Sonntag, 18. September 2011

Auftanken in der Natur...

 ...das läßt sich im Moment gut bei diesen herrlichen stimmungsvollen Spätsommereindrücken...mit diesem stimmungsvollen Licht und reifem Obst und Gemüse...
 
Studien zeigen, dass das "Aufladen der Batterien" in der  Natur erfolgreicher ist als in der Stadt...Forscher schlagen Spaziergänge durch die Natur als wirksame Methode vor, um die „kognitiven Batterien“ wieder aufzuladen. Es scheint sich also zu lohnen, die Vorbereitungen für eine Klassenarbeit, eine Prüfung oder einen wichtigen Termin durch einen Ausflug in die Natur zu unterbrechen.
"Der menschlichen Konzentrationsfähigkeit sind Grenzen gesetzt. Nach Phasen der Aufmerksamkeit benötigen wir Pausen, bevor wir uns erneut konzentrieren können. In diesen Pausen kann die Batterie wieder aufgeladen werden.


"Städtische Umgebungen strapazieren die unwillkürliche Aufmerksamkeitskomponente stark (z.B. Straßenverkehr, Leuchtreklamen, andere Menschen); zudem müssen wir unsere Aufmerksamkeit bewusst lenken, um die Bedeutsamkeit dessen, was geschieht, zu prüfen. Natürliche Umgebungen hingegen beanspruchen die unwillkürliche Aufmerksamkeitskomponente weniger, und bedürfen daher auch weniger bewusster Aufmerksamkeitslenkung."


Die Studie der  Forscher Marc Berman, John Jonides und Stephen Kaplan, von 2008,  dass nämlich dieses „Aufladen“ in der Natur erfolgreicher gelingt als in der Stadt " kann in Psychological Science, 19(12),, 1207-1212 hier  im Orginal nachgelesen werden: The cognitive benefits of interacting with nature. Hier wurde es von der Uni Mannheim aufbereitet.
 

 "Die alten Dakota waren weise. Sie wussten, dass das Herz eines Menschen, der sich der Natur entfremdet, hart wird. Sie wussten, dass mangelnde Ehrfurcht vor allem Lebendigen und allem, was da wächst, bald auch die Ehrfurcht vor dem Menschen absterben lässt. Deshalb war der Einfluss der Natur, die den jungen Menschen feinfühlig machte, ein wichtiger Bestandteil ihrer Erziehung."
(Luther Standing Bear)


10 Jahre wohnte ich mitten in Berlin und merkte, dass ich da nicht ausreichend auftanken kann. So wohne ich nun seit mehr als 15 Jahren auf dem Land, naturnah und geniesse jeden Tag. So gehört nun das Auftanken in der Natur, neben dem Gestalten mit Wolle und Farben zu meinen regelmäßigen " Batterie- Auflade - Ritualen".  Hier im Norden sind wir ja sehr spät dran mit der Natur und so begann hier erst gestern mein jährliches Walnussschalen- Sammel- Ritual mit den ersten Grünen Schalen die auf dem Rasen lagen. 


 Ich sammle die grünen Schalen täglich nach der Arbeit auf,  werfe sie in einen Bottich mit Wasser und die Nüsse gebe ich in einen luftigen Zwiebelbeutel. Dann lege ich Wolle und Garn ein und lasse mich jedesmal von den verschiedenen Grüntönen aus mehreren Bottichen überraschen.
 

Ich wünsche euch einen gemütlichen Sonntag mit hoffentlich vielen grünen Auftankmöglichkeiten ! Und übrigens nicht vergessen: Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur falsche Kleidung...

Kommentare:

  1. Danke für die herrlichen Bilder, Anke. Ich wohne auch ländlich und schaue aus der Küche direkt auf eine Streuobstwiese. Allerdings bin ich viel zu selten draussen. Das muss sich ändern.
    LG
    Sabine

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  2. @ Sabine Streuobstwiese ist ein wunderbarer Anblick aus der Küche, da hast du ja direkt alle Jahreszeiten vor der Haustür, Winter kahle Zweige, Frühjahr die herrliche Blüte, Sommer die Früchte und im Herbst die Farben, herrlich !!
    herzliche Grüße Anke

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Herzlichen Dank für Deine Nachricht!
Ich freue mich sehr darüber!

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