kompetenz und Selbstwirksamkeit. 

 

Es wurde natürlich auch ausprobiert, ob eine Schere auch den Pullover schneidet. Unter der Bedingung, dass es das letzte Schneideexperiment an einem Pullover ist, reparierte ich den Fuchspullover. Die Kinder dürfen dann auch den Flicken immer mit aussuchen. In diesem Fall hatte ich noch ein Stück Fuchsstoff von einer Freundin, die auch Enkelkinder hat und mir dankenswerterweise immer Stoffstücke zukommen lässt. 

Auch Freundinnen und Nachbarinnen, fragen mich inzwischen an, ob ich ihre Lieblingsteile nicht retten könnte. So kam ich dazu, dass ich mich immer mehr darin einarbeitete, die Dinge irgendwie zu verschönern. Aus Löchern wurden z.B. Blümchen, aus einem Riss eine Kornblume. 

Ich habe mir jetzt auch das Buch "Reparieren ist Liebe"gekauft ( Werbung aus Begeisterung) ---> HIER. Darin viele Fotos und Anregungen, die ich auch mit den Kindern ansehe.  

Textilien helfen mir auch Stress und Trauer zu regulieren. Das Berühren und Streichen eines Stoffes aktiviert das parasympathische Nervensystem, ebenso wie Spinnen, Stricken, Weben, Filzen, Quilten, u.a.. Dieser Teil des Nervensystems fördert Entspannung und Heilung. Taktile Materialien helfen uns so im Körper anzukommen. Das habe ich ja in meinem Buch: Spinnen tut der Seele gut, ausführlich beschrieben.

Wie ist das bei euch? Repariert ihr gerne Textiles oder eher nicht so? Habt ihr auch Enkelkinder an die ihr das weitergebt? 

Kommt gut ins Neue Jahr!  Ich wünsche euch Gesundheit, Zuversicht und viele schöne Momente.  

Herzlich Anke 

3 Kommentare:

  1. Liebe Anke,
    ich bin auch eine leidenschaftliche Repariererin, Enkelkinder habe ich zwar (noch) keine, aber besonders gerne werden bei mir die Ellbogen bei Wollpullovern dünn. Besonders bei gekauften Wollpullovern, dann versuche ich auf verschiedene Weise die Lebenszeit zu verlängern. Wenn ich merke, dass der Stoff dünn wird bügel ich schon mal eine leicht Vlieseline von link dagegen. Hält nicht ewig, verlängert aber erst mal ganz dezent die Lebenszeit. Ich habe auch schon Flicken für die Ellbogen gefilzt oder gestrickt, ein schöne s Motiv sticken, wäre auch mal eine Idee.
    Ganz begeistert bin ich auch, dass ich für meine gekauften handgefilzten Pantoffeln vor ca. 2 Jahren neue Strickfilzsohlen angefertigt habe, anschließend angenäht und mit Latex bestrichen, halten sie jetzt schon zwei weitere Winter lang. Besondere Freude habe ich an der Reparatur von hochwertigen Kleidungsstücken.
    Letztlich ist es auf diese Weise ja auch sehr nachhaltig, reparieren anstatt neu kaufen.
    Liebe Grüße
    Claudia

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  2. Liebe Claudia,
    wie schön, was du auch Alles machst um zu reparieren anstatt neu zu kaufen. Bei hochwertigen Kleidungsstücken macht mir die Reparatur auch besonders viel Spass. Das mit den Latexsohlen ist ja auch eine sehr schöne Idee. Liebe Grüße Anke

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  3. Liebe Anke, bei mir stapeln sich z. Zt. die Socken mit Lauflöchern/dünnen Stellen, Pullis mit Löcher sind mir auch nicht unbekannt. Deine Webnadeln für große Löcher finde ich klasse. Jetzt brauche ich "nur" wieder ein paar ruhige Stunden zum Reparieren. Liebe Grüße Barbara

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