Freitag, 27. Dezember 2013

Spinnen, Stricken und Träume in den Rauhnächten

Rauhnächte was bedeutet das wurde letztes Mal in der Spinngruppe gefragt. Also es stammt aus dem euopäischen Brauchtum und geht zurück auf das mittelhochdeutsche Wort rûch (haarig) zurück. Das Wort wird heute noch im Kürschnerhandwerk als Rau(c)hware für dicht behaarte Tierfelle verwendet. Für Legenden, Rituale und Aberglauben, haben in den Rauhnächtenhaarige mythische Wesen und Verwandlungen zwischen Tieren und Menschen noch eine Bedeutung.
 

Die Rauhnächte sind die Nächte zwischen dem 25. Dezember und dem 6.1. - also die Zeit zwischen den Jahren. Tage der Rauhnächte galten mancherorts als derart gefährlich, dass sie mit Fasten und Beten begangen wurden. Im Haus durfte keine Unordnung herrschen, keine weiße Wäsche auf der Leine hängen, welche die Reiter stehlen konnten, um sie dann im Laufe des Jahres als Leinentuch für den Besitzer zu benützen. Es durften keine Wäsche gewaschen werden, zumindest nichts rausgehängt werden, damit durch die weiße Unterwäsche keine wilde Jagd auf Frauen begänne. Also zu der Wäsche und den Raunächten gibt es zahlreiche verschiedene Versionen. Das Jahresrad stand still. Alles Verliehene sollte wieder zu Hause sein. Jegliche Arbeit war verboten.

Auch Backen, Stricken und Spinnen in den Rauhnächten war strengstens verboten. Es wurde auch kein Garn gesponnen, weil man glaubte,  dass sonst Frau Hel ( Frau Holle) käme und das Garn verunreinige oder weil man Zank und Ungeziefer in das Haus spinnen würde. Spinnen durfte nur die Göttin Holle selbst oder magiekundige Frauen. " In den 12 Nächten darf nicht gesponnen werden, es tun dies bloß Hexen." Sigrid Früh. Es sollte keine Alltagsarbeit verrichtet werden, da die Zeit als etwas besonderes angesehen wurde. Daher habe ich mein Pommenschaf auf Indigo noch vorher schnell fertig gesponnen und verzwirnt ;-).
 


In den 12 Rauhnächten sagt man ja auch den Traumen prophetischen Charakter nach und was man in diesen Nächten träumt, soll im kommenden Jahr passieren. Der erste Traum soll für den Januar stehen, der  2. prophetisch für Februar und so weiter. Tja ob man das so glauben kann? Doch es kann einem ja keiner verbieten daran zu glauben und manchmal versetzt ja allein so ein Glaube schon Berge. So ein Traum macht jedenfalls Hoffnung und das ist doch wichtig in solch einer Zeit, denke ich, oder ? Hier bei Wikipedia und hier gibt es noch mehr dazu zu lesen. Nun wünsche ich euch meinen lieben Leserinnen und Lesern, eine gute Zeit zwischen den Jahren, einen guten Übergang in das Neue Jahr und Alles Gute für 2014. Danke für alle eure Kommentare und persönlichen und virtuellen Begegnungen.

Kommentare:

  1. Das wünsch ich dir auch!

    Die Rauhnächte beachte ich auch jedes Jahr, ich bewusst durch die Tage, beachte Zeichen und schreibe auf, was mich bewegt, beschäftigt oder erstaunt hat, was besonders erschien in diesen Tagen. Jeder Tag steht für einen fortlaufenden Monat im nächsten Jahr. In dieser Hinsicht hat der Silvestertag noch mal eine besondere Bedeutung, weil er für das ganze Jahr eine Richtung angeben kann. Dabei nehme ich irgendwie spielerisch alles auf, was mir "anders" oder "besonders" vorkommt. Es ist interessant so bewusst durch die Tage zu gehen und man glaubt gar nicht, wieviel Unerwartetes an solchen Tagen geschehen kann. Vielleicht ist es auch deswegen, weil man aufmerksamer unterwegs ist und natürlich auch meist mehr Zeit hat...
    In diesem Sinne wünsche ich dir das Allerbeste!
    ELisabeth

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  2. Herzlichen Dank für Deine Zeilen und Deine guten Wünsche! Ich muss gestehen, dass ich dies noch nie gehört habe, allerdings war diese Zeit für mich schon immer etwas Besonderes, für mich ist es die Zeit "zwischen der Zeit", spannend... Auch Dir alles Gute für das neue Jahr!
    Liebe Grüsse vom Wullechneuel

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  3. Ich glaube fast, dass ich gestern so ein Rauhnacht-Tier im Wald gesehen habe, Anke! (es ist ein Foto auf meinem Blog). Einen guten Start ins neue Jahr!

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Herzlichen Dank für Deine Nachricht!
Ich freue mich sehr darüber!